Ergebnispräsentation der Abfrage zum Betreuungsbedarf von Kita- und Grundschulkindern in Koblenz
Ein weiterer Schritt ist getan
Koblenz. Die von dem Koblenzer Stadtelternausschuss initiierte Abfrage zum Betreuungsbedarf von Kita und Grundschulkindern ist abgeschlossen, Ergebnisse wurden präsentiert und weitere Schritte diskutiert.
Jüngst lud der Stadtelternausschuss Koblenz zur online Ergebnispräsentation der im Mai durchgeführten Bedarfsabfrage zum Betreuungsbedarf von Kita- und Grundschulkindern ein. Eingeladen waren alle Koblenzer Eltern und Sorgeberechtigen, Mitarbeiter des Jugendamtes Koblenz, Träger- und Kitaleitungen, Elternausschussmitglieder, Schulleitungen und alle anderen Interessierten.
„Wir freuen uns über die knapp 1550 Rückläufe, welche eine gute Basis für die Planung und Priorisierung nächster Schritte mit der Stadt geben. Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Sorgeberechtigten für die Teilnahme an der Abfrage bedanken. Auch bedanken wir uns für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung der Kitaträger, Kita- und Schulleitungen und der Stadt Koblenz bei der Durchführung“, so Prof. Dr. Jane Lê, Vorstandsmitglied des Stadtelternausschusses Koblenz am Beginn der Sitzung. „Eine Abfrage in dieser Größenordnung ehrenamtlich zu konzeptionieren, auszuführen und auszuwerten, ist eine großer Erfolg. Das geht nur mit Unterstützung.“
Der Feldversuch zeigt viele Möglichkeiten auf, wie zum Beispiel die Praktikabilität von digitalen Umfragen sowie, bestärkt durch den begrenzten Rücklauf von Familien mit Migrationshintergrund, die Wichtigkeit der Verwendung mehrerer Sprachen.
Die Ergebnisse weisen deutlich auf Schwerpunktthemen hin. So benötigen u.a. über 40 Prozent der Elternschaft einen Betreuungsplatz für ihre Kinder schon vor dem 2. Geburtstag. Dieser Bedarf wird derzeit nicht gedeckt. 85 Prozent der Eltern mussten länger als drei Monate auf einen Kitaplatz warten. 52 Prozent der Eltern betonen, dass die Bestätigung eines Kitaplatzes weniger als zwei Monate vor Start die zeitgerechte Planung des Wiedereintritts in das Berufsleben unmöglich macht.
Bezüglich des Grundschulbedarfes geht u.a. aus den Ergebnissen deutlich hervor, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer kein Wissen über mögliche Grundschulbetreuungsformen und derer Kosten hat und hier eindeutig Informationsbedarf besteht. 67,5 Prozent betonen die Notwendigkeit des Ausbaus der Ferienbetreuung und wie wichtig es ist, Hortplätze zu erhalten.
An der Sitzung nahmen neben Sorgeberechtigten Verantwortungsgrößen, Entscheider und Einflussnehmer auf die Gestaltung der Betreuungslandschaft in Koblenz teil, mit welchen im Nachgang an die Ergebnispräsentation konstruktiv über mögliche nächste Schritte diskutiert wurde. Die weitere Verbreitung neuer Ansätze zur Gewinnung von Fachkräften, die Überarbeitung von Informationsmaterialien, die Optimierung der Kitaplatzvergabe sowie die bedarfsgerechte Planung der Grundschulbetreuung sind hier nur einige Punkte, die angesprochen wurden.
„Wir vom Stadtelternausschuss begrüßen die Bereitschaft der Einflussgrößen zu mehr Zusammenarbeit und Kooperation und freuen uns über die sehr konstruktiven Diskussionen während der Sitzung und die weitere Zusammenarbeit an identifizierten Schwerpunktthemen. Wir sehen weiterhin eine jährliche Bedarfsabfrage als essenziell. Somit freuen wir uns über das Angebot der Stadt Koblenz, gemeinsam an einer Befragung für nächstes Jahr zu arbeiten. Ein wirklich zufriedenstellender nächster Schritt auf dem langen Weg zur bedarfsgerechten Planung der Koblenzer Betreuungslandschaft ist getan. Hervorzuheben ist jedoch, dass es absolut notwendig ist, dass Eltern in solchen Abfragen auch ihre Bedarfe melden – eine unrealistische Abbildung des Bedarfs bedingt, dass nicht zukunftsfähig geplant und budgetiert werden kann“, so Stephan Körner, StEA-Vorstandsvorsitzender.
Fragen und Anmerkungen zur Bedarfsabfrage nimmt der StEA KO gern unter info@stea-koblenz.de entgegen.
Pressemitteilung des
Stadtelternausschuss Koblenz
