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Kreisentscheid beim bundesweit durchgeführten Vorlesewettbewerb im Rheinbacher Stadttheater

„Ein Vorlesewettbewerb, wie er vor dem Buche steht“

Victoria Schaay vom Rheinbacher Sankt-Joseph-Gymnasium gewinnt; Bezirksentscheid am 19. April

„Ein Vorlesewettbewerb, wie er vor dem Buche steht“

Gruppenbild mit Jury und Team beim Finale. Foto: Ursula Peters

13.02.2018 - 11:36

Rheinbach. Beim Kreisentscheid des vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels bundesweit durchgeführten Vorlesewettbewerbs im Rheinbacher Stadttheater setzen sich die beiden Rheinbacherinnen Victoria Schaay und Lara Volkmer als Gruppenerste unter 19 Teilnehmern aus Bornheim, Bad Honnef, Hennef, Königswinter, Meckenheim und Windeck an die Spitze ihrer Gruppen. Victoria darf als Punktbeste am 19. April den Rhein-Sieg-Kreis I beim Bezirksentscheid vertreten.

Die insgesamt 500 meist jungen Besucher in der Aula des städtischen Gymnasiums (Stadttheater) staunten nicht schlecht: Sie blickten auf ein senkrecht stehendes, aufgeschlagenes Riesenbuch, das, zwei beschriebenen Felswänden gleich, den Hintergrund der Bühne vollständig einnahm. Ein Team des lokalen Mitveranstalters Rheinbach liest e.V. hatte erstmals das neue Bühnenobjekt aufgebaut, das als Schenkung der Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“ jüngst in der Glasstadt angeliefert wurde. Angeleuchtet und von Buchhändler Christoph Ahrweiler mit den vorbereiteten Powerpoint-Präsentationen bespielt, bildete das 3,50 Meter hohe Buch eine treffliche Kulisse. Moderator Julius Esser entdeckte nach den Begrüßungsworten des Hausherrn, SGR-Schulleiter Stefan Schwarzer, die Silhouette seiner schon „vermissten“ Co-Moderatorin Sarah Kersting lesend im Riesenbuch sitzend – ein Auftakt nach Maß.


Buchvorstellungen in zwangloser Atmosphäre


Eine so große Bühne, die kann einem schon Lampenfieber bereiten. Deswegen wurden die Sechstklässler in kleinen Gruppen zwanglos auf Turnkästen platziert und zu den mitgebrachten Büchern befragt. Die Teilnehmer, allesamt Sieger an ihren Schulen, hatten jeweils eine etwa dreiminütige Stelle aus einem Jugendbuch vorbereitet.

Das Eis in Gruppe A brechen durfte Rebecca Bauer aus Meckenheim (KAG), die sehr souverän aus Cornelia Funkes „Drachenreiter“ vortrug. Im Feld waren auch drei Kinder aus Bornheim: Josua Krämer, Melissa Littau und Michel Marienfeld. Der Europa-Schüler Michel machte mit Margit Auers „Schule der magischen Tiere, Bd. 10“ in den Augen der Jury eine besonders gute Figur. Victoria Schaay vom Rheinbacher Sankt-Joseph-Gymnasium und Tom Warhonowicz (Gesamtschule Rheinbach) hatten beide zahlreiche Mitschüler mitgebracht. Victoria setzte mit einer beeindruckend eindringlichen Lesung aus Preußlers Krabat einen absoluten Glanzpunkt und schaffte es mit Tom („Hamish und die Weltenstopper“) und Michel unter die drei Gruppenersten. Die mussten sich dann an dem sogenannten „Fremdtext“ bewähren: „Mr. Mogleys Bücherjagd, Bd.1“. Am Ende lag Victoria vorne und stand als Finalistin fest.

Im Block der Gruppe B besetzten ebenfalls die Kinder aus dem linken Rhein-Sieg-Kreis die Spitzenplätze. Aus Bornheim traten an: Linn Altenbäumer, Lena Malucha und Paul Schultz. Linn (Ursulinenschule Hersel, Gymnasium) und Paul (Humboldt-Gymnasium) schafften es in die Runde des Fremdtextes („Feo und die Wölfe“). Hier kamen sie aber nicht an Lara Volkmer vom städtischen Gymnasium Rheinbach vorbei, die unter dem Jubel ihrer Mitschüler mit einem großartigen Vortrag aus Cornelia Funkes „Tintenherz“ den Grundstein für den Gruppensieg gesetzt hatte.


Finale mit Fremdtext


Abschließend durften Victoria und Lara bei einem weiteren Fremdtext („Eddy Stone und der Pirat in der Badewanne“) noch einmal ihr Können zeigen. Da das Kriterium ‚Textauswahl‘ naturgemäß wegfiel, konnte sich die sechsköpfige Jury hier auf die Beobachtung von Lesetechnik und Textgestaltung konzentrieren. Da stets nur eine Teilnehmerin für die nächste Wettbewerbsrunde gemeldet werden kann, musste die Jury, besetzt mit Leseexperten aus dem ganzen Kreis, aufgrund des Gesamteindrucks zu einer Entscheidung kommen. Die Spannung war mit Händen zu greifen. Am Ende verkündete der ehemalige Direktor der VHS Meckenheim-Rheinbach-Swisttal, Karl Hempel (Juryvorsitzender), nachdem er in treffenden Worten den Mut aller Teilnehmer gelobt hatte: „Die neue Kreissiegerin heißt Victoria Schaay.“


Glückliche Gewinnerin


„Ich habe nicht damit gerechnet, nachdem ich bei Eddy Stone anfangs über das Wort ‚Cocoschokocrispys‘ gestolpert bin“, gab die Elfjährige zu und nahm froh die Glückwünsche von Lara und Tom entgegen, die sich gemeinsam mit ihr in der öffentlichen Bücherei St. Martin vorbereitet hatten.


