Karl-Heinz Kettel wird aus Liebe zum Heimatort Dorfwinzer
Ein edler Tropfen Heimersheim
Heimersheim. Heimersheim hat viele schöne Plätze und Örtchen, wo sich das Hinsehen lohnt. Leider bekommen sie nicht immer die nötige Aufmerksamkeit und Pflege, die ihnen zusteht. Karl-Heinz Kettel hat das über einen längeren Zeitraum beobachtet und wollte nicht nur meckern, sondern klotzen. Als beste Möglichkeit an dem Zustand was zu ändern sah er darin, sich als Parteiloser in den Ortsbeirat wählen zu lassen. Hier von der Zentrale aus kann er mehr bewirken und sich aktiv im Dorf- und Vereinsgeschehen einbringen.
Ideen hat er genug und wer wie Karl-Heinz Kettel ein echter Heimersheimer Jong ist, kann garantiert unter seinen Vorfahren Winzer ausweisen. Selbst wenn die Reblaus oder andere Widrigkeiten sie einst davon abhielten, diese schwierige und doch so befriedigende Arbeit fortzuführen. Die Liebe zum „Wenget“ überlebt Generationen. So ist es kein Wunder, dass bei Kettel unter anderem auch der Winzer geweckt wurde.
„Sein“ Weinberg befindet sich gleich am Ortseingang. Die verschiedenen Stöcke, die im Dorf verteilt die Hausfassaden verschönern und über den Straßen ranken, zählen mit dazu.
Der erste Wein ist schon auf Flaschen gezogen. Das Probejahr im „Wenget“ hat mit Bravour im Frühjahr mit dem Rebenschnitt begonnen und einer reichen Ernte abgeschlossen! Natürlich geht er nicht allein an die Sache. Er ist ein geselliger Mensch und weiß die Mitbürger zu überzeugen und zur Mithilfe zu begeistern. Mit Kurt Wolter, Manfred Wolter und Lothar Felsch, hat er die richtigen Helfer angesprochen, die ihn bei Arbeit tatkräftig unterstützten. Hingen die Trauben auch noch so hoch: mit dem kostenlos ausgeliehenen Stapler der Firma Holzem sind sie selbst an die höchsten Trauben gelangt, die mit dem Transporter der Firma Felsch zur Dagernova gebracht wurden.
Hier traf er auf die größten Unterstützer und helfende Hände. Für „Neuwinzer“ gibt es mehr zu beachten und zu lernen, als man erahnen kann. Als geduldiger Berater vor Ort erwies sich Claus Sikau, ebenfalls „ne Heimische Jong“! Er erklärte die Vorgehensweise der Verarbeitung der Trauben und der Präsentation des Weines. Selbst die Erstellung des Etiketts ist ein wichtiger Bestandteil. Nicht nur fachlich, sondern auch materiell hat die Dagernova die Aktion unterstützt. Die kostenlose Bereitstellung der Flaschen, Verschlüsse, Etiketten und vieles mehr was die Arbeit zum Erfolg bringt, veranlasste Kettel einen herzlichen Dank an die Dagernova auszusprechen. Durch die großzügige Unterstützung ist das, was aus der Flasche fließt, zu einem guten Tropfen gereift. Verdiente Heimersheimer Bürger, Jubilare und die, an deren Hauswänden die Reben hochwachsen und auch das Laub beseitigen, was abfällt, all jene werden im Laufe des Jahres eine dieser Flaschen Wein „Heimersheimer Dorfgewächs“ erhalten.
Karl-Heinz Kettel liegt es sehr am Herzen allen, die ihn tatkräftig unterstützten und Zeit geopfert haben, ein Lob auszusprechen und aufrichtig zu danken. Er freut sich darauf, weiter mit der Crew zusammen zu arbeiten. Ein Schritt zur Dorfverschönerung ist getan und erstrebenswert ist es, auch die Bevölkerung mit einzubeziehen und dahin gehend zu sensibilisieren, dass alles, was sehenswert ist zu erhalten und ins rechte Licht zu rücken.
So sieht der Heimersheimer Dorfwein fertig aus.
