Tag der „Offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ems
Einblick in spannende und vielfältige Aufgaben
Offizielle Übergabe des neuen Rosenbauer Tanklöschfahrzeuges „TLF 3000“
Bad Ems. Sie sind Tag und Nacht in Bereitschaft. Sie „retten, bergen, löschen und schützen“. Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren. Zu einem Tag der „Offenen Tür“ lud die Freiwillige Feuerwehr Bad Ems in die Jahnstraße die Bevölkerung ein. Diese nutzen das wunderschöne sonnige Herbstwetter und kamen in Scharen zur Feuerwehrwache.
Die Aufgaben der Kameradinnen und Kameraden sind vielfältig, abwechslungsreich und spannend zugleich.
Sie müssen den Umgang mit technischen Geräten im Schlaf können. Rund um die Feuerwehrwache gab es viele Aktionsflächen zum Informieren und Mitmachen. Für die kleinen Gäste gab es eine riesige „Feuerwehrauto-Hüpfburg“. Die Jugendfeuerwehr schminkte die Kids nach ihren Wünschen. Den Umgang mit einem kindgerechten Feuerwehrschlauch wurde fachmännisch erklärt und dann konnte auf die Dosen gezielt werden. Ein herrlicher Spaß bei diesen sommerlichen Temperaturen. Wer mutig genug war, der konnte sich das bunte Treiben im Innenhof von einer 10m hohen Strickleiter aus anschauen. Hier unterstützte das THW Lahnstein.
Alle Türen der Feuerwehrwache waren an diesem Tag geöffnet. So konnte man sich über die Wartung der Atemschutzgeräte, das Säubern und Reparieren der Schläuche informieren oder wie läuft das eigentlich während eines Einsatzes in der mobilen Funkeinsatzzentrale?
Die gesamten Löschfahrzeuge mit den Gerätschaften, die sich in den Fahrzeugen befinden, konnten bestaunt werden.
Stolz auf die Nachwuchsarbeit
Klaus-Dieter Plaggenmeier, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ems ist stolz auf die Nachwuchsarbeit, die in der Jugendfeuerwehr betrieben wird. Betreut werden die 22 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahre von der Jugendwartin Stefanie Balcke. Gemeinsam mit ihren Kollegen Dirk Reckenthäler und Oliver Busch sorgen sie neben der Ausbildung für Spaß und Abwechslung, um die jungen Menschen zu motivieren. So werden zum Beispiel Zeltlager und Ausflüge angeboten oder man geht einfach mal gemeinsam ein Eis essen.
Klaus-Dieter Plaggenmeier: „Der Förderverein unterstützt sehr gerne, doch auch die finanziellen Mittel sind nicht unendlich. Dank der Unterstützung regionaler Unternehmen und der Bürgerstiftung Bad Ems konnte für die jungen Menschen eine „qualitative wetterfeste Jacke“ angeschafft werden, die sie hier heute mit Stolz präsentieren. Der Dank gilt den Sponsoren: Wilhelm Augst (Bürgerstiftung Bad Ems), Landrat Frank Puchtler (Kuratoriumsmitglied der Naspa Stiftung), Uwe Kewitz (Volksbank Rhein Lahn Limburg), Firma Noll Fachbach, Firma Löwenstein medical und der Emser Therme.“
Ein besonderer Höhepunkt war die offizielle Übergabe des neuen Rosenbauer Tanklöschfahrzeuges „TLF 3000“ an die Freiwillige Feuerwehr Bad Ems.
Uwe Bruchhäuser (Verbandsbürgermeister) freute sich, dass so viele Wehren aus der VG-BEN zum Tag der offenen Tür gekommen waren. Er gab einen kurzen Einblick über die Anschaffung des neuen Rosenbauer Tanklöschfahrzeuges „TLF 3000“, dass bereits vor drei Wochen bei dem Brand im Malberg zum Einsatz kam und deutlich machte, wie wichtig diese Anschaffung gewesen sei. Auch wenn es zwei Jahre gedauert hat.
Carsten Reifert (Wehrführer) machte deutlich, wie wichtig es für die Feuerwehren ist, auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.
