Allgemeine Berichte | 18.03.2016

In Oberwinter wurde der diesjährige Weltgebetstag gefeiert

Ein intensiver Blick auf Kuba

In die Blüten der Mariposa Blanca konnten die Gottesdienstteilnehmer ihre Gedanken hineinschreiben. privat

Oberwinter. Am 4. März hatten weltweit Frauen aller Konfessionen zum Weltgebetstag geladen, der diesmal unter dem Motto: „Nehmt Kinder auf und Ihr nehmt mich auf“ aus Kuba kam.

Für Kuba gibt es keine offiziellen Statistiken zur Religion. Neben mehrheitlich christlichen gibt es jüdische und muslimische Glaubende, auch Mitglieder der Pfingstkirche. Die afrokubanische Santeria, eine Naturreligion, spielt eine wichtige Rolle auch unter der christlichen Bevölkerung.

In Oberwinter haben katholische und evangelische Frauen die WGT-Vorlagen zur Liturgie und Landesinformationen aufgegriffen und für die Feier des gemeinsamen Gottesdienstes und das anschließende Beisammensein bearbeitet. Bereits beim Eintritt in die evangelische Kirche konnte durch einen typischen farbigen Fensterbogen, der auf dem Boden nachgebildet lag, ein Blick in kubanisches Land und Seele geworfen werden, wie A. Naimanová das ausdrückte. Unter Königspalmen bewegen sich Arbeitende mit einem Pferdekarren. Die Nationalfarben spiegeln die Geschichte nach der Kolonialzeit und die Zukunftshoffnung des Landes wider: rot, Symbol für die Revolution, Freundschaft, Liebe; weiß, Zeichen für einen reinen neuen Tag, Kindertaufen? Blau, wie der Ozean und seine Inseln Occidente, Centro und Oriente, Himmel und Hoffnung?

Der Gottesdienst wurde generationenübergreifend gestaltet. Die verheißungsvollen Lesungen aus Jesaja 11,1-10 und Markus 10, 13-16 thematisieren die Hoffnung auf Frieden und das Ende von Gewalt, ein Wirken für und durch unsere Kinder, eine Versöhnung zwischen Gott und den Menschen. Die Texte sind Ermutigung und Herausforderung zur gesellschaftlichen Umsetzung. Viele der Älteren assoziieren mit Kuba und der Schweinebucht Erinnerungen an die Gefahren eines Dritten (atomaren) Weltkrieges und wünschen sich mit den Bewohnern des Landes eine gelingende Transformation in einen demokratischen Staat, in dem die Menschenrechte geachtet werden. In die Blüten des Schmetterlingsjasmin, Mariposa Blanca, die einst geheime Botschaften für die Kämpfer gegen die Kolonialherrschaft enthielten und die während der Revolution als Widerstandssymbol getragen wurden, konnten die Gottesdienstteilnehmer in ihre Blüten hineinschreiben, was ihnen heute wichtig ist oder wo sie sich im Vertrauen auf Jesu Liebe einsetzen möchten, damit das Leben blüht. Mit der großzügigen Spende von 237,70 Euro kann die Projektarbeit des deutschen Weltgebetstagskomitees unterstützt werden; zum Beispiel ältere Menschen, die bei der Caritas durch ihre handwerklichen Tätigkeiten eigenes Einkommen erwirtschaften können in Kuba. Die Vermittlung von Schulbildung, und Aufklärung für junge Menschen und die Fähigkeit, sich gegen sexualisierte Gewalt zu schützen, ist ein weiteres Projekt in Südafrika. Ebenso die Unterstützung einer Gruppe von Frauen von den Philippinen, die sich für interkulturelle und religiöse Versöhnungsprozesse einsetzt. Denn wenn auch zum WGT Frauen einladen und es Geschlechtergerechtigkeit als Schwerpunkt gibt, so geht es doch insgesamt um die soziale Gerechtigkeit und ein erfülltes Leben als Gottes geliebte Kinder. Die wunderbaren Lieder und kubanischen Rhythmen, die zum Singen und Schwingen einluden, wurden von E-Piano, Geige bzw. Flöte, Gitarre und Chor begleitet.

Nach dem Gottesdienst gab es ein Beisammensein mit leckeren landesüblichen Gerichten und Getränken, weiteren Lichtbildeinblicken und einem kleinen Vortrag, guten Gesprächen und Ausklang zu „Guantanamera“.

In die Blüten der Mariposa Blanca konnten die Gottesdienstteilnehmer ihre Gedanken hineinschreiben. Foto: privat

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