Morenhoven sammelte für Swisttaler Tafel
Ein Wagen voller guter Gaben
Swisttal-Morenhoven. „Damit die ärmeren Leute auch ein wenig Weihnachten feiern können haben meine Eltern so einiges eingekauft“, erzählt die 13-jährige Maria, als sie zusammen mit ihrer neunjährigen Schwester Katrin einen Korb voller Lebensmittel im Bürgerhaus abgibt. Jetzt, so kurz vor 12 Uhr, zum Ende des Abgabetermins, ist es im Bürgerhaus etwas ruhiger geworden. „So zwischen 10 und 11 Uhr, da war hier richtig was los, uns ist bei der Annahme der Spenden richtig warm geworden“, erklärt Norbert Sauren, der Vorsitzende des Ortsausschusses. Michael Stetten, der 2. Vorsitzende und Richard Kuchem, Beisitzer und stellvertretender Kassenwart, schnaufen auch erst einmal durch, bevor das Fahrzeug von der Swisttaler Tafel aus Heimerzheim kommt, um alles abzuholen.
Die Swisttaler Tafel
Seit April 2007 gibt es die Swisttaler Tafel. Unter dem Motto „Wenn jeder gibt, was er hat …“ werden seitdem Lebensmittel gesammelt und jeden Dienstag und Freitag gegen ein geringes Entgelt an Bedürftige in der Kirchstraße 4, in Heimerzheim abgegeben. 500 Kunden sind im Bestand der Tafel, 73 fördernde Mitglieder und dazu 25 ehrenamtliche Helfer bewältigen diese Aufgabe. „Wir sind natürlich auf viele Spender angewiesen, die uns die noch verwendungsfähigen Lebensmittel überlassen und sie nicht einfach in einer Abfalltonne entsorgen“, erläuterte Jürgen Hein, der Erste Vorsitzende der Tafel, vor Kurzem bei einer REWE-Aktion in Heimerzheim.
Morenhoven hilft seit 2008
Bereits ein Jahr nach Gründung der Tafel startete die erste Sammelaktion in Morenhoven vor dem Weihnachtsfest 2008. „Zuerst wurden Lebensmittel hier noch schön verpackt abgegeben, aber jetzt raten wir davon ab, so kann man bei der Tafel in Heimerzheim die Lebensmittel besser sortieren und dann nach Wunsch der Kunden ausgeben“, weiß Norbert Sauren von den Anfängen zu berichten. Auf der Rückseite des Flyers zum Sankt Martinszug, der im Ort an alle Haushalte verteilt wird, ist der Spendenaufruf für die Tafel abgedruckt, verbunden mit Hinweisen, was so alles bei der Ausgabe in Heimerzheim gebraucht wird. Am besten sind Lebensmittel, die sich gut halten.
Alles, was sich lange hält
So sah dann auch nach 12 Uhr das „Warenlager“ im Bürgerhaus aus: Nudeln in allen Variationen, von Bandnudeln über Makkaroni bis zu Spaghetti, dann Haferflocken und Reis, Olivenöl, Zucker und Mehl, Würstchen in Gläsern und mehr als 50 Pakete Kaffee. Im Hinblick auf die nahen Festtage war auch Weihnachtsgebäck dabei, ob Aachener Printen, Kekse, Dominosteine oder Schokoladenweihnachtsmänner, über die sich sicher einige Kinder freuen werden. Für Kinder wurden auch Bücher, Spiele und CD’s abgegeben. Pünktlich kamen Willi Schmitz und Jakob Lepp mit dem Transporter der Tafel zum Bürgerhaus.
Wenn viele mitmachen
Die Ladekapazität reichte gerade aus, um darin alles zu verstauen. „So eine Aktion geht nur, und macht auch nur Sinn, wenn viele mitmachen. Aber hier in Morenhoven haben wir eine gute Ortsgemeinschaft, sehr viele unserer Einwohner engagieren sich, sei es bei der Kirmes, zu St. Martin oder hier bei der Spendenaktion für die Tafel. Der Vorstand des Ortsausschusses dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die zu diesem guten Ergebnis beigetragen haben. Damit werden wir sicher vielen Familien, aber auch Alleinstehenden, helfen, dass auch sie ein paar schöne Festtage haben.“
Die 13-jährige Maria hilft mit ihren Eltern und der Schwester.
