Allgemeine Berichte | 17.11.2020, 12:24 Uhr

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler pflegt Biotopfläche auf der Bengener Heide

Ein Modellprojekt entwickelt die Artenvielfalt

Einstimmung in den Tag auf der Heide. Fotos: Winfried Sander
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler pflegt seit 27 Jahren eine Biotopfläche auf der Bengener Heide auf den ehemaligen Rheinhöhen über Bad Neuenahr-Ahrweiler. Eine so genannte „Ausgleichsfläche“ der Stadt Bad Neuenahr für ihre Eingriffe in Natur und Landschaft in der Gemarkung.

Die Fläche umfasst zwei unterschiedliche Biotop-Typen, inzwischen durch eine Hecke getrennt: Die trockenen Flächen mit kiesigem Untergrund mit der Besenheide (Calluna vulgaris) und auch Heidekraut genannt sowie eine magere, extensive Mähwiese. Wie wirksam die ergriffenen Maßnahmen sind, zeigt deutlich die große Anzahl junger Heidepflanzen sowie die zunehmende Zahl der Charakterpflanzen auf der Wiese. Einen Einblick in die örtliche Tierwelt gaben ein aufgescheuchter Hase und kreisende Schwarzmilane am Himmel.

Der Lebensraum der Besenheide stellt ein Biotop mit großer Artenvielfalt dar, u.a. Vorkommen der Rentierflechte, wie Michael Papenberg für die etwa 15 Teilnehmer an der Pflegeaktion kurz darstellen konnte. Die Mehrzahl der Helfer entfernte den unerwünschten Aufwuchs von Ginster, Brombeeren, Birken und Pappeln, damit die Heide nicht verbuscht. Zur Verkehrssicherheit des angrenzenden Wirtschaftsweges wurden zwei Kirschbäume gefällt und in den Weg wachsende Robinien zurückgeschnitten.

Mehrere Helfer suchten sachkundig die Magerwiese nach noch vorhandenen Pflanzen des giftigen Jakobskreuzkrautes ab und entfernten sie von der Fläche, ehe die Fläche gemäht bzw. gemulcht wurde. Der mögliche Standort für die Ersatzpflanzung des eingegangenen Speierlings wurde abgeklärt. Die geplanten Baumfällungen im Bereich der Hecke müssen bis Ende Februar abgeklärt sein. Um unerwünschte Heckenaustriebe zu beseitigen wurde entlang der Hecken gemulcht. Der ursprünglich natürliche Verbiss der Heide durch Tiere wurde durch den behutsamen Einsatz des Mulchers simuliert.

Für die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler ist der Erfolg der langjährigen Arbeit auf der Fläche ein Ansporn mehr für ihre Mühen um die Artenvielfalt im Kreis Ahrweiler.

Bei der Aktion zeigte sich, dass auch im digitalen Zeitalter das persönliche Gespräch von enormer Bedeutung und das soziale Miteinander von großer Bedeutung sind. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen eine sehr gelungene Vereinsaktivität trotz der erheblichen coronabedingten Einschränkungen.

Ein besonderer Dank ging an Andreas und Trajan Schmickler, die mit Motorsäge und Traktoreinsatz aktiv waren, Michael Papenberg, der u. a. die Jakobskreuzkrautentfernung leitete, sowie Gabriele van Ooyen, die für die Verpflegung unter Coronabedingungen sorgte.

Pressemitteilung

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler

Mulchen auf der Magerwiese am Heckenrand.

Mulchen auf der Magerwiese am Heckenrand.

Einstimmung in den Tag auf der Heide. Fotos: Winfried Sander

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