Allgemeine Berichte | 19.04.2024

Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V. lädt zu Vortrag am 3. Mai in Mendig ein

Ein neues Vulkan-Zeitalter auf Island?

Plattengrenze und Mantelplume unter Island.  Foto: privat

Mendig. Island ist von zwei faszinierenden Phänomenen geprägt – Gletschern und Vulkanen. So kennt man Island auch als das 'Land aus Feuer und Eis'. Seit vielen Millionen Jahren haben sich unzählige Vulkanausbrüche auf der Insel ereignet. Rückblickend herrschten jedoch während der letzten ca. 1000 Jahre eher vergleichsweise ruhige Zeiten in Hinblick auf den Vulkanismus. Es war eine Ära, in der die Erschließung und kulturelle Entwicklung des Landes beinahe ungestört vonstattengehen konnte.

Seit 2021 zeigen sich allerdings auf der Reykjanes-Halbinsel (Südwestisland) mit allein drei Vulkanausbrüchen bis Sommer 2023 Anzeichen dafür, dass sich dies nun ändern könnte. Von Dezember 2023 bis März 2024 steigerte sich die Serie weiter auf vier Ausbrüche innerhalb von nur vier Monaten. Diese Entwicklung weist möglicherweise auf eine grundsätzliche Veränderung von Mechanismen im Erdmantel unterhalb Islands hin.

Frau Dr. Martina Sensburg beleuchtet die geologischen Hintergründe der aktuellen Ereignisse, mögliche vulkanologische Zukunftsszenarien sowie die Konsequenzen für das Leben der Menschen auf der Reykjanes-Halbinsel und Island insgesamt.

Der Vortrag findet am Freitag, 3. Mai um 19.00 Uhr im FX Michels-Institut, Brauerstr. 5 in Mendig statt. Eintritt frei, Spenden erbeten. Infos unter www.vulkane.de.

Plattengrenze und Mantelplume unter Island. Foto: privat

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