Brey feierte die St. Margaretha Kirmes
Ein ausgelassenes Fest für die ganze Familie
Das ganze Dorf kam zusammen, um ausgelassen zu feiern
Brey. Für Dr. Manfred Bier war es die erste Breyer Kirmes, die er als Ortsbürgermeister eröffnen durfte. Er hatte nach vielen Jahren Hans Dieter Gassen abgelöst. Die Breyer Bürger und Bürgerinnen waren trotz der Sommerferien zahlreich gekommen, um das Aufstellen des Baumes mit zu erleben und anschließend zu feiern.
Die Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Brey zeigten wieder einmal, dass sie Übung in der Bewerkstelligung dieser Aufgabe haben. In kurzer Zeit stand der geschmückte Baum an seinem angestammten Platz, ragte vor der Kulisse des Kirmesplatzes in den Himmel. Hinter ihm waren Fahrgeschäfte und bunte Stände zu sehen, sie verhießen viel Spaß und Amüsement.
Der Bürgermeister erzählte Wissenswertes über die Kirmes
Bevor der Bürgermeister seine „ausdrückliche Erlaubnis zum Feiern“ verkündete, ließ er die Gäste an Wissenswertem über die Kirmes allgemein teilhaben. Er bekannte, dies gegoogelt zu haben: „Kaiser Konstantin der Große (306 bis 337) machte das Christentum zur Staatsreligion.“ Dr. Bier erklärte, das Wort Kirmes entstand aus Kirchweihfest, das wiederum zur Kirchmess wurde und schließlich zur Kirmes. „Ursprünglich war die Kirmes seit dem 9. Jahrhundert ein Fest zum Gedenken an die Einweihung der Dorfkirche. Das ganze Dorf kam zusammen, um ausgelassen zu feiern, zu tanzen und gemeinsam zu essen. Niemand arbeitete während der Kirchmess. Für die Bauern waren es die einzigen freien Tage“, erläuterte er. Keine Frage, dass die Breyer kein Problem damit hatten, es den Ahnen gleich zu tun!
Der Bürgermeister führte weiter aus: „Es war ein Fest für die ganze Familie. Die Verwandtschaft kündigte sich an, die Stuben wurden herausgeputzt. Und im 18. Jahrhundert war es sogar üblich, ganze Häuserfassaden zu streichen. Für junge heiratswillige Menschen war die Kirmes eine willkommene Gelegenheit, einen geeigneten Partner kennenzulernen.“
Wer möchte leugnen, dass bei Festen auch heute noch neue Bekanntschaften entstehen, ebenso das Verwandte zum Mitfeiern zu Besuch kommen! Passt alles, bis auf das Streichen der Fassaden, in die heutige Zeit. Dafür schmücken bunte Fahnen das ganze Dorf. Das Traditionsfest gelingt nur mit dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen. Deshalb galt der besondere Dank des Ortsbürgermeisters dem Kirmes-Orga-Team und allen, die sich engagiert hatten. Sechzig Personen waren im Einsatz, um den Gästen an drei Tagen ein tolles Programm zu bieten.
Ein buntes Programm verwöhnte die Besucher
Dieser Kirmestag begann mit einem Puppenspiel in der Grundschule. Dort lauschten große und kleine Kinder den Abenteuern des „Kasperl in Platschanien“. Nach der offiziellen Eröffnung hatten die Kinder die Gelegenheit, beim Luftballon-Wettfliegen mitzumachen. Mit einem Platzkonzert sorgte die „Concordia Rhens“ für die musikalische Stimmung. Dann wurde der Bacchus Keller eröffnet, und wie in jedem Jahr konnten vor seiner Tür ein Gemälde und schmückende Blumenarrangements bewundert werden. Kurz bevor das Abendprogramm in der Rolandhalle startete, öffnete auch die Cocktailbar. Als erster sorgte DJ Johnny Heart für musikalische Unterhaltung, ihn löste der artistische Comedian Jens Ohle aus Hamburg ab, und es hieß „It’s Showtime“.
Bei der anschließenden Disco mit DJ Johnny Heart, wurde bis in die späte Nacht getanzt und gefeiert.
Manch einer musste sich am nächsten Morgen den Schlaf aus den Augen reiben, denn früh begann die traditionelle Messe in der Filialkirche St. Margaretha. Ihr schloss sich ein Frühschoppen im Gasthaus „Rheingold“ an. Gegen Mittag nutzten die Besucher und Besucherinnen die Gelegenheit zum Kirmesessen, sowie zum Genuss von Getränken und Cocktails. Gemütlich saßen sie vor der Rolandhalle zusammen, während auf dem Kirmesplatz ein buntes Treiben startete. Denn für die Kinder standen Freifahrten zur Verfügung. Außerdem war auch an diesem Tag das Wettfliegen der Luftballons möglich, und Kasperle hatte wieder einen Auftritt in der Grundschule. Kaffee, Kuchen und frisch gebackene Waffeln waren im Kirmes Café im Angebot.
Feierlich begann der Kirmesmontag mit einem Dankamt in St. Margaretha, bei dem der Breyer MGV „Eintracht“ mitwirkte. Dieser und der Kirchenchor „Cäcilia“ gestalteten den anschließenden traditionellen Frühschoppen in der Rolandhalle mit, bei dem auch Krämers Karl aus Lahnstein – der Mann mit der Fleischworscht – Spaß und gute Laune verbreitete. Nebenbei hatten die Gäste die Gelegenheit bei der großen Tombola attraktive Preise zu gewinnen. Während die Kinder wieder mit Freifahrten verwöhnt wurden, konnten sich die Kirmesbesucher/innen ihrem leiblichen Wohl widmen.
Und es war drei Tage lang so, wie vom Ortsbürgermeister erzählt: „Das ganze Dorf kam zusammen, um ausgelassen zu feiern, zu tanzen und gemeinsam zu essen!“ EP
Ortsbürgermeister Dr. Manfred Bier ließ die Gäste an Wissenswertem über die Kirmes allgemein teilhaben.
Groß und Klein hatten Spaß beim bunten Kirmestreiben.
