Kirchenkonzert „Laetare – Freuet euch“
Ein besonderer Musikgenuss
Klassisches mit Marion Oswald und Franziska Schacht begeisterte
Cochem. Über ein großes Besucherinteresse konnten sich zum Konzert am Sonntag in der Martinskirche sowohl Gastgeber Pfarrer Markus Arndt, als auch die beiden Künstlerinnen Marion Oswald und Franziska Schacht freuen. Während die Cochemer Dekanatskantorin Oswald der Kirchenorgel wunderschöne Töne entlockte, brillierte Schacht bei dem vorzüglichen Einsatz ihrer Altstimme. Die Sängerin wurde in Mecklenburg geboren und studierte in Leipzig. Bei einem Studium in Paris und Köln erreichte sie den finalen Abschluss ihrer musikalischen Studien und gewann in der Folge unter anderem den ersten Preis beim Gesangswettbewerb in Vaals/Niederlanden. Auch kann die junge Sängerin bereits auf eine rege Konzerttätigkeit zurückblicken.
Im trefflichen Duett mit der Kantorin wurde dann zum 4. Fastensonntag unter dem Oster-Motto „Laetare - Freuet euch“ ein klassisches Konzert geboten, das sich als klangvolles Hörerlebnis der Spitzenklasse offenbarte. Mit dem Präludium in C von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1948) und dem Präludium in G von Johann Gottlieb Vierling (1750-1813) eröffnete Marion Oswald das Konzert, bevor bei „Sei Stille dem Herrn“ aus dem „Elias“, op. 70 (Felix Mendelssohn-Bartholdy) erstmals die hervorragende Altstimme von Franziska Schacht zum Einsatz kam. Melodisch, weich und dennoch klar artikuliert beeindruckte sie dabei das Publikum, das sich in der Folge an „Biblischen Liedern“ op. 99, Nr. 4 und 6 von Antonin Dvorák erfreuen durfte.
Diesem folgte ein Orgel-Solo von Marion Oswald. Dabei brachte sie die Sonate A-Dur, op. 65,3, Con moto maesto/Andante tranquillo trefflich zu Gehör. „Die bittre Leidenszeit beginnet“ aus „Schemelli's Gesangbuch“ nach Johann Sebastian Bach (1685-1750) erklang als nächstes im Duett durchs Gotteshaus, bevor sich die beiden Künstlerinnen „Von den Stricken meiner Sünden“ aus der Johannespassion vom gleichen Komponisten widmeten.
Es folgte im Alleinspiel von der Kantorin die Triosonate c-Moll, 1. Satz: Vivace ebenfalls von J.S. Bach. Danach stimmte Schacht bei „Es ward verschmähet“ aus Messias von Georg Friedrich Händel (1685-1759) wieder ins Konzertgeschehen mit ein. Danach brachten die beiden Aktiven mit der Triosonate c-Moll, 2. Satz: Largo, „Es weidet meine Herde“ (Messias) und der Triosonate c-Moll, 3. Satz: Allegro, weitere echte Klassiker von Bach und Händel zu Gehör, bevor sie sich Peter Cornelius (1824-1874) mit seinem „Vater unser, der du bist im Himmel“ aus „9 geistliche Lieder, op. 2,1, zuwandten. Absolut herausragend dann auch das „Agnus Dei“ aus der „Missa in Simplicitate“ nach Jean Langlais (1907-1991) sowie die abschließenden gemeinsamen Verse „Ich bin des Herrn“ aus „6 religiöse Gesänge“ op. 157,2 von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901).
