Allgemeine Berichte | 19.06.2015

Fronleichnam und Pfarrfest in Heimerzheim

Ein Weg, der zu den Menschen führt

Die Prozession führte zum Altar am Fronhof, der von den Pfadfindern gestaltet worden war. privat

Heimerzheim. Der 60. Tage nach Ostern ist im Kalender besonders gekennzeichnet, denn dieser Fronleichnamstag ist arbeitsfrei. Aber Hand aufs Herz, wer weiß denn noch warum. Das zusammengesetzte Wort „Fron“ und „Leichnam“ bedeutet Leib des Herrn. Für uns Christen ist Gott in der Gestalt des Brotes in unserer Mitte. So versammeln sich die Katholiken, um gemeinsam eine Messe zu feiern und den Leib des Herren durch die Straßen zu tragen. In Heimerzheim beginnt dieser Festtag mit einer Messe auf dem Schulhof der Swistbachschule. Bereits in den frühen Morgenstunden hatten die Bewohner der Goethestraße den Schulhof in ein Gotteshaus umgewandelt. Pater Marek hatte die Anwesenden aufgefordert, gemeinsam einen Weg zu gehen. Ein Weg, der zu den Menschen führt, die Hilfe benötigen. Passend zum Aufruf von Weihbischof Ansgar Puff, der die Bewohner des Asylbewerberheims in der Schützenstraße motivierte, sich bei Sorgen und Fragen an die Pfarrgemeinde zu wenden. Der Kirchenchor, unter der Leitung von Manuela Haupthoff, sang zum Sanktus das Segenslied "Gott mag segnen". Rodney Bambrich hatte die englische Version "May God schield me" geschrieben und in dem deutschen Text von Hartmut Handt wird die Vielfalt der Segenswünsche aufgezeigt. Die anschließende Prozession führte zum Altar am Fronhof, der von den Pfadfindern gestaltet worden war und weiter über die Kölner Straße zum Gottfried-Velten-Platz. Hier erwartet die Prozessionsteilnehmer ein Blütenteppich, der den Mittelpunkt dieses Festes, nämlich eine Monstranz mit dem Leib des Herren darstellt. Unter der Regie von Paul von Boeselager hatten die Familienmitglieder diesen Außenaltar bereitet. Nach dem abschließenden Segen in der Pfarrkirche Sankt Kunibert motivierte Pater Marek die Anwesenden ins Pfarrzentrum zu kommen, wo traditionell nach der Prozession das große Pfarrfest vorbereitet war. Ob es der gute Draht nach oben war, soll dahingestellt bleiben, aber das sonnige Wetter führte die Gäste erst einmal zur von den Schützen bewirteten Theke. Auch an der Grillstation wurden die Gäste bestens bewirtet. Ein großes Spielangebot sowie die Möglichkeit mit den Betreuern der Kindertagesstätte zu basteln, ließ bei den Kleinsten keine Langeweile aufkommen. Am Nachmittag platzte der Raum Sebastian im Pfarrzentrum aus allen Nähten, denn Pfarrer Michael Eschweiler motivierte die Anwesenden , gemeinsam rheinische Lieder zu singen. Im daneben liegenden gut gefüllten Café, bewirtet von der KFD, bereitete man sich auf die Darbietung des Jungen Chors vor. Die meisten Gäste hatten nicht mitbekommen, das währenddessen Weihbischof Ansgar Puff mit den Pfadfinder das Mottolied "Flinke Hände Flinke Füße" sang. Hier heißt es: “Kommt, lasst uns den Anfang machen. Wir probieren neue Sachen. Wir brauchen Mut und Fantasie, sonst verändern wir die Erde nie!“ Es bleibt abzuwarten, ob die Gemeindemitglieder des Seelsorgebereiches Swisttal nach der Visitation des Weibischofs entsprechen dieses Mottoliedes neue Impulse bekommen. Abschließend waren es Steffi Jakob und Tanja Jasper, die die Kleinsten mit dem Kasperlestück „Der Wurstbaum“ ins Land der Fantasie holten. Rainer Schmitz Vorsitzender des Pfarrausschusses bedankte sich bei allen, die einen Beitrag zum Gelingen des Festes geleistet hatten. Ein Teil des Erlöses dieses Festes ist für die Kinder im Kamerun bestimmt.

Die Prozession führte zum Altar am Fronhof, der von den Pfadfindern gestaltet worden war. Foto: privat

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