„Lange wurde versucht, die Neuanschaffungen der Löschfahrzeuge raus zu zögern, um andere ebenfalls notwendige Maßnahmen durchzuführen. Aber das Alter und die damit auch nachlassende Zuverlässigkeit der vorhandenen Löschfahrzeuge ließ kein weiteres Aufschieben zu und so wurde 2011 begonnen, ein Fahrzeugkonzept für die Feuerwehr Bad Ems auf Basis des durch die damalige Wehrleitung erstellten Feuerwehrbedarfsplans zu erarbeiten.
Zu diesem Zweck wurde eine Fachgruppe, bestehend aus Alexander Michel, Torsten Hutny, Andreas Friedrich, Jens Clos, Volker Wilbert und Sascha Meuer ins Leben gerufen. Im März 2012 stellte die Fachgruppe nach intensiven Überlegungen und Abwägungen der Wehrleitung zwei mögliche Konzepte vor. Nach weiteren Abstimmungen mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier als zuständige Behörde für die Förderung des Landes im Brandschutz, wurde sich schließlich auf ein Konzept geeinigt. Begonnen wurde mit dem HLF20 welches im Jahr 2015 das (34 Jahre alte) TLF16/25 als Erstangriffsfahrzeug ablöste.
Wurden die Leistungsbeschreibungen bisher immer in Eigenleistung durch die Mitglieder der Fachgruppe erstellt, holten wir uns dieses Mal mit der Kommunalagentur Nordrhein-Westfalen fachkundige Unterstützung bei der Formulierung der europaweiten Ausschreibungsunterlagen und der Organisation einer Vergleichsvorführung, sodass im Dezember 2017 die Ausschreibung erfolgen konnte. Auftragserteilung März 2018, Rohbaubesprechung April 2019 Abnahme, Einweisung und Überführung des TLF3000 im Mai diesen Jahres, dass somit das 42 Jahre alte TLF24/50 ersetzt.“
Der Stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur Lars Ritscher, sowie Landrat Frank Puchtler übermittelten ihre Glückwünsche zur Neuanschaffung und wünschten der Mannschaft und dem Fahrzeug stets eine gute Rückkehr aus dem Einsatz. Bevor es zur Schlüsselübergabe aus den Händen von Uwe Bruchhäuser an Carsten Reifert kam, wurde das Fahrzeug und die Mannschaft mit Gottes Segen und Taufe durch die Pfarrerin Lieve Van den Ameele und Pater Peter Harr bedacht.
Tanklöschfahrzeug „TLF 3000“ zeigte, was es kann
Dann wurde es spannend. Das Rosenbauer Tanklöschfahrzeuges „TLF 3000“ das unter anderem über einen Dachmonitor (Wasserwerfer max. 3000 Liter/Minute) zur Abgabe von Wasser und Schaum verfügt, zeigte dem staunendem Publikum, was es für Leistungen erbringen kann.
Eine nachgebaute Haushaltsküche war Schauplatz der Entstehung eines Feuers bis zum Vollbrand.
Mit der Simulation eines Küchenbrandes ausgelöst durch zu heißes Fett, dass manchmal in Haushalten versucht wird, mit Wasser zu löschen und die daraus entstehenden Gefahren nicht bedacht werden, machte eine Einsatzgruppe in einer realen Brandvorführung deutlich.
Die Hitzeausbreitung wurde spürbar und die taktische Vorgehensweise der Brandbekämpfung konnte hautnah miterlebt werden.
Die Roten Husaren aus Bad Ems unterhielten mit ihrem breiten Repertoire und alle Kameradinnen und Kameraden sorgten für das leibliche Wohl.
Carsten Reifert (Wehrführer) und Uwe Bruchhäuser (Verbandsbürgermeister) bei der Schlüsselübergabe.
Pater Peter Harr bei der Taufe des Rosenbauer Tanklöschfahrzeuges „TLF 3000“.
Die Rote Husaren Bad Ems spielten anlässlich des Tages der offenen Tür.
Eine nachgebaute Haushaltsküche war Schauplatz der Entstehung eines Feuers bis zum Vollbrand.
