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Ortsgemeinde Waldorf erhält Heine-Jundi-Preis: Auszeichnung im Rahmen der Senioren-Weihnachtsfeier überreicht

„Ein Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit“

„Ein Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit“

13.12.2016 - 09:25

Waldorf. Die Verbandsgemeinde Bad Breisig hat sich 2005 dazu entschlossen, einen Preis für besondere Verdienste rund um das Thema Umwelt an engagierte Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde zu verleihen.

Benannt wurde dieser Preis nach der am 14. März 2011 in Brohl-Lützing verstorbenen Künstlerin Eleonore Heine-Jundi, die durch ihre Baumgemälde sowie als Jurymitglied des internationalen Kuratoriums „Baum des Jahres“ große Bekanntheit erlangte.

Der Preis würdigt nicht nur das künstlerische Wirken der Malerin, sondern vor allem auch ihren unermüdlichen Einsatz für die Natur, Umwelt – und, wie sie es zu sagen pflegte – für die „Mitwelt“. Zur „Mitwelt“ zählen insbesondere die Gemeinschaft und deren soziales Miteinander. In diesem Jahr ging der mit 500,00 Euro dotierte Preis daher auch zu Recht an die Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde Waldorf, die für ihr beispielloses Engagement bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen belohnt wurden.


Laudation von Bürgermeister Bernd Weidenbach


Dies stellte Bürgermeister Bernd Weidenbach bei seiner Laudatio anlässlich der Verleihung des Heine-Jundi-Preises 2016 in der Waldorfer Vinxtbachhalle zutreffend fest. Die Ortsgemeinde Waldorf habe sich mit Herz und Seele einer zentralen Aufgabe gewidmet, nämlich der Aufnahme und Integration der Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung geflohen sind. Seit 2014 habe die Ortsgemeinde insgesamt 15 geflüchtete und asylsuchende junge Männer aus Eritrea aufgenommen, die an Leib und Leben bedroht waren und das Schlimmste erlebt haben. Dies sei eine große Herausforderung gewesen. „Doch die Waldorferinnen und Waldorfer haben diese vorbildlich und insbesondere menschlich und herzlich bewältigt“, stellte Weidenbach fest. „Gemeinsam wurde eine Willkommenskultur entwickelt, die diesen Namen wirklich verdient und dafür verdient die Ortsgemeinde größten Dank und Anerkennung.“

Zur Willkommenskultur gehöre auch eine Integrationskultur. Eben diese Verantwortung habe die Ortsgemeinde sehr ernst genommen und dafür gesorgt, dass sich die Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat zurechtfinden, dass sie Lern- und Arbeitsmöglichkeiten erhalten und ihre Stärken in die Gemeinschaft einbringen können. Integration könne nur gelingen, wenn sie im Alltag gelebt wird. „Und genau das geschieht in Waldorf auf eine ganz bewundernswerte und beispiellose Art und Weise, die auch überregional Anerkennung findet“, lobte Weidenbach die Arbeit der Ortsgemeinde. „Die Verleihung des Heine-Jundi-Preises 2016 an die Ortsgemeinde Waldorf soll ein Zeichen für Toleranz, Menschlichkeit und Zusammenarbeit in der Verbandsgemeinde Bad Breisig setzen“, so Weidenbach. Als äußeres Zeichen dieser Auszeichnung will man im kommenden Frühjahr einen „Freundschaftsbaum“ pflanzen.


„Ein ganz besonderer Preis“


Auch Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch war voll des Lobes. „Der Heine-Jundi-Preis 2016 ist ein ganz besonderer Preis, der auch Außenwirkung hat. Er steht als Beispiel für Toleranz und Integration“, stellte der Kreisbeigeordnete fest. Er erinnerte an einen Bibelauszug: Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen, ich war nackt und ihr habt mich bekleidet! „Sie haben mit Ihrer Arbeit ein Beispiel gegeben“, erklärte Münch und überreicht neben einem Glückwunschschreiben auch eine finanzielle Unterstützung.

