Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig
Ein historisches Kleinod erhalten
Gebäude hat sich durch seinen Standort zu einer wichtigen Einrichtung entwickelt
Swisttal-Odendorf. Es geschah am 22. März 1974 im Café von Sturm in der Essiger Straße. Dort saßen über 25 Odendorfer beisammen, um einen Verein zu gründen. Unter ihnen war Dr. Johann Bayer, Arzt in Odendorf und Initiator des Treffens. Grund der Zusammenkunft waren Pläne der Gemeinde Swisttal, das alte, baufällige Zehnthaus von 1726 zwischen der alten, aus dem zwölften Jahrhundert stammenden Kirche und der neuen Kirche St. Petrus und Paulus von 1906 abzureißen. Wochenlang zuvor hatte Bayer gegen diese Pläne „getrommelt“, Handzettel mit der Aufschrift „Rettet das Zehnthaus“ verteilen lassen und schließlich das Treffen im Café von Sturm organisiert.
Nach langen heftigen Diskussionen bis in den Morgen des 23. März verließen die letzten Versammlungsteilnehmer früh um 4 Uhr das Lokal. Aber es war geschafft. Sie hatten den „Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig“ gegründet. Ziel des Vereins war es, das Zehnthaus zu erhalten, es wieder aufzubauen und es zu einem kulturellen Mittelpunkt von Odendorf werden zu lassen. Und das mit Erfolg. Am 19. Juli 1981 wurde das renovierte Zehnthaus neu eingeweiht und hat sich mit seinem Veranstaltungsprogramm und mit seinem Standort „im Dorf für das Dorf“ zu einer wichtigen Einrichtung in Swisttal entwickelt. Aus Anlass der 40. Wiederkehr des Tages der Vereinsgründung hatte der Vorstand des Zehnthausvereins noch lebende Gründungsmitglieder, die auch noch Vereinsmitglieder sind, und ihre Partner zu einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen in das Zehnthaus eingeladen. Mit den Vorstandsmitgliedern konnte die Vereinsvorsitzende Dr. Maria Burger immerhin 27 Personen willkommen heißen, die in ihren Erzählungen die alten Zeiten wieder aufleben ließen und in Erinnerungen schwelgen konnten. „Hätten sie sich damals nicht engagiert, wäre Odendorf um eine wichtige Einrichtung ärmer“, so Burger. „Ihr damaliges Engagement hat Swisttal ein historisches Kleinod erhalten.“
