Närrisches Corps (NC) Blau-Weiß e.V. Koblenz-Niederberg feierte „sein“ Tollitätenpaar
Ein glänzendes Heimspiel für Prinz Marcel und Confluentia Rebecca
Koblenz-Niederberg. Schlag auf Schlag geht es derzeit von einer karnevalistischen Veranstaltung zur nächsten. Das Närrische Corps (NC) Blau-Weiß e.V. Koblenz-Niederberg spielt in diesem Reigen als der das Koblenzer Tollitätenpaar stellende Verein eine tragende Rolle. Gleich am Morgen nach der feierlichen Inthronisation von Prinz Marcel, dem flammenden Niederberger, und Confluentia Rebecca nahm das Paar samt Gefolge, Freunden und Mitgliedern des Vereins an dem sehr besonderen Gottesdienst in der Kirche St. Pankratius in Koblenz-Niederberg teil. Pater Ignatius Nadol OT, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Koblenz Rechte Rheinseite, gestaltete ihn Narrenkappe tragend mit einer karnevalistisch gereimten Predigt. Zum Abschluss sang die Gemeinde gemeinsam das Koblenzer Schängellied. Michael Fischer begleitete den Gottesdienst an der Orgel. Zum musikalischen Ein-, Aus- und Weitermarsch spielte der Rhenser Fanfarenzug auf. Nachdem der Pfarrer und das gesamte Tollitäten-Gefolge mit den Orden von Prinz und Confluentia beziehungsweise dem Sessionsorden ausgezeichnet waren, führte der Fanfarenzug die Schar der Gottesdienst-Teilnehmer zum Prinzenempfang in den Sportpark Niederberg. NC-Präsident und Hofmarschall Bernd Müller empfing die Gäste dort gemeinsam mit „König“ Otto Fischer, 1. Vorsitzender des Vereins und Primus Inter Pares. Für die musikalische Ausschmückung des Empfangs war wiederum Michael Fischer mit seiner Showband zuständig. Sämtliche Redner des Tages, darunter Joachim Röver (1. Vorsitzender Ortsring Niederberg) und Gabriele Wölk (Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf) waren sich einig, das Närrische Corps für das in fünf mal elf Jahren, auch für den Stadtteil Niederberg Geleistete zu loben, insbesondere dem starken Duo im Vorstand, Fischer/Müller, Anerkennung auszusprechen für sein langjähriges und intensives Engagement.
Mit Hilfe treuer Mitglieder, für den Verein brennender Aktiver und der Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) führt das Närrische Corps in dieser Session schon zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte ein Prinzenjahr durch. Zu den Gratulanten gehörten Hans Mayer, Präsident der Rheinischen Karnevals-Korporationen, Franz-Josef Möhlich, Präsident der AKK sowie Heinrich Rudolf (Rolli) Reinhardt, Vizepräsident des Landesverbandes Rhein-Mosel-Lahn im Bund Deutscher Karneval. Sie bedankten sich bei den Blau-Weißen für das harmonische Miteinander in der Zusammenarbeit.
Sie seien ein bedeutendes Glied in der Gesamtheit der Vereine, die das Herzblut des Koblenzer Karnevals ausmachen. Doch zum Prinzenempfang gehört es sich natürlich, in erster Linie dem Prinzenpaar zu huldigen. Das war zunächst mit seinem Hofstaat auf die Bühne gezogen, nahm für den weiteren Verlauf mit „kleinem Gefolge“ dann im Bühnenhintergrund Platz, um Gratulationen und gute Wünsche für eine tolle, eine heiße Session entgegenzunehmen. Als Sohn des NC-Präsidenten ist Prinz Marcel von Kindesbeinen an im Koblenzer Karneval und im NC aktiv, wo er nahezu jede Funktion schon einmal innehatte. Genau so begeistert von der 5. Jahreszeit ist Confluentia Rebecca, die schon seit etlichen Jahren im Verein tanzt und besonders wegen ihres Humors ein beliebtes Mitglied der närrischen Familie ist. Tatsächlich überzeugt das jüngste Tollitätenpaar, das Koblenz je hatte, bei jedem Auftritt durch bestechende Natürlichkeit und wahrlich ansteckenden Frohsinn. Dicke Sympathiepunkte fuhr der Prinz beim Empfang in Niederberg ein, als er Tränen der Rührung vergoss bei seiner Danksagung an die Mitglieder der großen NC-Familie, die seiner bezaubernden Confluentia und ihm stets zuverlässig zur Seite stehen. Ansonsten war die vorderste Aufgabe der beiden närrischen Hoheiten, Urkunden und Orden in Empfang zu nehmen und die eigenen Orden an Mann und Frau zu bringen, um damit all jene zu ehren, die sich um den Karneval und den Verein in jedweder Form verdient machen. Wie den Koblenzer Rechtsanwalt Franz Obst.
Aus der langen Reihe der Redner war er dazu ausersehen, die Geschichte des in Aachen 1962 von Angehörigen eines Unteroffizierscorps ins Leben gerufenen Ordens „Pour le Carneval“, die Geschichte des Närrischen Corps, in närrischer Form vorzustellen. Einen frischen Einstieg fand er mit einem Rückblick in das Geburtsjahr, als „Dylans Bob gerade sein erstes Album heraus brachte und die Spiegel-Affäre von sich reden machte“. Das erste Grußwort überbrachte Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und verwechselte dabei gleich einmal Niederberg mit der Binneninsel Niederwerth, was vermutlich der Aufregung um die Hochwasser-Lage in Stadt und Region geschuldet war. Dem Verein gratulierte er zu dem jungen „einfach nur geilen“ Tollitätenpaar, dessen Humor aus dem Herzen komme. „Zwei junge Leute, die Spaß am Karneval haben und zeigen wollen, wie Jung und Alt ihn zusammen feiern können“, war auch Franz-Josef Möhlich voll des Lobes. Und Hans Mayer zeigte sich davon überzeugt, die Herzen der Narren lägen Prinz und Confluentia zu Füßen. Tatsächlich ist es deren Ziel, wie Hofnarr Fabian erklärte, das heimische Brauchtum zu verbreiten und möglichst viele Menschen mit dem Karnevalsvirus zu infizieren.
Neben Reden und Lobesworten bot der Prinzenempfang seinen Gästen natürlich auch Tanzdarbietungen aus den eigenen Reihen. Solomariechen Lara Adolphs präsentierte einen ebenso anmutigen wie selbstbewussten Tanz, die Gardetanzgruppe eine schwungvolle, starke Beinarbeit fordernde Performance zu Marschmelodien, und die „Stiere ihrer Tollitäten“ holten mit ihrem flammenden Showtanz spanisches Flair in die Sporthalle. Ein Buffet mit leckeren Häppchen und Suppe, zu dem das Närrische Corps eingeladen hatte, rundete den Prinzenempfang ab.
BSB
Auf der Bühne das Tollitätenpaar mit seinem Hofstaat. Die Paginnen werden flankiert von Otto Fischer (l.) und Bernd Müller. Fotos: BSB
