In der Kreisstadt wurde der 1000. Bewilligungsbescheid überreicht
„Ein wichtiges und auch erforderliches Zeichen“
Förderung aus dem Wiederaufbaufonds für Sporthalle Bachem und zwei kommunale Brücken
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die der Erich-Kästner-Realschule plus (EKS) angegliederte Sporthalle Bachem gehörte zu den Hallen in der Kreisstadt und im Ahrtal, die von der Flut vor zweieinhalb Jahren besonders hart getroffen wurden. Das rund 1,80 Meter hoch im Inneren stehende Wasser zerstörte unter anderem Böden, Estrich, Prellschutz, Schwingboden, Aufzug, Ausstattung, Haustechnik, Fenster, Türen und Tribüne. Der Erich-Kästner-Realschule selbst erging es dabei in Sachen Flutschäden nicht besser. Trotz der verheerenden Zerstörungen findet seit August 2021 ein provisorischer Schulbetrieb in nicht beschädigten Gebäudebereichen statt, nach und nach konnte einiges wieder errichtet werden, darunter Unterrichtsräume im Erdgeschoss, Außentoiletten, Fahrradkeller und naturwissenschaftliche Fachräume. Rückbau und Entkernung sind weitestgehend abgeschlossen. In Sachen Sporthalle sind – wie bei der EKS – noch einige Arbeiten wie Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und verschiedene Ausbaugewerke durchzuführen. Mit der endgültigen Fertigstellung wird nicht vor dem vierten Quartal 2025 gerechnet.
Förderung in Höhe von 9,5 Millionen Euro
Die hierbei entstehenden Kosten werden durch den Wiederaufbaufonds mit 9,5 Millionen Euro gefördert. Eben jenen Förderbescheid überreichten unlängst Ministerpräsidentin Malu Dreyer und RLP-Innenminister Michael Ebling an Bürgermeister Guido Orthen. Es war der eintausendste Förderbescheid, den das Land bisher im Bereich der allgemeinen kommunalen Infrastruktur für Spielplätze, Sportanlagen, Kindergärten, kommunale Gebäude, Brücken, Straßen oder Feuerwehrhäuser ausstellen konnte. Zudem erhielt die Stadt Förderbescheide aus dem Bereich der Sportstättenförderung für Maßnahmen am Apollinarisstadion und aus dem Wiederaufbaufonds für zwei Brücken, genauer gesagt die Amseltalbrücke und die Schwanenteichbrücke. „Eine Stadt ist erst dann wieder lebendig, wenn die kommunale Infrastruktur wieder funktionsfähig und auch Hochwasser-resilienter ist. Deshalb sind diese Förderbescheide – egal ob Kita, Feuerwehrhaus, Schule, Sporthalle oder kommunale Brücke – so wichtig“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer und ergänzte, dass die Absicherung der „Aufbauhilfe 2021“ zu keiner Zeit zur Debatte gestanden habe. Die Umsetzung im Haushalt 2023 habe allerdings nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts angepasst werden müssen, und dies sei inzwischen erfolgt.
Auch zukünftig Förderung aus dem „Sondervermögen Aufbauhilfe 2021“
„Die Landesregierung ist froh, dass Bundesregierung und Bundestag hier schnell gehandelt haben. In einem Brief an Bundeskanzler Scholz hatte ich nochmals um Klarstellung gebeten. In seiner Antwort hat mir der Bundeskanzler versichert, dass der Bund seinen Verpflichtungen, die er im Rahmen der Vereinbarungen zum Sondervermögen Aufbauhilfe 2021 übernommen hat, auch in den kommenden Jahren vollständig nachkommen wird“, so Malu Dreyer. „Die Zahl von jetzt eintausend Förderbescheiden zeigt, mit welcher Dynamik an dem Thema gearbeitet wird. Wir möchten auch in den kommenden Jahren viel gemeinsam schaffen. Wir wollen nicht bei tausend stehenbleiben und auch nach neuesten und modernsten Gesichtspunkten wiederaufbauen“, betonte Michael Ebling. Bürgermeister Guido Orthen bezeichnete den tausendsten Förderbescheid als „wichtiges und auch erforderliches Zeichen“. „Wir haben erst einen kleinen Teil der Wegstrecke hinter uns gebracht, aber wir wollen auch die kleinen Schritte feiern. Wenn wir erst feiern, wenn alles fertig ist, dann wird die Strecke lang. Mit der Fertigstellung größerer Maßnahmen werden wir in diesem, aber auch im kommenden Jahr eine Perspektive haben. Das gilt auch für die Sporthallen und Sportanlagen, die bereits wiederhergestellt sind. Wir kommen wieder Stück für Stück in ein etwas besseres Leben und das ist für die Menschen in dieser Stadt von großer Bedeutung. Wir schauen mit Mut und Zuversicht ins Jahr 2024“, so Orthen.
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