Sinfonietta Koblenz bot wieder gelungenes Neujahrskonzert - Sedat Sen brillierte als Dirigent
Ein Streifzug durch Klassik und Operette
Cochem. Das Neujahrskonzert im Kapuzinerkloster ist in Cochem eine feste Größe. Nicht umsonst war der Peter-Martin-Saal am vergangenen Sonntag bis auf den letzten Platz besetzt, als Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz Sedat Sen samt Orchester und Solisten begrüßte. Mit einem bunten Strauß von Melodien und bekannten Musikstücken überraschte auch in diesem Jahr der gebürtige Mazedonier das Publikum. Während im ersten Teil „mehr klassische Stücke gespielt wurden, die nicht so schwer sind“, so der ehemalige Konzertmeister im Staatsorchester Rheinische Philharmonie, bildeten Operettenarien und bekannte Melodien von Johann Strauss und Franz Lehar „als leichte Muse“ den zweiten Teil des gut zweistündigen Neujahrskonzertes.
Perfekt eingespielt und meisterlich dirigiert von Sedat Sen griff der Meister auch wieder selbst zur Geige, um in der Romanze für Violine und Orchester F-Dur, op. 50 von Ludwig van Beethoven seine Klasse zu belegen.
Mit von der Partie waren auch zwei junge Künstler, die als Solisten auftraten und einmal sogar im Duett sangen. Mit Kathelijne Wagner brillierte eine Sopranistin aus den Niederlanden, die mehrfach ausgezeichnet wurde und über eine wunderschöne Stimme verfügt.
Nicht minder gut überzeugte Björn Adam aus Koblenz mit seinem Auftritt als Bariton. Er sang die Arie des Figaro und intonierte mit „Jetzt geh´ ich ins Maxim“ ein weiteres Stück. Ein Ohrenschmaus dann auch das Duett mit seiner jungen Kollegin, bei dem die Künstler das Stück „Lippen schweigen“ von Franz Lehar zu Gehör brachten. Das Perpetuum Mobile, op.257, bildete den Schluss des offiziellen Teils, aber der frenetische Beifall und die Tradition forderten von den Künstlern die verdiente Zugabe: den Radetzki-Marsch. Mit rhythmischem Klatschen beendete dieses bekannte Stück einen Musikgenuss, der auch im nächsten Jahr wieder gerne im Kapuzinerkloster gehört wird.
TT
