Umweltwoche der Verbandsgemeinde Puderbach
Eindämmung und Bekämpfung von Neophyten
Vom 19. bis 24. Juni werden invasive gebietsfremde Pflanzen ausgerupft oder gemäht
Puderbach. Seit einigen Jahren widmen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Ortsgemeinden, Schulklassen, Vereine und Initiativen freiwillig der Eindämmung und der Bekämpfung von sich aggressiv ausbreitenden Pflanzen (Neophyten) im Bereich der Verbandsgemeinde Puderbach.
Diese sogenannten Neophyten verdrängen zunehmend die heimische Vegetation, verändern Biotope und das heimische Landschaftsbild vor allem der wertvollen Bachtäler und breiten sich zunehmend in jeden Landschaftstyp hinein aus.
Heimische Vegetation wird verdrängt
Neben Knöterich, Jakobskreuzkraut, Herkulesstaude oder Bärenklau ist gerade das „Indische Springkraut“ stetig auf dem Vormarsch. Dieses Indische beziehungsweise Drüsige Springkraut ist eine gebietsfremde invasive Pflanze, die sich entlang der Bachtäler bis in die Wälder hinein sehr schnell verbreitet und die heimische Vegetation mehr und mehr verdrängt. Gerade dort, wo sich Dominanzbestände gebildet haben, hinterlässt das Indische Springkraut beim Absterben im Herbst kahle Böden.
Artenvielfalt leidet
Besonders betroffen sind Lichtungen und Flussauen, auch solche in wertvollen Naturschutzgebieten. Durch die Verdrängung von heimischen Pflanzenarten wird gleichzeitig die Artenvielfalt in der Tierwelt beeinträchtigt.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Puderbach unterstützt die Initiativen zur Eindämmung und Bekämpfung der Problempflanzen in seiner Verbandsgemeinde ausdrücklich. In Sitzungen der Arbeitsgruppe „Organisation und Bekämpfung von Problempflanzen in der Verbandsgemeinde Puderbach“ sowie im Umweltausschuss wurde für das Jahr 2017 eine „Umweltwoche“ vom 19. bis 24. Juni konzipiert, in der an sechs Tagen an verschiedenen Abschnitten entlang des Holzbaches aktiv das Indische Springkraut bekämpft beziehungsweise ausgerupft oder gemäht werden soll.
Bürger werden gebeten, sich aktiv zu beteiligen
Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, alle gewählten Mitglieder in den Ortsgemeinderäten, im Verbandsgemeinderat und den Ausschüssen, Vereine und Initiativen sind aufgerufen, sich an den im Einsatzplan der Umweltwoche ausgewiesenen Tagen und Zeitplänen aktiv einzubringen. Der erforderliche Unfallversicherungsschutz ist über die Verbandsgemeindeverwaltung sichergestellt.
Nur mit vereinten Kräften wird es nachhaltig gelingen, dem „Indischen Springkraut“ nachhaltig Paroli zu bieten.
Einsatzplan
19. Juni, 17 Uhr: Treffpunkt Kläranlage Hölzches Mühle, Einsatzgebiet Mündung Dreisbach und rechte Straßenseite( L 267) bis Puderbach; Waldweg hinter dem Salzlager Richtung Puderbach/Mühlbach ab Hedwigsthal bis zur Mühlbach-Brücke.
20. Juni, 17 Uhr: Treffpunkt Mühlbach-Brücke an der L 267, Einsatzgebiet Holzbach/ Mühlbach ab Mühlbachbrücke bis nach Puderbach.
21. Juni, 17 Uhr: Treffpunkt L 267 bei Haus Klein gegenüber Fa. Afflerbach, Einsatzgebiet Gelände zwischen L 267 und Holzbach ab Brücke Fa. Afflerbach; Bereiche oberhalb Haus Klein.
22. Juni, 17 Uhr: Treffpunkt Parkplatz Burg Reichenstein, Einsatzgebiet Abschnitt zwischen Bahndamm und Burggelände; Gelände oberhalb des alten Bahnwärterhäuschens; Bereich zwischen Holzbach und L 267 bis Brücke Reichenstein; Grundstück zwischen Bahndamm und L 267, direkt hinter dem zweiten Bahnübergang Richtung Altenkirchen.
23. Juni, 17 Uhr: Treffpunkt Alter Bahnhof Puderbach, Einsatzgebiet: Besondere Verwendung.
23. Juni, 17.20 Uhr: Treffpunkt L 267 - Einmündungen K 131 Haberscheid und Oberähren-Brücke, Einsatzgebiet Bereich zwischen L 267 und Holzbach oberhalb der Holzbrücke nach Oberähren; alter Holzbacharm hinter Bahndamm an der Oberähren-Brücke; Gelände gegenüber dem Anwesen Wirtz, Nähe Bahndamm.
24. Juni, vormittags: Treffpunkt Schmiddeplatz, Raubach, Einsatzgebiet gesamter Gemeindebereich Raubach, Organisation durch Ortsbürgermeister.
Arbeitsgeräte, Heidesensen, Arbeitssicheln, Motorsense stehen zur Verfügung, Handschuhe bitte mitbringen. Jeder Teilnehmer genießt Unfallversicherungsschutz.
Es wird darauf hingewiesen, dass jede Teilnehmergruppe in ihrem Arbeitsgebiet sich auch um eine Nachsorge etwa vier Wochen nach dem Einsatz kümmern muss. Pressemitteilung Volker
Mendel, Bürgermeister