Locker und witzig durch das Programm geführt


Der Wettbewerbs-Slogan lautet: „Denn die besten stories brauchen die besten Vorleser.“ Doch wenn es nur darum ginge, könnte der Wettbewerb auch im kleinen Kreis stattfinden. Moderator Julius Esser: „Den Kindern auf der Bühne und im Publikum mit dem Vorlesen ein tolles Erlebnis zu bereiten, in möglichst viele Köpfe zu kriegen, wie cool Bücher und Vorlesen sind - das war unser Ziel.“ Und seine Mitmoderatorin Sarah Kersting, die wie Esser auf der Bühne zuhause ist: „Es ist für Kinder wichtig, sich Herausforderungen zu stellen, und wenn man das dann auch noch im Bereich seiner Leidenschaft, in diesem Fall dem Lesen, tut, kann das nachhaltig wirken.“ Bei allem Wettbewerbsernst gelang es den beiden, wohltuend locker und witzig durch das Programm zu führen und aus dem überwiegend jungen Publikum alles an Beifall herauszuholen, was möglich war. Der Rheinbacher Gesamtschüler Tom Warhonowicz bestätigt die schöne Atmosphäre: „Ich hatte einen tollen, aufregenden Tag. Es hat viel Spaß gemacht.“

Victoria freut sie sich nun auf den Bezirksentscheid am 19. April, bei dem der Regierungsbezirk Köln zwei Vertreter für den NRW-Entscheid sucht. Weit wird es Victoria nicht haben. Die drei Veranstalter Buchhandlung Kayser, öffentliche Bücherei St. Martin und Rheinbach liest e.V. wurden vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels nämlich schon vor längerer Zeit um die Ausrichtung gebeten. Der geplante Ort ist diesmal die VPK-Aula und das Ereignis wird in das Rheinbacher Lesefest „Seitenknistern“ eingewoben.

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Kommentare
juergen mueller:
Na und. soll die Fähe Spargel fressen? Deutschland, ein Land der Dichter u. Denker (wäre wünschenswert) u.ein Meister in der Vergabe von Titeln. Großkarnivorenbeauftragter (Karnivoren, so werden FLEISCHFRESSER - wie z.B. der Wolf bezeichnet). Was für ein Titel. Ohne seine (sogar genetische) Probeentnahme vom Kadaver des Reh`s wäre eine Laboranalyse vielleicht nicht möglich gewesen u. man hätte den bösen Wolf nicht als Wiederholungstäter ausfindig machen können. Denn das ist wichtig für die Analyse, dass er bzw. sie im gleichen Gebiet gerissen hat, was ja auch gleich auf sein Bleiben schließen lässt, was CDU-RÜDDEL gleich in seiner Beurteilung der Wolfslage bestärkt:"Gefährdungsstufe für Zweibeiner - Der/Die muss weg", denn das reicht schon aus, um von einem/r "auffälligen" Wolf/Wölfin auszugehen. Es kann auch nicht sein, dass u.U. jeden Monat ein Wild gerissen wird - März u.April hatten wir ja schon. Der erwünschte Informationsaustausch (wäre er denn immer so) kommt also in Gang.

„Ich werde nicht schweigen“

juergen mueller:
Herr Kirsch,Danke für Ihren Artikel u.Ihre Zivilcourage,die in unserer Gesellschaft nicht (mehr) selbstverständlich ist. Vielmehr werden solche Aktionen von der Bevölkerung nicht als problematisch angesehen,ebenso wie die Verkennung der Tatsache,dass aus vielerlei Gründen solche Aktionen (neben vielen anderen) eine Generation anspricht,die von Frust, Unlust, Arbeits-,/Perspektiv- u.Respektlosigkeit geprägt ist,was sich in sinn- u.intelligenzlosen Aktionen widerspiegelt bis hin zur Gewaltbereitschaft.Alles schon dagewesen.Darüber zu spekulieren,ob dies eine False Flag = Falsche Flagge-Aktion (wir sind immer noch in DEUTSCHLAND) irgendeines rechtspopulistischen Haufens war oder nicht,ist scheißegal.Tatsache ist,dass solche Vorfälle unterschätzt werden,von Zivilcourage (was ist das?) ganz zu schweigen.Lieber wegsehen,weghören,vielleicht aber doch tatenlos zusehen,den Gaffer spielen,Handyfotos machen oder sich in klas(sichen),spekulativen Äusserungen ergehen.RECHTS ist GEFÄHRLICH.

Die Stadt grün „gebombt“

juergen mueller:
Damit es jeder versteht - mit FAIR-TRADE ist "Fairer Handel" gemeint.Wir leben hier in Deutschland,deutsch ist unsere Muttersprache.Warum muss man sich meist nicht verstehend (vor allem ältere Menschen) zusehends immer mehr mit Bezeichnungen auf "englisch" abgeben?Hört sich vielleicht COOL an (viele fühlen sich dann auch so,obwohl sie nichts verstehen),ist aber trotzdem FUCK u.ich finde damit auch UNCOOL.In englischsprachigen Ländern käme niemand auf die Idee die eigene Sprache mit deutschem Vokabular zu versauen. Heute benötigt man schon zum alltäglichen Gebrauch ein Wörterbuch (beherrscht man Denglisch nicht).Bevor man also zum nächsten Info-Stand einlädt,erst einmal sich der deutschen Sprache erinnern,zumindest aber zu einem Übersetzen bereit sein.Und was heisst überhaupt grün bomben?Nur weil das Thema Insekten/Bienensterben aktuell ist u.man den Kahlschlag jahrzehntelang wissentlich übersehen u.nichts getan hat?Das ist sowas von UNCOOL.
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