Weltgebetstag von Frauen: „Informiert beten, betend handeln“
Ein Zeichen für Gastfreundschaft und Miteinander
Am Freitag, 6. März
Niederzissen. Seit über 130 Jahren engagieren sich Frauen am 1. Freitag im März in 113 Sprachen aus über 100 Ländern rund um den Globus mit ökumenischen Gottesdiensten für die Rechte, Gerechtigkeit und Frieden von Frauen. Mit dieser weltweiten starken Bewegung am gleichen Tag auf allen Kontinenten erreichen die Frauen mehr als 2 Millionen Menschen verschiedener Konfessionen und Herkünfte, die mit ihren Spenden, Kräften und Gebeten weltweit Frauen und Mädchen mit solidarischen Projekten auf Augenhöhe unterstützen. Der Weltgebetstag von Frauen weitet den Blick, macht neugierig auf Leben und Gauben in anderen Ländern und Kulturen und bildet ein weltweites Netzwerk mit engen Kontakten, sodass sich auch Frauen aus Ländern mit größter Unterdrückung trauen, mit dem Motto: „Informiert beten, betend handeln- Global denken und handeln“ lokal und dann im Verbund organisieren.
Bei allen allgemeinen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt sind Frauen und Mädchen immer noch mehr als Männer besonders von Armut und Gewalt selbst in der „zivilisierten“ Welt betroffen. Gerade deshalb ist es umso erstaunlicher, mit wie viel Zuversicht, Hoffnung und Stärke sich jedes Jahr Frauen in einem weiteren Schwerpunktland finden, die ihr Land mit der Schönheit, den kulturellen Schätzen aber auch der Umweltzerstörung, der Gewalt und den ungerechten Wirtschaftsstrukturen in Texten, Liedern, Gebeten stolz vorstellen. Von den Frauen, die niemals aufgeben, die den Samen der Gerechtigkeit, des Miteinanders freudig aufgehen lassen, lassen sich weltweit anhand der Gottesdienstordnung für eine fairere Welt beim aktiven und kreativen Mitmachen am 1. Freitag im März begeistern und ermutigen. Das Gastland entführt in ihre Naturparadiese und zu ihren freudigen, powervollen gastfreundschaftlichen, lachenden Frauen und Menschen. Wenn überall auf der Welt diese Frauen zu 50 Prozen in den Machtstrukturen säßen, kämen nachhaltigere, weniger gewalttätige, mitmenschlichere, solidarischere Lebensweisen oder Entscheidungen hervor.
Dieses Jahr 2020 ist das afrikanisch christliche Simbabwe das ausführende Land mit dem Motto „Steh auf und geh“. Die frühere englische Kolonie Süd-Rhodesien als Kornkammer Afrikas hat sich unter der Mugabe-Diktatur nicht nur wirtschaftlich durch Korruption, verfehlte Reformen vom Währungsfonds und Ethnienkriege ruiniert. Nach dem Wirbelsturm und der Dürre droht jetzt in ganz südlich-Afrika die größte Wasser- und Hungerkatastrophe. Außer der Ermächtigung der Frauen setzt sich dieser Weltgebetstag für den deutschen Schuldenerlass mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung ein: Schulden sollen in Gesundheit umgewandelt werden.
Alle sind eingeladen, die Ermächtigung der Frauen und die Solidarität mit den Menschen in Simbabwe in Niederzissen am 6. März in der Germanuskirche um 17 Uhr mit anschließendem Imbiss zu feiern.
