Bürgermeister empfing zum letzten Mal Swisttals Tollitäten
Ein Ratssaal voller Narren
Swisttal-Ludendorf. „Zum 24. Mal darf ich nun schon die Swisttaler Karnevalisten begrüßen, und für mich als Bürgermeister ist es auch das letzte Mal“, begrüßte Bürgermeister Eckhard Maack ein wenig wehmütig beim traditionellen Prinzenempfang die Swisttaler Tollitäten samt großem Gefolge im Ratssaal. Aber er gab sich nicht lange der Trauer hin, „ich werde dem Swisttaler Karneval verbunden bleiben, ich möchte mich aber jetzt schon bei Euch bedanken, dass Ihr jedes Jahr wieder gekommen seid.“ Maack versprach, auch nach dem Ende seiner Bürgermeisterzeit, er kandidiert im Herbst nicht wieder für das Amt, Swisttal und insbesondere auch dem Karneval verbunden zu bleiben. Er erinnerte auch daran, dass schon unter seinen Vorgängern die Swisttaler Majestäten empfangen wurden, wenn auch in den ersten Jahren in der Bauhofhalle.
Dienstbefreiung - ohne Diskussion!
„Aber dann kam uns die Idee, wir könnten diesen Empfang doch auch in der guten Stube der Gemeinde, hier im Ratssaal, machen.“ Viel Beifall erhielt Maack, als er sich weiterhin für eine Dienstbefreiung an Weiberfastnacht und am Rosenmontag aussprach, „darüber müssen wir nicht diskutieren, dazu stehe ich auch als Ostwestfale.“
Gemeindeorden verliehen
Mit der Verleihung des Gemeindeordens an das Morenhovener Kinderdreigestirn Prinz Maurice I., Bauer Kai und der Jungfrau Andrea, vom Ollheimer Dreigestirn an Bäuerin Michelle und Jungfrau Sina Ashley – die Prinzessin Felicitas musste krank das Bett hüten – sowie an das Heimerzheimer Dreigestirn Prinz Johannes I., Bauer Godehard und der Jungfrau Rita und der anschließenden Eintragung in das „Goldene Buch“ der Gemeinde war der offizielle Teil des Prinzenempfangs vorbei. Einige Sponsoren machten es aber möglich, dass die rund 150 Karnevalisten gut beköstigt wurden. Durch den weiteren Nachmittag führte Dirk Lüssem von den Ludendorfer Jonge. Zunächst brachte er aber eine persönliche Beschwerde vor. „Ich sehe den Bürgermeister mit vielen in Swisttal ‚per Du‘, was muss ich da in den letzten 24 Jahren alles falsch gemacht haben, dass wir beide immer noch ‚per Sie‘ sind?“. Da konnte jeder im Saal sehen, wie flexibel sogar ein Ostwestfale sein kann. Große Umarmung, ein gutverständlichen ‚Du‘ und die Party konnte beginnen.
Sogar der Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde ist eine Gelegenheit für gute Laune und beste Stimmung.
