Swisttaler Schulen und Kindergärten feiern St. Martin
Ein „Tag des Schenkens“ im Zeichen des Heiligen
Swisttal. Mit ihren selbst gebastelten Laternen ziehen in diesen Tagen wieder die Kindergartenkinder sowie die Schulkinder in Swisttal durch ihre Heimatorte. Mit Liedern wie „Martin war ein frommer Mann“, „Laterne, Laterne“ oder gar in Mundart mit „Dä hellge Zenter Mätes“ gedenken sie des römischen Legionärs im vierten Jahrhundert, der der Legende nach in einer kalten Winternacht seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben und später Bischof von Tours geworden sein soll.
In Ludendorf stieg Dirk Lüssem, Präsident der „Ludendorfer Jonge“, bereits zum 18. Mal auf das Pferd, um den Martinsumzug anzuführen. Der 15-jährige Wallach Doc vom Reitsportverein Heimerzheim war brav und ließ sich weder von den Fackeln tragenden Männern der Löschgruppe Ludendorf unter ihrem Leiter Christian Klein noch von den Musikern der Stadtgarde Rheinbach irritieren. Nach dem Umzug las Dirk Lüssem dann am Martinsfeuer den Kindern die wundersame Geschichte des heiligen Mannes von Tours noch einmal vor, und natürlich wurden auch gemeinsam von Jung und Alt die bekanntesten Martinslieder gesungen.
Das Martinsfest hat in Ludendorf aber seine ganz eigene Tradition. So treffen sich Kinder und Eltern vor dem Umzug in der Pfarrkirche, wo Pater Friede eine „Vorbereitungsfeier“ auf St. Martin zelebrierte. Zudem ist dort das Martinsfest ein Tag des Schenkens. Nach dem Martinsumzug und dem Martinsfeuer bekommt jedes Kind im Dorfhaus neben dem Martinswecken bei einer Verlosung ein kleines Geschenk und auch für die Großen gibt es eine Tombola. Anschließend sitzt man dann im Dorfhaus noch gemütlich zusammen.
