Die Weihnachts-Wunschliste der Tiere im Zoo Neuwied
Ein Wunschzettel der besonderen Art
Neuwied. Die Vorweihnachtszeit ist traditionell eine Zeit der Vorfreude, der Ruhe – und der Spendenaufrufe. Zahllose Wohltätigkeitsorganisationen rufen dazu auf, im Sinne der Nächstenliebe auch den weniger Privilegierten eine Freude zu machen. Doch in vielen Fällen bleibt die Frage, wieviel von dem gespendeten Geld auch wirklich bei hilfsbedürftigen Menschen, Tieren oder dem Naturschutz ankommt, und wieviel davon unterwegs für Marketing und Verwaltung abgezweigt wird: Einen direkten Effekt sieht man als Spender nicht. Hier setzt die „Tierische Wunschliste“ des Zoo Neuwied an: Auf dieser stehen große und kleine Wünsche der Tiere und der Tierpfleger, die als Sachspende gewünscht werden, sodass der Spender ganz genau weiß, was mit seiner Spende passiert und wem sie zu Gute kommt, und dies in vielen Fällen beim nächsten Zoobesuch sogar sehen kann.
„Anders als die meisten anderen deutschen Zoos ist der Zoo Neuwied nicht städtisch, sondern muss sich zum größten Teil selbst finanzieren. Der Zuschuss der öffentlichen Hand zum laufenden Betrieb liegt bei unter 8 Prozent, daher muss der sprichwörtliche Löwenanteil selbst aufgebracht werden, durch Eintrittsgelder und Spenden“, erklärt Zoodirektor Mirko Thiel. „Wie ein Privathaushalt auch, versuchen wir, die Energiekosten zu senken und vergleichen ständig die Preise für Lebensmittel, in unserem Fall das Futter. Das darf aber nicht auf Kosten der Qualität gehen, und es in den Tiergehegen einfach kühler zu machen, ist auch keine Option. Daher sparen wir, wie die meisten Menschen, an den Dingen, die nicht zwingend nötig sind, aber den Alltag der Tiere oder Mitarbeiter angenehmer und leichter gestalten.“
Solche „Nice-To-Haves“ sind beispielsweise Hängematten und Röhrenschaukel, Bälle und Seile, die zur abwechslungsreichen Beschäftigung der Tiere dienen. Pflanzen und Schlafhöhlen dagegen sind für die Strukturierung der Gehege eine große Bereicherung. Die Arbeit der Tierpfleger, Kuratoren und Tierärzte wird durch Hilfsmittel beim Tierfang, bei der Gehegegestaltung oder zur Überwachung von wichtigen Umgebungsfaktoren wie Temperatur und Lichtstärke erleichtert. Die Ausbildung der angehenden ZootierpflegerInnen profitiert von neuer Fachliteratur, und die Zooschule wünscht sich viel Anschauungsmaterial, das in der Umweltbildung für Schulklassenprogrammen oder Kindergeburtstage eingesetzt werden kann.
Und so einfach funktioniert’s: Auf der Startseite der Zoo-Homepage www.zooneuwied.de gibt es einen Button, der direkt zur Wunschliste führt. Dort einfach das Geschenk aussuchen, reservieren, Namen und Emailadresse angeben und den Wunsch unter dem angegebenen Link bestellen. Als Lieferadresse ist die Adresse des Zoo Neuwied (Waldstraße 160, 56566 Neuwied) anzugeben, die auch unter jedem Wunsch steht. Letzter Bestelltermin ist der 24. Dezember. Die Artikel der Wunschliste können selbstverständlich auch lokal im Einzelhandel gekauft werden können, statt online. In diesem Fall den Wunsch auf der Wunschliste trotzdem reservieren (damit er nicht mehrfach gekauft wird), lokal erwerben und im Zoo abgeben. So unterstützt man nicht nur den Zoo, sondern auch noch den lokalen Einzelhandel.
Um eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung zu erhalten, ist als Rechnungsadresse für das Geschenk die Adresse des Schenkers einzutragen. Eine Kopie dieser Rechnung bitte mit Angabe der Adresse des Schenkers an den Zoo Neuwied schicken.
Pressemitteilung
Zoo Neuwied
Auf der Wunschliste stehen beispielsweise Hängematten und Röhrenschaukel, Bälle und Seile, die zur abwechslungsreichen Beschäftigung der Tiere dienen.
Auch die Tiere im Zoo Neuwied wünschen sich etwas zu Weihnachten. Fotos: Franziska Waked