Allgemeine Berichte | 20.06.2017

Moddersprochpreis geht in diesem Jahr an Marlis Weiß

Ein echtes Schängelche

Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Eröffnung des Königsbacher Altstadtfestes am 30. Juni

Preisträgerin Marlis Weiß. privat

Koblenz. Die neue Preisträgerin des Moddersprooch-Preises heißt , ein im wahrsten Sinne des Wortes echtes Schängelche. In Ehrenbreitstein aufgewachsen und zur Schule gegangen, verbrachte sie ihre spätere Kindheit in Koblenz, auf dem Oberwerth. Sie sagt selbst, dass sie heute noch in Erinnerung habe, wie sehr sie und ihre Mutter dicke Tränen vergossen haben, als sie das Dahl verlassen haben. „Emmer dä Helfenstein vor Aue, on dann en dat Musikervertel.“

Doch die netten Nachbarn, die weiteren Schulbesuche in Koblenz und ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung Koblenz ließen sie den Schmerz vergessen. Als wichtigsten Einschnitt in ihrem Leben bezeichnet die Preisträgerin die Geburt ihrer Söhne Marcus und Andreas, denen sie sich in ihren ersten Lebensjahren ganz gewidmet hat.

Das Rathaus ließ sie nicht los

Als die junge Mutter, quirlig und lebensfroh, wieder ins Berufsleben einsteigen wollte, machte sie neben der Verwaltungsausbildung eine weitere erfolgreiche zur Bürokauffrau. Doch das Rathaus ließ sie nicht los, und so holte sie der damalige Landtagsabgeordnete Heinz Sondermann unter seine „Fittische“, um mit ihr das Fraktionsbüro aufzubauen. „Eine nicht leichte, aber spannende Zeit für mich“, sagte Marlis heute dazu, „zumal ich meine Söhne mittlerweile alleine großziehen musste. Doch einige Jahre später gab es den zweiten großen Glücksfall in meinem Leben, ich lernte meinen Bert kennen, bis heute ein Juwel an meiner Seite!“

Im Fraktionsbüro schnupperte sie zum ersten Mal in die Politik. Und so war es nicht verwunderlich, dass sie dann den damaligen neuen Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann als seine Assistentin begleitete.

Im Karneval aktiv

Hier kam die Preisträgerin dann in besonderer Weise auch mit dem Karneval in Berührung, war beim Prinzenempfang im Rathaus der gute Geist im Hintergrund, und sie lernte vor allem die GKKG und deren Funktionsträger kennen.

In diesen Zeiten suchte die Dähler Narrenzunft dringend einen neuen Vorstand, und Marlis wurde zur Präsidentin gewählt. Mit Herz und Verstand gelang es ihr, den Verein sieben Jahre lang zu prägen, und dank der guten Zusammenarbeit mit Ehrenmitglied Thomas Metz wurde der Kuppelsaal für die Dähler wieder zum schönsten Sitzungssaal in Koblenz. Mittlerweile war sie auch Mitglied der GKKG, die ihr immer tatkräftig in der Person von Dirk Crecelius zur Seite stand, schrieb Vorträge, meist gesanglicher Art. Unvergessen ihr Auftritt „Prinz und Confluentia 50 plus“ gemeinsam mit Dirk.

Ausbildung zur Gästeführerin

Als sie mit Schu-Wi ihre Dienstzeit fast zeitgleich beendete und die BUGA anstand, machte sie ihre Ausbildung bei der Koblenz-Touristik zur Gästeführerin. Von der ersten Stunde an zeigt sie mit viel Herz und Seele den Gästen der Stadt all die Schönheiten, die Koblenz zu bieten hat. Seit zwei Jahren kann man sie auch bei der von ihr konzipierten und dargestellten Szenenführung als Marktfrau Lisbeth erleben. Eine Rolle, die ihr wie auf den Leib geschnitten passt und die sie mit viel Herzblut präsentiert, wurde, wie sie selbst sagt, „….zum schönsten Hobby, das mir der liebe Gott in meinem Ruhestand geschenkt hat!“

Der Moddersprochpreis 2017 wird Marlis Weiß am Freitag, 30. Juni im Rahmen der Eröffnung des Königsbacher Altstadtfestes an der Liebfrauenkirche „onner dä Zwiwwelstärm“, ab 16.30 Uhr verliehen. Die Laudatio hält Manfred Gniffke. Alle Kowelenzer und Nicht-Kowelenzer sind willkommen.

Preisträgerin Marlis Weiß. Foto: privat

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