Meckenheimer Bürgerverein besucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Porz-Wahnheide
Eindrucksvolle Exkursion
Meckenheim. 48 Mitglieder des Vereins hatten die Gelegenheit eine eindrucksvolle Führung und Präsentation durch Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen des DLR zu erleben. Ein Eingangsvortrag stellte das Aufgabenspektrum des DLR, mit den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit vor. Das Unternehmen ist hierzu in Deutschland an 16 Standorten mit 32 verschiedenen Test- und Betriebseinrichtungen und insgesamt 8000 Beschäftigten präsent, am Hauptstandort Köln sind es 1500 Mitarbeiter. Im Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin wird die Wirkung verschiedener Umweltbedingungen auf den Menschen und mögliche Gegenmaßnahmen erforscht. Die gegenwärtige Hauptfrage ist: Was geschieht mit dem menschlichen Körper auf dem Flug zum Mars. Um darauf eine Antwort zu finden, werden zwölf Probanden für eine Bettruhestudie 60 Tage ins Bett mit 6° Kopfneigung und absolutem Bewegungsverbot gezwungen. In einer Humanzentrifuge werden die Effekte erhöhter Schwerkraft auf das Herz- und Kreislaufsystem sowie auf Muskeln und Knochen analysiert. Die Besucher waren von der Tatsache beeindruckt, dass sich genügend Probanden für diese langwierige und nicht leicht zu verkraftende Untersuchung gemeldet haben. Im EAC, dem Astronauten-Ausbildungszentrum wurde dargestellt, wie im internationalen Zusammenschluss die europäischen Astronauten sowie die der USA, Russland und Japan für die verschiedenen Missionen an Bord der Internationalen Raumstation ISS ausgebildet werden. Diese Ausbildung dauert ungefähr drei Jahre. Im Raumfahrtnutzerzentrum MUSC – Microgravity User Support Center – wurde die Vorbereitung und Durchführung von Weltraumexperimenten im Bereich der Materialwissenschaften erläutert. Die Einrichtung ist die größte Forschungsplattform für Experimente unter reduzierter Schwerkraft. Zugleich ist MUSC Kontrollzentrum für die Rosetta/Philae-Mission. Anhand eines baugleichen Modells wurde die zehnjährige Reise dieser Sonde zu einem Kometen und deren Arbeitsweise nach der Landung erläutert. Die letzte Station betraf die Installationen für den Sonnenofen und Hochleistungsenergiestrahler im Freigelände. Sie bieten Forschern und Anwendern aus Wissenschaft und Industrie Möglichkeiten zur experimentellen Entwicklung nachhaltiger Verfahren, in denen konzentrierte Solarstrahlung der technischen Nutzung zugeführt wird. Insgesamt hat diese von Experten hervorragend geführte und organisierte Exkursion den Teilnehmern verdeutlicht, welch exponierten Platz das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Bereich der Hochtechnologieforschung und Entwicklung nicht nur im europäischen, Rahmen, sondern im weltweiten Forschungsverbund einnimmt.
Pressemitteilung
Bürgerverein Meckenheim e.V.
