Allgemeine Berichte | 12.08.2014

Sonderaudienz mit Papst Franziskus bei der bundesweiten Messdienerwallfahrt

„Ein unglaublicher Moment“

„Ein unglaublicher Moment“

Adenau-Rom. Messdienerinnen und Messdiener so weit das Auge reicht. Sie tragen bunte T-Shirts und Hüte, schwenken Fahnen durch die Luft und rufen im Chor nach Papst Franziskus: Vor Kurzem hat die Papstaudienz der Ministrantenwallfahrt in Rom stattgefunden. Rund 50.000 junge Leute aus ganz Deutschland haben sich hierzu auf dem Petersplatz versammelt. Unter ihnen sind etwa 1.800 Messdiener aus dem Bistum Trier. Im dunkelgrünen T-Shirt und mit ihrem grauen Pilgerhut auf dem Kopf jubelten sie Papst Franziskus zu.

Er habe eine „leicht erwartungsvolle Stimmung“ gespürt, sagt Christian aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Vorprogramm der Audienz hatte der 15-Jährige eine besondere Aufgabe. Jedes Bistum hatte einen Vertreter ausgewählt, der auf der Bühne den Namen seines Heimatbistums ins Mikrofon sprach. Vor Christian lag der Petersplatz, bevölkert mit Tausenden von anderen Messdienern. „Überwältigend“ sei dieses Gefühl, das es so viele Leute gebe, die sich auf diese eine Person freuten und dass er selbst „so nah dabei sein darf, bei diesem Erlebnis“. Als Papst Franziskus zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen ist, beginnen die Messdiener zu jubeln. In einem offenen Wagen fährt er über den Petersplatz. Er lächelt den jungen Leuten zu, winkt ihnen, einigen reicht er die Hände. Bei der anschließenden Vesper übernehmen fünf Ministranten den Dienst am Altar - drei von ihnen kommen aus dem Bistum Trier, aus Saarbrücken. „Das war ein unglaublicher Moment“, sagt die 15-jährige Michelle später. Sie ist dankbar, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen: „Du hast so ein Glück, das du hier stehen darfst, das darf man nicht selbstverständlich nehmen“, habe sie sich gesagt.

Die Welt brauche Menschen, die den anderen bezeugen, „dass Gott uns liebt und dass er unser Vater ist“, wendet sich Franziskus an die Schar der Messdiener. Er ermuntert sie, ihren Altersgenossen von Jesus zu erzählen, da sie mit ihrem Mut, mit ihrer Begeisterung, ihrer Spontaneität und Kontaktfreudigkeit „leichter das Denken und das Herz“ derer erreichten, „die sich vom Herrn entfernt haben“. Gott rufe sie auf, „frohe Akteure in seiner Kirche zu sein“, die dazu bereit seien, ihren Freunden „von seiner Barmherzigkeit und seiner zärtlichen Liebe“ zu erzählen.

Als der Papst zu den Messdienern spricht, hat der 15-jährige Tim aus Niederehe ihn gut im Blick. Er sitzt nur wenige Meter von Franziskus entfernt. Der Papst habe viel gelächelt und sich auch am Ende einige Zeit genommen, vielen der Pilger die Hand zu geben und mit ihnen zu sprechen. Auch die Stimmung auf dem Petersplatz sei toll gewesen. Die Leute hätten bei den Liedern mitgesungen und viel gejubelt. Doch Tims‘ Freund Jonas ist aufgefallen, dass es manchmal doch gar nicht so laut war. „Es war leise, wenn der Papst gesprochen hat“, sagt der 15-Jährige aus Niederehe. Und das sei bei einer so großen Menschenmenge doch sehr ungewöhnlich.

Aus vielen verschiedenen Ländern waren die Menschen angereist, um den Papst einmal hautnah zu sehen. Privat

Aus vielen verschiedenen Ländern waren die Menschen angereist, um den Papst einmal hautnah zu sehen. Fotos: Privat

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