Allgemeine Berichte | 24.07.2017

Schwimmkurs für Flüchtlingskinder im Vulkanbad Mendig gestartet

Ein wichtiger Schritt in ein normales Kinderleben

Neun aufmerksame Kinder, eine Mutter und in der hinteren Reihe die Organisatoren: Thomas Schneider (r.), Petra Wienpahl (2. v. r.), Sofie-Kristin Schröter (3. v. l.), Samantha Weindel (2. v. l.) und Dieter Lucas (l.).  BE

Mendig. Zur ersten Übungsstunde des Sommerschwimmkurses für Flüchtlingskinder, die in Mendig eine neue Heimat gefunden haben, fanden sich neun hochmotivierte Mädchen und Jungen am Montag im idyllischen Vulkanbad ein. Das Wetter zeigte sich schon morgens von seiner sonnigen Seite, und die jungen Teilnehmer zog es magisch zum Wasser. Zuerst aber waren für die Kinder zwischen sechs und 13 Jahren Trockenübungen unter dem schattigen Dach des Schwimmbads angesagt.

Dieter Lucas, der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Mendig-Laacher See, hatte schon den ersten Kurs im Vorjahr geleitet und machte die Kids zunächst mit den Grundlagen des Schwimmens vertraut. Bei den „Trockenübungen“ wurde er von Samantha Weindel und Sofie-Kristin Schröter unterstützt, die seine theoretischen Erklärungen praktisch umsetzten. So konnten die Kinder sehen, wie sie Beine und Arme beim Schwimmen im Wasser bewegen müssen und wie die Bewegungen koordiniert werden. Manche seiner Erklärungen mussten von jungen „Dolmetschern“ für Neuankömmlinge übersetzt werden. Aber das klappte so gut, dass die aufmerksamen Kinder schnell zu praktischen Übungen ins Becken wechseln konnten. Vorher bekamen alle noch eine bunte Schwimmnudel in die Hand gedrückt. Damit begaben sie sich in den Bereich des Kinderbeckens, in dem sie sicheren Halt unter den Füßen hatten und das eben Gelernte spielerisch umsetzen konnten. Auch hier waren die DLRG-Freiwilligen immer an ihrer Seite.

Finanzielle Unterstützung und Hilfe bei der Organisation

Ermöglicht wurde die kostenlose Teilnahme am zweiwöchigen Schwimmkurs durch die großzügige Spende eines Mayener Geschäftsmanns. Thomas Schneider, 1. Beigeordneter der Stadt Mendig und zuständig für die Betreuung und Integration von Flüchtlingen, zeigte sich sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung: „Das ist ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Integration der Kinder in unseren Alltag.“ Unterstützt wurde er bei der Organisation des Schwimmkurses durch Petra Wienpahl, die mit großem Engagement den interkulturellen Treffpunkt Café Kunterbunt leitet. Dort wurden die teilnehmenden Jungen und Mädchen auch mit passenden Badehosen und Badeanzügen ausgestattet. Ihr wie auch den Freiwilligen von der DLRG dankte Schneider ebenfalls ausdrücklich.

Der Schwimmkurs umfasst zehn Übungsstunden und endet am Freitag dieser Woche. Bis dahin sollen alle teilnehmenden Kinder in der Lage sein, sich sicher im Wasser zu bewegen. Am Ende des ersten Kursabschnitts traut sich schließlich auch der siebenjährige Abd Alrahman aus dem syrischen Aleppo ins Wasser. Für den Jungen, der vor zwei Jahren mit seiner Mutter übers Mittelmeer nach Europa geflüchtet ist und mit Wasser bisher Gefahr und Bedrohung verbunden hat, ein kleiner, aber ganz wichtiger Schritt in ein normales Kinderleben. Und ganz sicher ein großer Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration, wie sie Thomas Schneider und allen vorschwebt, die sich engagiert für neue Mitbürger der Stadt einsetzen.

Neun aufmerksame Kinder, eine Mutter und in der hinteren Reihe die Organisatoren: Thomas Schneider (r.), Petra Wienpahl (2. v. r.), Sofie-Kristin Schröter (3. v. l.), Samantha Weindel (2. v. l.) und Dieter Lucas (l.). Foto: BE

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