Die Stadt Linz präsentierte die neue Toilettenanlage und ein umgestaltetes Erdgeschoss-Foyer
„Ein Leben für die Kunst“
Kernstück ist die Ausstellung über das Künstlerehepaar Günther Oellers und Edith Oellers-Teuber.
Linz. Gleich aus zwei Gründen hatte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust Anfang dieser Woche in das Linzer Rathaus eingeladen. „Zum einen haben wir den Eingangsbereich neu gestaltet und die in die Jahre gekommen Toilettenanlage komplett erneuert. Zum anderen eröffnen wir heute die Ausstellung ‚Ein Leben für die Kunst – Das Künstlerehepaar Günther Oellers und Edith Oellers-Teuber‘. Neben dem großen Bild der Malerin und den beiden Skulpturen hier im Ratshauseingang zeigen wir im Foyer-Obergeschoss weitere Arbeiten der beiden Künstler“, erklärte er. Initiiert hatten die Werkpräsentation die drei Kinder des Künstlerehepaars, Maria, Edith und Adam Oellers, die Hans-Georg Faust ebenso begrüßen konnte wie Bernd Willscheid, den Leiter des Roentgen-Museums Neuwied, Vertreter des Kunstvereins Linz um die Vorsitzenden Norbert Boden und Geza Stuip, zahlreiche Mitglieder des Stadtrates und der Kulturausschusses sowie viele interessierte Bürger.
Die Kachelbilder von Alexander Jokisch haben nicht nur den drei Arbeiten des Künstlerehepaars Platz gemacht. Verschwunden ist auch der große Ständer mit Broschüren und Flyern. „Stattdessen zieren große Veranstaltungs-Plakate die rechte Eingangswand, die so zur allgemeinen Informationsplattform geworden ist und die sich entsprechend ständig verändern wird“, erklärte Daniela Maier, der Leiterin der Touristinformation, bevor der Stadtchef wieder auf die Ausstellung zu sprechen kam. „Die Kinder von Günther Oellers und Edith Oellers-Teuber sind an uns herangetreten mit der Bitte, ob die Stadt nicht den Künstlernachlass präsentieren könne“, erinnerte er. Klaus Krumscheid habe dann dankenswerter Weise den weiteren Kontakt zu der Familie hergestellt, so dass eine erste kleine Werkschau zusammengestellt worden sei. Wie es weiter gehe, darüber müsse sich der Kulturausschuss Gedanken machen, so Hans Georg Faust, bevor er dem Kunsthistoriker Adam Oellers bat, in die Arbeit seiner Eltern einzuführen.
„Es ist für uns eine sehr große Freude, dass nach der große Oellers-Ausstellung 2005, der Ausstellung ‚Oellers und Freunde‘ hier beim Kunstverein 2010 und der Werkschau ‚Zwei Künstlergenerationen‘ in Neuwied vor fünf Jahren mit Arbeiten meiner Eltern und ihrer Tochter Edith so großes Interesse gezeigt wurde, ihre Bilder und Skulpturen zu präsentieren“, erklärte der ehemalige stellvertretende Museumsdirektor der Stadt Aachen. Zu Lebzeiten seiner Eltern sei es nicht immer ganz einfach gewesen, ihre Arbeiten auszustellen. Die Kinder die nach dem Tod der Mutter Anfang 2015 den immensen Nachlass zu verwalten hätten, würden solchen Plänen viel aufgeschlossener gegenüber stehen. „Wir werden auf die Stadt, in der mein Vater im Mai 1925 geboren ist, zugehen und ihr weitere Angebote machen. Die Kunst unserer Eltern auszustellen ist durchaus lohnend, den die beiden Oellers zählen schon zu den wichtigen Künstlern nach 1945 im Rheinland“, erklärte der Kunsthistoriker.
Kennengelernt hatte der Linzer Oellers die gebürtige Duisburgerin nach dem Krieg während des Studiums an der Werkkunstschule Köln. Nach der Heirat 1948 und dem Bau der Hauses in der Asbacher Straße begann in den 50-er und 60-er Jahren die Zeit des Aufbaus und der künstlerischen Weiterentwicklung. „Moderne Kunst hatte es während der Nazizeit in Deutschland ja nicht gegeben“, erinnerte Adam Oellers. Deshalb seien seine Eltern auch schon 1951 in Paris gewesen, wo sein Vater seine Ausbildung bei Ossip Zadkine an der Académie de la Grande Chaumière fortgesetzt habe. In den 70-er Jahren sei dann der Schritt in die Öffentlichkeit vollzogen worden. So habe sein Vater zusammen mit Heinrich Böll, Joseph Beuys und Georg Meistermann 1972 die „Freie Internationale Universität für Kreativität und interdisziplinäre Forschung gegründet.
„Unsere Eltern hatte sehr unterschiedliche Auffassung von Kunst. Während sich mein Vater mit der Theorie, der Idee auseinandersetzte, ging meiner Mutter um die Anschauung, um auf vielen Reisen vor Ort gewonnene Impressionen, die dann im Atelier umgesetzt wurden“, erklärte Adam Oellers.
So habe sie etwa in dem Ölbild „Smalten im Wüstensand“ ihre Eindrücke während einer Reise durch Turkmenistan festgehalten, wie im grellen Licht der brennenden Sonnen Städte im vor Hitze flirrenden Wüstensand versinken und eben nur noch als „Smalten“, verstreute Mosaiksteinchen, an frühere Zeiten erinnern. Sein Vater habe sich dagegen gefragt, wie Figuren in ihrer Gesamtheit in bestimmten existenziellen Tätigkeiten erfasst werden können. Entsprechend habe er seine Skulpturen auch meist im Plural, wie hier ‚Rufende‘ aus rotem Granit oder die Kalkstein-‘Springer‘ benannt, in denen Ausdrucksformen einer Masse, auf das Wesentliche reduziert, in einfacher Form zu einer skulpturalen Geste zusammengefasst visualisiert werden, fasste er kurz zusammen. DL
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