Allgemeine Berichte | 19.10.2023

Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach – Meckenheim – Swisttal hatte zum Welthospiztag eingeladen

Ein Tag der Aufklärung und des Austauschs

Das Interesse war außerordentlich groß, und die Besucher in der Friedenskirche lauschten gespannt den Erklärungen von Prof. Dr. Lukas Radbruch zum Thema „Hospiz – wie geht das?“. Fotos: privat

Meckenheim. Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach – Meckenheim – Swisttal veranstaltete am 14. Oktober anlässlich des Welthospiztages verschiedene Vorträge in Meckenheim. Das Publikum in der Friedenskirche zeigte großes Interesse und hörte aufmerksam den Ausführungen von Prof. Dr. Lukas Radbruch zum Thema „Hospiz – wie geht das?“.

Prof. Radbruch betonte, dass die Hospizarbeit den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit berücksichtigt – körperlich, emotional, sozial und spirituell. In der palliativen Versorgung sei es von besonderer Bedeutung, eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Arzt und Patient herzustellen. Der Fokus liege darauf, wie der Patient selbst behandelt werden möchte.

Barbara Utz, Vorstandsvorsitzende der Telefonseelsorge Bonn/Rhein-Sieg e.V., sprach über das Teilen von Sorgen. Sie erklärte, dass sich die thematischen Schwerpunkte in 50 Jahren Telefonseelsorge kaum verändert haben. Neben Telefongesprächen werden mittlerweile auch Mail-Kontakte angeboten. Ein Chat-Angebot ist für das nächste Jahr geplant. Die Telefonseelsorge wird von der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und beiden christlichen Kirchen finanziert und führt wichtige Arbeit im Bereich der Suizidprävention durch.

Nach einer kurzen Pause stellte Nicole Katlein vom „Buchladen“ am Neuen Markt aktuelle Literatur zum Thema „Sterben und Tod“ vor. Es entstand eine lebhafte Diskussion über verschiedene Buchtitel und den angemessenen Umgang mit dem Thema Tod im Kinder- und Jugendbuchbereich.

Bettina Muermann, ehrenamtliche Sterbebegleiterin, gab anschließend „Einblicke in die Praxis“. Sie betonte, dass die Begleitenden sich kontinuierlich weiterbilden und Supervision in Anspruch nehmen, um auch in schwierigen Situationen unterstützend wirken zu können. Die Ausbildung für Sterbebegleiter dauert etwa 100 Stunden und erstreckt sich über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren. Die Veranstaltung fand ihren Abschluss in den Worten von Pfarrer und Superintendent i.R. Mathias Mölleken. Er dankte allen ehrenamtlichen Helfern und zog einen gedanklichen Bogen von den Zielen der Hospizarbeit bis zum gemeinsamen Weg. Christine von Gadow vom „Team Meckenheim“ der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. bedankte sich herzlich bei allen Referenten.

BA

Frau Barbara Utz, die Vorstandsvorsitzende des Telefonseelsorge Bonn/Rhein-Sieg e.V., sprach zum Thema „Sorgen kann man teilen“.

Frau Barbara Utz, die Vorstandsvorsitzende des Telefonseelsorge Bonn/Rhein-Sieg e.V., sprach zum Thema „Sorgen kann man teilen“.

Im Anschluss an einen kleinen Imbiss stellte Frau Nicole Katlein vom „Buchladen“ am Neuen Markt zahlreiche aktuelle Bücher zum Thema „Sterben und Tod“ vor.

Im Anschluss an einen kleinen Imbiss stellte Frau Nicole Katlein vom „Buchladen“ am Neuen Markt zahlreiche aktuelle Bücher zum Thema „Sterben und Tod“ vor.

Das Interesse war außerordentlich groß, und die Besucher in der Friedenskirche lauschten gespannt den Erklärungen von Prof. Dr. Lukas Radbruch zum Thema „Hospiz – wie geht das?“. Fotos: privat

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