Eröffnung des 37. Neuwieder Deichstadtfests
Ein musikalisches Fest der Begegnung
Oberbürgermeister Nikolaus Roth eröffnete das Deichstadtfest vor zahlreichen Zuschauern und Ehrengästen
Neuwied. Das Deichstadtfest ist ein Fest im Wechselspiel von Tradition und Neuheit. Wie seit Jahren üblich, eröffnete der Oberbürgermeister am Donnerstagnachmittag das 37. Stadtfest. Und wie immer, also seit Beginn an, schossen die Mitglieder der Neuwieder Schützengesellschaft 1833 e.V. den ohrenbetäubenden Salut. Einen schönen Rahmen verlieh der Eröffnungsfeierlichkeit die Rock AG des Rhein-Wied-Gymnasiums. „Rock with Groove“ spielte und sang gleich im Anschluss und begeisterte mit bekannten Songs. Unter den zahlreichen Zuschauern waren jede Menge Freunde und Verwandte der Schüler und natürlich die Ehrengäste, die sich zum Auftakt ein Stelldichein gaben. Darunter die Frauen und Männer der ersten Stunde, Diana Krumbach und Lutz Klein, Vertreter der politischen Fraktionen, ehemalige Stadtvorstände, Isabelle Fürstin zu Wied und Thronfolger Prinz Maximilian zu Wied. Einen besonderen Willkommensgruß sandte Nikolaus Roth in Richtung der Freundeskreise.
Deichstadtfest - schon immer bunt
Denn das ist und war das Deichstadtfest immer: ein buntes Fest. Wer mochte, konnte im Europadorf Kontakt zu den Freundeskreisen nach Israel, der Türkei oder dem englischen Bromley aufnehmen. Der Speakers Corner sollte einer der Höhepunkte im Europadorf werden. In der Tradition zur einstigen Partnerstadt Güstrow (NL) war der Bürgerverein Frohsinn Heddesdorf mit den beliebten Matjes am Start. Seine Wertschätzung sprach der Oberbürgermeister den Vorständen der städtischen Gesellschaften, der VR-Bank, Sparkasse und REWE Müller, aus. Ohne diese Sponsoren wäre das Deichstadtfest nicht möglich. Ein kleiner Teil zur Kostendeckung bringt der Verkauf von Leuchtarmbändern, Bändchen und der Buttons ein.
„Die Buttons mit den wechselnden Motiven sind so beliebt, dass mancher sich eine Sammlung angelegt hat“, sagte Nikolaus Roth. Für die Verkaufsaktivitäten zeigte er sich bei den Mitgliedern der KG Funken Rot-Weiß Neuwied und dem designierten Neuwieder Prinzenpaar mit Gefolge erkenntlich. Deichstadtfest-Fans hatten sich schon seit Tagen mit dem Programm beschäftigt und ihre persönlichen Ziele ausgemacht. Alle anderen informierte der Stadtchef über die Neuheiten und Höhepunkte 2016 wie Achim Petry, Sohn von Wolfgang Petry und den Cover Bands von Jan Delay, Pur und Red Hot Chili Peppers. Vier Tage Musik, fünf Bühnen und über 100 Stunden Bühnenprogramm kündigte Nikolaus Roth den Besuchern an. Nach dem Erfolg aus dem Vorjahr waren auch wieder die Deichstadt-Talente dabei. An allen vier Tagen spielten auf der Bühne drei Nachwuchs-Bands und Musiker aus Neuwied. „Wir haben viele neue Bürger und Bürgerinnen. Dies ist die Gelegenheit, Ihnen den Zugang zum Gemeinwesen zu verschaffen“, regte Nikolaus Roth an. Denn das Deichstadtfest sei ein friedliches Fest, dessen Bedeutung nicht nur in der Unterhaltung, sondern auch der Begegnung liegt.
EM hielt vom Besuch ab
Zur Eröffnung machte der Oberbürgermeister mehr Besucher als sonst aus. „Offensichtlich besteht noch immer Nachholbedarf aufgrund des ausgefallenden Deichstadtfests wegen des Rheinland-Pfalz-Tags 2014“. Aber anders als sonst wurden die Besucher im Laufe des Abends nicht mehr, sondern immer weniger. Als am späten Abend die Bands spielten, blieben die Musiker größtenteils unter sich. Die allermeisten Neuwieder hatten dem EM-Spiel um den Einzug ins Finale zwischen Frankreich und Deutschland Priorität eingeräumt. „Kommt, lasst uns gemeinsam Fußball gucken“, sagten Mayqueen von Bühne drei zur Pause.
Ein Public-Viewing über Großleinwand gab es zwar nicht. Kneipen und Gaststätten hatten ihre Fernseher aber alle eingeschaltet. Und da das 0:2 auch keinen Anlass zum Feiern gab, füllte sich das Festgelände auch nicht mehr nach dem Abpfiff am späten Abend. „Bei einen Sieg der deutschen Mannschaft wäre das Deichstadtfest noch mal gestartet“, meint Stadtsprecher Erhard Jung. Auf Nachfrage von "Blick aktuell" warum kein Public Viewing angeboten wurde, um keinen vom Besuch des Deichstadtfests abzuhalten, wies der Stadtsprecher darauf hin, dass das Deichstadtfest nun mal zum maßgeblichen Teil ein Musik-Fest sei. Public Viewing neben oder in unmittelbarer Nähe der Bühnen, auf denen gerade Bands auftreten, passe da nicht wirklich. Er verwies auf den Kompromiss und das Angebot einer kleineren Form von Public Viewing mit Fernsehern im Bereich des Zentralen Bushaltepunktes. FF
Ohne Salut kein Deichstadtfest. Die Neuwieder Schützengesellschaft waltet ihres Amtes seit drei Jahrzehnten.
Beim Rundgang der Promis gehört die Zwischenstation am Loshäuschen vom Zoo traditionell dazu.
