Seniorenfahrt der Pfarrgemeinde Dieblich
Ein facettenreicher Tag
Dieblich/Eifel. Frohgelaunt starteten am Fest Mariä Himmelfahrt 57 Dieblicher Senioren mit dem voll besetzten Bus zu der diesjährigen Halbtagstour der Pfarrgemeinde Dieblich in Richtung Eifel. Mit dabei war als geistliche Begleitung die Gemeindereferentin Luise Müller Isselstein, die bei dieser Gelegenheit viele Senioren neu kennenlernen konnte.
Erstes Ziel des Ausflugs war der staatlich anerkannte Fremdenverkehrsort Neroth in der Vulkaneifel. Neroth ist auch als Dorf der Mausfallkrämer und Drahtbinder bekannt und besitzt das weltweit einzigartige Mausefallenmuseum. Im Café-Restaurant „Mausefalle“ wurde die Gruppe mit Kaffee, Kuchen und Torten aus eigener Herstellung verwöhnt. In der gepflegten Außenanlage des Restaurants konnte die „größte Mausefalle der Welt“ (sechs mal drei Meter) bewundert werden.
Wohlgestärkt ging es weiter in Richtung Nürburgring nach Barweiler. Während der Fahrt wurden die Senioren bei den gemeinsam gesungenen Volksliedern etwas wehmütig an ihre Jugendzeit erinnert. Weiterhin erzählte Frau Müller Isselstein einige Geschichten des Buchautors Stephan Wahl von Aljoscha, Gottes kleinem Lieblingsengel. Er ist zwar nicht der Bedeutendste in der Schar der Engel, aber vielleicht der heiter-spitzbübischste mit weitem Herzen für die Menschen. Zu denen wird er in himmlischem Auftrag immer wieder gesandt. Kein Wunder also, dass sich Gottes kleiner Lieblingsengel oft in Situationen wiederfindet, denen manche seiner himmlischen Kolleginnen und Kollegen lieber aus dem Wege gehen. Die Geschichten erzählen auf sympathische Weise vom Leben und lassen dabei die Handschrift Gottes erkennen.
Ein bekanntes Gesicht in Barweiler getroffen
In Barweiler wurden die Senioren schon freudig von Pater Mathew erwartet, der bis 2015 in unserer Pfarreiengemeinschaft als beliebter Priester tätig war und nun in der PG Adenauer Land als Kooperator seinen Dienst verrichtet. Mit Pater Mathew wurde am Hochfest Mariä Himmelfahrt gemeinsam eine feierliche Messe in der Wallfahrtskirche Barweiler gefeiert.
Im Anschluss an die Messe erklärte Pater Mathew, aus welchem Grund Barweiler ein beliebter Marienwallfahrtsort ist. Seit dem „Lilienwunder“ im Jahre 1726 pilgern jedes Jahr im September/Oktober tausende Gläubige nach Barweiler. Nach Aufzeichnungen im Pfarrarchiv wurde im Sommer des Jahres 1726 die in der Kirche befindliche Statue der Muttergottes mit Blumen geschmückt und eine Lilie in die rechte Hand der Statue gesteckt. Nachdem die Lilie bereits verdorrt war, begann diese im September, um das Fest Mariä Geburt, wieder zu blühen. Eine große Lilie mit 15 kleinen Knospen am Stängel wurde sichtbar. Dieses Wunder, von den kirchlichen Behörden untersucht und anerkannt, führte dazu, dass die Kirche in Barweiler von der Eifelbevölkerung als ein besonderer Gnadenort betrachtet wurde. Bevor die Fahrt durch die schöne Landschaft der Eifel in Richtung Heimat weiterging, wurde noch ein Erinnerungsfoto gemeinsam mit Pater Mathew gemacht. Pater Mathew, der sichtlich erfreut über das Wiedersehen war, bedankte sich herzlich für den Besuch und bat um die Mitnahme von vielen Grüßen an die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück.
Auf der Rückfahrt trug Marianne Huschka, die auch diesmal die Fahrt zusammen mit dem Seniorenteam wieder hervorragend organisiert hatte, noch ein heiteres Gedicht über Senioren vor. Die Verse stimmten teils nachdenklich, wurden aber größtenteils mit einem Schmunzeln aufgenommen. Die Fahrt fand ihren Abschluss mit einem Abendessen im Restaurant-Hotel „Zur Traube“ in Niederfell. Alle Senioren waren nach der Rückkehr in Dieblich der Meinung, wieder einen erlebnisreichen und wunderschönen Tag verbracht zu haben.