Dankend nahm Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten die Auszeichnung für die Ortsgemeinde entgegen, wobei er besonders der Jury für ihre Entscheidung dankte und den Dank der Ortsgemeinde Waldorf an diejenigen weitergab, die sich besonders intensiv um die „Neubürger“ kümmerten. WK

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Georg Schäfer:
@Marion Morassi: Nach der Wende wurde die Berliner Clara-Zetkin-Straße nicht um-, sondern lediglich rückbenannt. Man hat den fürchterlichen Unsinn der SED-Machthaber korrigert, einer traditionsreichen Straße im Herzen Berlins aus ideologischen Gründen ein neues Etikett anzukleben. Im Übrigen haben die beiden Vorkommentatoren ja nicht gesagt, dass Umbenennungen generell nicht möglich/zulässig seien. Sondern, dass sie im Fall der Straßen, die den Namen von Städten der ehemaligen deutschen Ostgebiete, nicht sinnvoll sind.
Georg Schäfer:
Völliger Stuß. Danzig, Breslau, Tilsit & Co. sind Jahrhunderte alt und haben ihre Namen schon lange vor dem Nationalsozialismus getragen. Im Übrigen gibt es auch deutsche Namen für Städte, die noch nie zu Deutschland gehört haben (z.B. "Mailand" für Milano, "Athen" für Athinas oder "Moskau" für Moskwa. Umgekehrte machen es die anderen mit deutschen Städten ja genauso (Munich, Francoforte, Dráždany ...). Wo bitteschön soll also das Problem sein? Was will der Mann? Die Erinnerung an die deutsche Geschichte Breslaus auslöschen und so tun, als ob es von jeher ein polnische Stadt gewesen wäre?
juergen mueller:
Liebe Frau Morassi, müssen Sie auch nicht, denn ich habe damit überhaupt kein Problem. Im Grunde genommen ist mir jeder Strassenname wurscht, Hauptsache, ich komme dahin, wo ich hin will. Was mir nicht wurscht ist, ist, wie penetrant einerseits manche Volksvertreter darauf bedacht sind, Dinge auszulöschen, die uns auf irgeneine Art u. Weise mit dem Nationalsozialismus, somit unserer Vergangenheit, in Verbindung bringen - andererseits aber wortstark dafür plädieren, dass wir diese Zeit mit ihren Greueltaten nie aus unserem Gedächtnis streichen dürfen. Gibt es nicht wichtigeres? Doch gibt es, scheint nur noch nicht bei jedem angekommen zu sein. Im übrigen, diese braune Vergangenheit ist nicht nur durch Strassenschilder präsent, sondern vor allem durch politische Institutionen auf zwei Beinen, um deren Austausch man sich Sorgen machen sollte. Das beschäftigt die Mehrheit der Menschen - keine Strassenschilder.
juergen mueller:
Den Sinn und Zweck dieser Sommerreise verstehe ich trotzdem nicht.Braucht es eine Rundreise,um die Probleme,mit denen Menschen im Hartz-IV-Bezug konfrontiert sind u.werden, kennenzulernen? Was den Behördendschungel u.unsere schwerfällige,sich immer nur an Vorschriften klammernde Bürokratie angeht,so müsste diese Ihnen,Frau Köbberling,wie mir auch,bekannt sein,ebenso wie die anderen Probleme,mit denen diese Menschen zu kämpfen haben.Ebenso das jahrzehntelang wissentlich vernachlässigte Problem von bezahlbarem Wohnraum/Sozialwohnungen.Und wie es Menschen geht,die von Hartz-IV leben (müssen),ganz einfach, leben Sie,Frau Köbberling einmal einen Monat davon,dann wissen Sie es.Wenn Sie allerdings diese PROBLEME bisher nicht kannten (bei all der Popularität,die diese im immerwährenden Zeitenwandel einnehmen),dann weiss ich nicht,für was Sie sich überhaupt interessieren.Dieses ewige "sich kümmern-sich dafür einsetzen-Unterstützung zusagen" ist reiner politischer Wortnebel u.nichts wert.
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