Allgemeine Berichte | 10.07.2019

Tomburg Ritter erheben beim diesjährigen „Ritterschlag“ zwei Knappen in den Stand des Ritters

Einblicke in das mittelalterliche Leben

Am Samstag, 10. und am Sonntag, 11. August

Die Tomburg Ritter freuen sich auf den diesjährigen Ritterschlag. Foto: Jörg Schnebele

Wormersdorf. Im siebzehnten Jahr ihres Bestehens bereiten sich die Tomburg Ritter wieder auf den traditionell am Fuße der Tomburg stattfindenden Ritterschlag vor. Wie gewohnt findet die beliebte Veranstaltung am zweiten Augustwochenende, also am 10. und 11. August, in Wormersdorf statt, zu dem wieder viele befreundete Mittelaltergruppen wie auch interessierte Besucher aus heutiger Zeit erwartet werden. Nachdem sich im Vorjahr kein Knappe für den Ritterschlag ins rechte Licht setzen konnte, freuen sich die Tomburg Ritter in diesem Jahr darauf, gleich zwei Knappen aus ihrer Mitte in den Stand des Ritters zu erheben.

Die zukünftigen Ritter

Knappe Christian (Trojandt), der bereits als junger Page in den Dienst seines Ritters Jürgen vom Adlerhorst (Barth) getreten ist, wird in diesem Jahr als würdig erachtet, fortan den Weg des Ritters zu gehen. Führen wird er fortan den Namen „Christian vom alten Dorf“. Im Jahr 2017 kreuzten sich die Wege der Tomburg Ritter und des Knappen Christoph (Netenjacob), der bei seinem Herrn Elmar (Sann) von der Drachenlilie in die ritterliche Ausbildung ging. Er wird nach seinem Ritterschlag den Namen „Christoph von Greifenberg zu Roitgin“ tragen. Entgegen alter Traditionen werden die Knappen in diesem Jahr von ihren eigenen Rittern in den Ritterstand erhoben; sie werden ihrem Zögling den Rittereid abverlangen und den „letzten Schlag ohne Gegenwehr“ führen. Und um dem Volke zu zeigen, dass es auch nicht an ritterlichem Nachwuchs mangelt, wird Hektor Hopfenschreck (Axel Schregel) fortan den Weg des Knappen gehen und dem Ritter Elmar von der Drachenlilie in seine Ausbildung gewiesen. An beiden Tagen wird das herangeeilte Volk mit einem Schauspiel unterhalten, bei dem es um den Kampf der Ritter geht; ein Kampf, der auf Zwistigkeiten der edlen Damen Andrea vom Adlerhorst (Barth) und Annegret von der Drachenlielie (Sann) zurückgeht. Im Grunde eine banale Geschichte, geht es einzig und alleine darum zu klären, wer standesgemäß am heiligen Sonntag zuerst mit ihrem Gemahl die Kapelle zum Gottesdienst betreten darf. Daraus erwachsen Feindseligkeiten, die schließlich von den Rittern mit Schild und Schwert ausgefochten werden.

Führungen vom Verein „Freundeskreis Tomburg e.V.“

Zum ersten Male wird es zudem am Samstag wie am Sonntag eine Führung vom Verein „Freundeskreis Tomburg e.V.“ zur Tomburg (https://www.tomburg-forschung.de/freundeskreis ) geben, welcher sich seit einigen Jahren aktiv mit der Erhaltung und Pflege der Tomburg befasst und den Schulterschluss zu den Tomburg Rittern gesucht hat. Den Tomburg Rittern ist das Engagement um die Tomburg von jeher ein besonderes Anliegen gewesen, und deshalb wurde die Möglichkeit gerne genutzt, den Ritterschlag mit den Führungen aufzuwerten, welche Interessierten die Fortschritte im Erhalt um das Wahrzeichen Wormersdorfs näherbringen wird. Mit der Veranstaltung des eigenen „Ritterschlages“ manifestieren die Tomburg Ritter ihre wichtigste Veranstaltung im Jahr.

Die erste Vorsitzende Andrea Barth, die unlängst für zwei weitere Jahre gewählt wurde, um das Geschick des Vereins zu lenken, hat bereits im vergangenen Jahr mit dem Vorstand und einer eigens gegründeten Orga-Gruppe die Arbeit zur Organisation des Ritterschlages aufgenommen. So konnte sie auch für dieses Jahr wieder „Die Irrlichter“ zur musikalischen Unterhaltung gewinnen. Die Musikerinnen sind ein wahrer Publikumsmagnet und begeistern nun auch schon einige Jahre das angereiste Volk in Wormersdorf. Die mal zotigen, mal gefühlvollen Lieder unterhalten sowohl Weibs- als auch das Mannsvolk gleichermaßen. Wie gewohnt wird es auch weiterhin an diesem Wochenende Unterhaltung für Jung und Alt geben. Speziell die Kinder stehen im Mittelpunkt und können sich in den verschiedensten Exerzitien messen, um abschließend zum Burgfräulein oder Kinderritter erhoben zu werden. Und natürlich soll sich das Publikum auch wieder beim Bogenschießen messen können. Wie schon in den vergangenen Jahren, so ist der „Ritterschlag“ auch in diesem Jahr keine kommerzielle Veranstaltung. Besucher von nah und fern, gewandet oder ungewandet, sind gerne gesehen und sollen ihren Spaß bei den Tomburgern bei hoffentlich schönem Wetter haben; so natürlich auch die zahlreichen Aktiven in den Lagern. Wer weitere Infos über die Tomburg Ritter haben möchte, schaue einfach in die magischen Seiten des magischen weltweiten Netzes: www.tomburgritter.de

Die Tomburg Ritter freuen sich auf den diesjährigen Ritterschlag. Foto: Jörg Schnebele

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