Traditionsreiche Feldküche an die Dorfgarde übergeben
Ein Stück Nierendorfer Geschichte lebt weiter
Nierendorf. Mit sichtlicher Freude und einem Hauch Nostalgie wurde die traditionsreiche Nierendorfer Feldküche offiziell an die Dorfgarde Nierendorf übergeben. Damit findet ein Stück Dorfgeschichte, das über drei Jahrzehnte hinweg das Gemeinschaftsleben prägte, eine neue Heimat – hinter der Alten Schule Nierendorf.
Von der Idee zur Dorfinstitution
Die Geschichte der Feldküche begann im Jahr 1993, als der damalige Ortsvorsteher Günter Bach die mobile Küche (aus NVA-Beständen) von Robert Frings vom Polizeischützenverein (PSV) für 2.500 DM erwarb. Finanziert wurde der Kauf nicht durch öffentliche Mittel, sondern durch 15 engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich kurzerhand zur Interessengemeinschaft der Nierendorfer Feldküche zusammenschlossen.
Anlass war das beliebte Petrushüttenfest, das die Nierendorfer seit Anfang der 1980er-Jahre im Außenbereich feierten – ohne Strom und fließendes Wasser. Dank der Feldküche und eines eigens beschafften Wassertanks konnte endlich gekocht, gespült und gefeiert werden.
„Die Feldküche war für uns mehr als ein praktisches Gerät – sie war Symbol für Zusammenhalt, für Tatkraft und für das, was unser Dorf ausmacht“, erinnerte sich Günter Bach.
Gemeinschaft, Engagement und ein Hauch Improvisation
Neun Jahre lang stemmte Bach die Organisation der Hüttenfeste – oft mit klappernden Stromaggregaten, aber stets mit einem starken Team an seiner Seite. Mehr als 40 Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner waren regelmäßig im Einsatz, allen voran der Nierendorfer Möhnenverein, der sich um Kaffee, Kuchen und das gemütliche Beisammensein kümmerte.
Auch außerhalb des Hüttenfests war die Feldküche im Dorfleben präsent: Bis 2004 dampfte sie bei den Nierendorfer Karnevalsumzügen, wo Glühwein ausgeschenkt und mit humorvoll geschmücktem Wagen für gute Stimmung gesorgt wurde. Sogar der spätere Backesverein nutzte sie, um für den Bau des Backes zu werben.
Ein Stück Geschichtein guten Händen
Damit die Feldküche erhalten blieb, suchten Lothar Braun und Günter Bach über viele Jahre nach geeigneten Standorten. Schließlich fand sie – gut abgedeckt – ihren Platz hinter dem Vereinslokal des Heimat- und Bürgervereins,. Doch beiden war klar: Die Feldküche sollte nicht nur überdauern, sondern wieder leben.
Auf Initiative von Bach wurden die verbliebenen Spender und Nachfolger angeschrieben – und schnell fanden sich zwei engagierte Nachfolger: Marcel Werner und Tim Große-Kreul.
Beide engagieren sich im Möhnenverein Nierendorf, in dem auch die Dorfgarde als aktive Abteilung organisiert ist – eine ideale neue Heimat für die historische Feldküche.
Mit juristischer Unterstützung von Beatrix Tatay wurde ein Schenkungsvertrag aufgesetzt, und nun erfolgte die Übergabe im Beisein der Ortsvorsteherin Margret Nelles-Lawnik, der Obermöhne Michelle Schüring und weiterer Mitglieder des Möhnenvereins .
„Ich bin froh, dass wir engagierte Ehrenamtler gefunden haben, die Verantwortung übernehmen und die Geschichte der Feldküche weiterschreiben“, sagte Bach sichtlich bewegt. „Damit bleibt nicht nur ein Stück Metall erhalten, sondern auch ein Stück Dorfseele.“
Neues Zuhause hinterder Alten Schule
Der neue Standort hinter der Alten Schule Nierendorf wurde mit Unterstützung des Vorsitzenden der Trägergemeinschaft Alte Schule Nierendorf vorbereitet. Deren Vorsitzendem Franz-Josef Gieraths dankte Bach ausdrücklich für die unkomplizierte Hilfe.
Künftig soll die Feldküche wieder bei Karnevalsumzügen und anderen Dorffesten zum Einsatz kommen. Die Dorfgarde als Abteilung des Möhnenvereins will das gute Stück nicht nur in Schuss halten , sondern mit neuen Ideen beleben.
„Die Feldküche hat schon Generationen zusammengebracht – und genau das wollen wir fortsetzen“, sagte Marcel Werner bei der Übergabe. „Sie steht für Gemeinschaft, für Freude – und für ein bisschen Nierendorfer Herzblut.“
V.l.n.r.: Lothar Braun (Interessengemeinschaft Feldküche Nierendorf), Christine Gehrmann (Möhnenverein), Michelle Schüring (Vorsitzende Möhnenverein), Tim Große-Kreul (Dorfgarde im Möhnenverein), Ingo Silkenbeumer (stellvertretender Ortsvorsteher), Margret Nelles-Lawnik (Ortsvorsteherin), Günter Bach (Interessengemeinschaft), Marcel Werner (Dorfgarde im Möhnenverein) und Karl Heinz Will (Interessengemeinschaft). Foto: privat
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