Ausstellung in den Räumen der Kreissparkasse Mendig
Ein kreatives Kind der Region
Werke der Künstlerin Christel Lenzgen werden noch bis Ende der Woche gezeigt
Mendig. Noch bis zum Ende dieser Woche können Kunden und Besucher der Kreissparkasse Mendig sich einen Überblick über aktuelle Werke der Künstlerin Christel Lenzgen aus Niederzissen verschaffen. Eröffnet wurde die Ausstellung durch Filialleiter Oliver Löhr.
Nach mehreren Ausstellungen in ihrer Heimat, aber auch unter anderem in Aachen und Köln, beteiligt sich Christel Lenzgen seit drei Jahren an Gemeinschaftsausstellungen der Berliner Galerie 80 am Prenzlauer Berg. Ihre realistische Kunst, mit der sie regionale Motive in Acryl, Öl oder als Aquarell auf die Leinwand bringt, kommt beim Großstadtpublikum gut an. Trotzdem lässt sich Lenzgen keineswegs in das Klischee der romantischen Heimat-Malerei pressen.
In ihrer Galerie in Niederzissen kann man sich einen Eindruck von ihrer Schaffenskraft und Gestaltungstechnik machen. Lenzgen verarbeitet Baumaterial wie Sand, Gips und Holz, die ihren Werken Plastizität und Tiefe verleihen. Die Liebe zu natürlichen Materialien und ihre Vorliebe, Figuren und Landschaften mit dem Bleistift zu skizzieren, bevor sie an die Ausgestaltung geht, führt sie selbst auf ihren frühen Berufswunsch zurück. „Ich wollte eigentlich Bauzeichnerin werden, aber mein Vater war Bauarbeiter. Für ihn undenkbar, dass Mädchen am Bau arbeiten.“ In den 60er-Jahren noch eine weit verbreitete Meinung, der sich Christel Lenzgen fügt. Stattdessen absolviert sie eine Banklehre, arbeitet in der Mayener Niederlassung der Kreissparkasse und macht die Kunst zum Hobby. Bis sie auf Alexander von Baer aufmerksam wird. Bei ihm lernt sie in den 90er-Jahren das Aquarellieren. Sie verschafft sich weitere Kenntnisse in der Öl- und Acrylmalerei, tut sich mit anderen Künstlern zusammen und wird eine der Mitbegründerinnen der Künstlergilde Brohltal. 2003 eröffnet sie ihr Atelier im Bahnhof Niederzissen. Später trennen sich die Wege der beteiligten Künstler, Lenzgen übernimmt die Pflege des Vaters, geht in den Ruhestand und künstlerisch eigene Wege. Sie gibt selbst Malunterricht und setzt ihren künstlerischen Weg fort.
„Die Hände des Vaters“ sind zurzeit neben anderen Werken in Mendig zu sehen.
