Wanderausstellung „Seelenbretter“ wechselt Ausstellungsorte
Ein „Memento mori“ an uns Lebende
Ausstellung ist vom 17. September bis 11. Oktober in der Verbandsgemeindeverwaltung Plaidt zu sehen
Plaidt. Die Wanderausstellung „Seelenbretter“ wechselt zu ihrer nächsten Station. Am Dienstag, 17. September, 15 Uhr, wird die Ausstellung in der Verbandsgemeindeverwaltung Plaidt eröffnet. Dort ist sie nun bis Freitag, 11. Oktober, zu besichtigen. Der Förderverein Hospizbewegung Andernach-Pellenz in Zusammenarbeit mit der Hospizarbeit in der Stiftung Kirchliche Sozialstation und mit Unterstützung durch die VGV Plaidt ermöglicht diese Jubiläums-Ausstellung.
Zu sehen sind 35 Seelenbretter der Künstlerin Bali Tollak aus Oberbayern. Die Künstlerin wurde inspiriert zu ihren Seelenbrettern durch Totenbretter im Bayerischen Wald. Totenbretter wurden in der Frühzeit zur Aufbewahrung und Beerdigung der Verstorbenen verwendet, bis mit der Sargbestattung diese traditionelle Form mit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch in den ländlichen Gebieten Bayerns endgültig verschwand. Die Seelenbretter der Künstlerin sind keine Totenbretter, kein Verstorbener hat auf ihren Brettern gelegen, sondern die Seelenbretter verstehen sich als ein „Memento mori“ an uns Lebende. Bei der Begegnung mit den Seelenbrettern bestechen deren farbenfrohe Symbolik sowie deren Sprüche von Philosophen, Künstlern, Mystikern und Bibelzitaten. Die Seelenbretter sollen den Betrachter anregen zum Innehalten und Stillwerden in unserer lauten und hektischen Zeit.
Pressemitteilung
Förderverein Hospizbewegung
Andernach-Pellenz e.V.
