Cäcilienchöre Heimersheim sorgten für akustischen Lichterglanz
Ein ganz besonderes Erlebnis
Weihnachtliche und geistliche Lieder ertönten in der St. Mauritius Kirche
Heimersheim. Schon die äußeren Bedingungen waren optimal: Eine mit rund 200 Besuchern praktisch voll besetzte St. Mauritius Kirche und mehr als 50 hoch motivierte Sängerinnen und Sänger sorgten kürzlich bei „Lichterglanz – Weihnachtliche und geistliche Lieder“ für ein Chorgesang-Erlebnis der besonderen Art.
Geladen hatten die Heimersheimer Cäcilienchöre 1863/1985, die sich seit Wochen unter der Leitung von Diplom-Chorleiterin- und Kapellmeisterin Ekaterina Londa-renko auf das Konzert vorbereitet hatten. Dass sich diese Mühen gelohnt haben, war schon bei den vom Männerchor dargebotenen Openern „Transeamus usque Bethlehem“ und „Die Himmel erzählen“ in beeindruckender Weise zu hören.
Interessanterweise sang der Männerchor beide Stücke auf der Kirchenempore, so dass sich der Klang von oben im Raum ausbreiten konnte. Danach versammelte sich die Chorgemeinschaft in Hufeisenform im Kirchenschiff und erzeugte so einen regelrechten Chor-„Surround“-Klang. Nach den eher ruhig-nachdenklichen Liedern „Ave Maria“ und „Ein Baum voller Wünsche“ sorgte das flott-beschwingt daherkommende „Do they know it’s Christmas“ für fröhliche Weihnachtsstimmung, bei dem etliche Zuhörer im Takt mitwippten.
Mit Severin Schopen an der Querflöte und Ekaterina Londarenko am Klavier drückten auch zwei herausragende Solisten dem Abend mit der weltbekannten Komposition „Air“ aus der Suite Nummer drei von Johann Sebastian Bach sowie dem dritten und vierten Satz aus der A-Moll-Sonate von Georg Friedrich Händel ihren Stempel auf. Anschließend brachte der Männerchor drei weitere Lieder zu Gehör, die eine gelungene Mischung aus besinnlichen und fröhlichen Melodien darstellten, bevor die Chorgemeinschaft mit „Beautiful Song of Christmas“ und „Dann ist Weihnachtszeit“ das Weihnachtsgefühl in Töne verwandelte – was auch auf die Schlussstücke „Blue Christmas“ und „Die wunderbarste Zeit ist nah“ zutraf.
Im Stehen dargebrachte Ovationen des begeisterten Publikums waren die logische Folge. Zwischen den Stücken trug Moderator Gregor Schürer weihnachtliche Gedichte und Geschichten vor, wie beispielsweise die von den Schneeflocken, die sich als Sterne entpuppen. Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Glühwein im historischen Teil der Kirche, dessen Erlös einem wohltätigen Zweck gestiftet wird, endete der musikalische Start ins neue Jahr.
