Zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach
Ein bemerkenswertes Konzert
Swisttal-Buschhoven. Standen Werke von Carl Philipp Emanuel Bach auch im Mittelpunkt des Konzertes in der Versöhnungskirche, so spielten Ulrike Friedrich-Nickenig und Wolfgang Mader auf ihren Traversflöten sowie Johannes Geffert auf dem Cembalo zunächst die Sonata I G Dur von Karl Friedrich Abel (1723 - 1787), einem Zeitgenossen Bachs. Auch das zweite Werk, die Kantate zum 3. Advent von Georg Philipp Telemann (1681 - 1767), einem Taufpaten des zweitältesten (lebenden) Sohnes des großen Johann Sebastian Bach, führte zum Werk des „Geburtstagskindes“ hin. Carl Philipp Emanuel Bach, am 14. März 1714 in Weimar geboren, am 14.12.1788 in Hamburg gestorben, hatte es sicher nicht leicht als Musiker aus dem Schatten seines Vaters, des Kantors der Leipziger Thomaskirche, herauszuwachsen. So studierte er auch zunächst Juristerei, bevor er sich dann endgültig der Musik, d.h. dem Komponieren zuwandte. Vernichtete er noch einige Frühwerke, da er mit ihnen nicht zufrieden war, so wurde er doch der berühmteste Bachsohn, der zu seinen Lebzeiten teilweise bekannter war als sein Vater. Aus seinem umfangreichen Werk hatten die Musiker zunächst drei charakteristische Stücke über Personen der Berliner Gesellschaft ausgewählt, La Buchholtz, La Gleim und L’August. Dazu die Sonate D Dur Wotq 83, die Sonate G Moll sowie die Sonate G Dur. Die Liedpassagen sang Ariane von der Heyden-Karas.
Der 300. Geburtstag dieses Komponisten und Kirchenmusikers war nun ein guter Anlass, auch für den Kirchbauverein der Versöhnungskirche, das Konzert dem „Geburtstagskind“ zu widmen. Wohl mehr als 150 Besucher waren gekommen, die Kirche war bis auf den letzten Notstuhl besetzt.
Beendet wurde das Konzert mit der Kantate zum Sonntag „Ich will mich meiner Herde selbst annehmen …“ von Johann Wendelin Glaser (1713 - 1783), ebenfalls ein Zeitgenosse von Carl Philipp Emanuel Bach. Der Eintritt für das Konzert war frei, der Vorsitzende des Kirchbauvereins, Lothar Kirschbauer, bat aber um Spenden für die dringenden Sanierungsarbeiten an der Versöhnungskirche. Nach dem Konzert trafen sich im Melanchthonhaus noch viele der Besucher zu einem kleinen Imbiss mit Getränken und interessanten Gesprächen.
