Allgemeine Berichte | 22.05.2025

Campingplatz Europa in Ahrbrück: 45.000 Kubikmeter Flutschäden werden abtransportiert

Ein wichtiger Schritt für den Hochwasserschutz wird vollzogen

Von den einst rund 45.000 Kubikmeter angehäufter Flutschäden, die während der Akutphase der Flutbewältigung unmittelbar zwischen der Ahr und der Bundesstraße 257 auf dem ehemaligen Campingplatz Europa in Ahrbrück gelagert wurden, zeugt derzeit nur noch ein kleiner Teil. Bis zum Sommer soll das teilweise kontaminierte Material abgetragen und auf Deponien in der Region fachgerecht entsorgt werden.  Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Ahrbrück/VG Altenahr. In der Akutphase der Flutbewältigung wurde die Fläche des durch die Ahrflut zerstörten Campingplatzes Europa in Ahrbrück als Zwischenlager für rund 45.000 Kubikmeter Flutschäden – überwiegend Schwemmgut, Geröll und kontaminierter Boden - umfunktioniert. Wegen der genauen Feststellung der Kontaminationen und der Klärung der fachgerechten Entsorgung des Materials lag das Gelände lange Zeit brach. Seit Februar 2025 ist allerdings Bewegung auf dem Gelände. Seitdem arbeiten dort Bagger und rollen Lastkraftwagen durch das Ahrtal. Die in großen Haufen angefüllten Flutschäden werden verladen und abtransportiert. Die Arbeiten laufen voraussichtlich bis Ende Juli.

Für die Ortsgemeinde Ahrbrück und die Verbandsgemeinde Altenahr ist die Maßnahme ein deutlich sichtbarer Fortschritt nicht nur im Rahmen des Wiederaufbaus, sondern vor allem im Sinne des Hochwasserschutzes: Die Entfernung der sogenannten Haufwerke trägt wesentlich zur Risikominimierung bei zukünftigen Hochwasserereignissen bei. Denn durch die Aufschüttungen würde die Ahr bei starkem Regen schneller ansteigen. Zudem könnten Teile des Gerölls mitgerissen werden, wenn der Fluss erneut über die Ufer tritt. Die Fläche dient zukünftig als Retentionsraum - also als Überflutungsfläche, die der Ahr Platz schafft und somit Siedlungsbereiche entlastet.

Der Campingplatz in der Ahrschleife war einst ein beliebter Ort für Erholung, wurde jedoch durch die Flutkatastrophe am 14. Juli 2021 zerstört. Eine Neugestaltung ist nicht geplant. Der Fokus liegt nun auf dem Schutz bei künftigen Extremwetterlagen.

Rund 800 Kubikmeter Material verlassen täglich das Gelände, was etwa 60 Lkw-Fahrten pro Tag entspricht. Die Entsorgung erfolgt je nach festgestellter Schadstoffklasse auf spezialisierten Deponien in der Region, etwa in Alfter und Mendig.

Für einen sicheren Ablauf sorgt die Remagener Firma Wahl im Auftrag der Ortsgemeinde: Ein eigens asphaltierter südlicher Zugang dient als Ein- und Ausfahrt, eine Reifenwaschanlage sowie Reinigungsfahrzeuge halten die B 257 und ihre Umgebung sauber und verkehrssicher.

Bereits im Herbst 2024 wurden erste vorbereitende Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten das Entfernen invasiver Pflanzen wie Robinien und japanischem Staudenknöterich sowie der Einsatz von Flatterband auf Tonkinstäben, um Brutplätze geschützter Vogelarten auf angrenzenden Flächen zu schützen.

Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Fläche beräumt – ein beachtlicher Zwischenschritt auf dem Weg zu mehr Sicherheit für die Ortsgemeinde und den gesamten Ahrverlauf.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Altenahr

Von den einst rund 45.000 Kubikmeter angehäufter Flutschäden, die während der Akutphase der Flutbewältigung unmittelbar zwischen der Ahr und der Bundesstraße 257 auf dem ehemaligen Campingplatz Europa in Ahrbrück gelagert wurden, zeugt derzeit nur noch ein kleiner Teil. Bis zum Sommer soll das teilweise kontaminierte Material abgetragen und auf Deponien in der Region fachgerecht entsorgt werden. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

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