Allgemeine Berichte | 30.04.2019

Abiturient befasst sich mit Trierer Bistumssynode

Ein Plädoyer für Veränderung

Der Trierer Synodenbeschluss bietet große Chancen für die kirchliche Arbeit im Ort, erklärt Luca Schwarz

Luca Schwarz zeigt in seiner Facharbeit auf, welche Chancen die Synodenergebnisse bieten können.Foto: Julia Fröder/Bistum Trier

Koblenz/Welling. Zum 1. Januar 2020 verändert sich die Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern – sie wird Teil der Pfarrei der Zukunft (PdZ) Ochtendung. Der Entscheidung ging eine Bistumssynode voraus. Mit diesem Prozess befasste sich der Abiturient Luca Schwarz nicht nur im Rahmen einer Facharbeit.

Der junge Mann aus Welling ist in seiner Heimatpfarrei Ochtendung-Kobern kirchlich engagiert als Mitglied im Pfarrgemeinderat, Obermessdiener, Lektor und Organist. In seiner ehemaligen Schule, dem Bischöflichen Cusanus-Gymnasium, half er bei der Organisation von Gottesdiensten. Er wählte katholische Religion als Leistungskurs: Dies alles waren Gründe, warum Schwarz sich für eine Facharbeit mit dem Titel „Schritte in die Zukunft wagen – Konsequenzen für das Gemeindeleben aus dem Trierer Synodenbeschluss“ entschied.

„Ich wurde mit dem Thema in meiner Gemeinde konfrontiert“, sagt er, „und ich habe mich gefragt: Was hat das für einen Einfluss vor Ort?“ Er habe durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement Unsicherheiten der unterschiedlichen pastoralen Gruppen in Bezug auf die Umsetzung der Synode wahrgenommen. Grundlagen seiner Arbeit, die er Anfang 2018 abschloss, waren neben dem Synodendokument und Predigten auch Informationsvideos des Bistums Trier.

Chancen und Möglichkeiten sieht der Koblenzer bei der Umsetzung der Synodenergebnisse darin, nach persönlichen Interessen zusammenzukommen und auch in innovativen Gottesdienstformen – etwa das Format Moonlight-Church in Ochtendung. Hier werden moderne und biblische Texte, Musik aus den Charts und atmosphärische Lichtinstallationen kombiniert. „Das wurde positiv aufgenommen und es kamen Leute von überall her. Vielleicht finden Jugendliche so einen Zugang zur Kirche“, stellt Luca Schwarz als These in den Raum. „Mit diesen neuen Formen geht aber keine Abwertung der Eucharistie einher“, betont er.

„Zudem werden Interessen von Einzelnen repräsentiert, zum Beispiel durch Ehrenamtliche in Leitungsteams und durch Individualität im Zusammenhang mit verschiedenen Angeboten“. Es könne zu einer Inspiration derer kommen, die bislang keinen Bezug zur Kirche hatten.

Die weiten Räume können hilfreich sein. „Die PdZ und die Verbandsgemeinde Maifeld entsprechen sich, vielleicht kann hier eine einfachere Vernetzung zwischen der Jugendarbeit in der Verbands- und Kirchengemeinde entstehen“. Ein Problem sieht Schwarz im Priestermangel. „Vielleicht ist dieses Modell mit den großen Räumen daher das richtige“.

Sein Fazit lautet: „Ich würde für die Veränderung plädieren, aber es ist das Interesse und die Beteiligung der Gläubigen vonnöten“. Es sei wichtig, „neuen Wind reinzubringen, ohne die zu verlieren, die schon immer dabei waren“.

Weiter geht es für Schwarz im Herbst mit einem Lehramtsstudium in Deutsch und – man ahnt es – in katholischer Religion. Den Blick auf die Umsetzung der Synodenergebnisse hat er weiterhin. Durch seine Tätigkeit im Pfarrgemeinderat ist er unmittelbar involviert.

Die nächste Moonlight-Church findet am 19. Mai um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin (Hauptstraße 12) in Ochtendung statt.

Neben Luca Schwarz stellten Christina Schrader und Anna-Lena Pabst ihre Facharbeiten am Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums im Rahmen eines „Katholischen Forum Spezial“ vor. Christina Schrader veranschaulichte ihre Untersuchungen über das Frauenbild im Alten Rom anhand von Grabreden und -inschriften. Um die Frage, welche Ethik die Arbeitswelt 4.0 benötigt, ging es im Vortrag von Anna-Lena Pabst.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Luca Schwarz zeigt in seiner Facharbeit auf, welche Chancen die Synodenergebnisse bieten können. Foto: Julia Fröder/Bistum Trier Foto: Julia Fröder

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