Vereine im Lockdown - SC 13 Bad Neuenahr
„Ein Saisonabbruch scheint die beste Lösung zu sein“
Bad Neuenahr- Ahrweiler. Seit fast einem Jahr wütet Corona. Nun wurde der Lockdown erneut verlängert und das Vereinsleben ruht weiter. Halten Sie die derzeitigen Maßnahmen für angebracht?
Auch wenn wir nichts lieber täten, als so schnell wie möglich den Trainings- und Spielbetrieb wieder aufzunehmen, möchte der Vorstand und die Verantwortlichen des SC 13 Bad Neuenahr auf Nummer sicher gehen. Die Bemühungen der verschiedenen Fußballverbände die Saison unbedingt fortzusetzen, wenn auch durch deren Satzung vorgegeben, stößt beim SC 13 ebenso auf Unverständnis, wie auch die geringe Priorisierung des Amateurfußballs seitens der Entscheidungsgremien auf Bundes- und Landesebene. „Gerade unseren vielen Nachwuchsspielerinnen gegenüber haben wir die Verpflichtung Vorsicht walten zu lassen, auch deshalb scheint ein Saisonabbruch aus unserer Sicht derzeit die beste Lösung zu sein.“, so Saskia Oebel-Noack (Jugendleiterin SC 13).
Wie ist die Lage in der Vereinskasse? Gab es einen Mitgliederschwund?
Sehr zur Freude des Vereins haben sowohl die Sponsoren als auch die Aktiven dem Verein bisher die Treue gehalten. Durch den Ausfall des jeweils an Pfingsten ausgerichteten Kurstadt-Cups, einem der bundesweit größten internationalen Mädchenfußballturniere, hat der SC 13 natürlich Einnahmeverluste zu beklagen. Doch die in den Jahren zuvor vom Finanzvorstand Prof. Dr. Hartmut Völcker hanseatisch-kaufmännisch und weitsichtig geführten Finanzen machen sich nun bezahlt. Der Verein befindet sich auch aktuell nicht in einer finanziellen Schieflage.
Die Mitgliederanzahl zum Jahreswechsel war nahezu identisch mit der einem Jahr zuvor, was nach Meinung von Vereinspräsidentin Manuela Jüngling an „den hervorragenden Ausbildungsmöglichkeiten in der Jugend sowie einer hohen Vereinsidentifikation im Seniorinnenbereich liegt.“
Was sind die nächsten Pläne, wenn das aktive Leben wieder losgeht?
Unabhängig davon, ob ein Re-Start oder Saisonabbruch folgt, wird hinter den Kulissen, so wie in jedem Jahr, auf die neue Saison hingearbeitet. Es gilt u.a. Spielerinnen sowie Trainer und Funktionspersonal über die Saison hinweg zu binden und potenzielle Neuzugänge zu kontaktieren.
„Wir wollen, wie alle anderen Menschen auch, einfach nur wieder Normalität. Sich zum Training und den Spielen treffen und wieder gemeinsam das tun, was wir alle so lieben –als Team Fußball spielen“, sagt Anne Kathrin Kremer (Trainerin 1. Mannschaft/Sportliche Leitung).
