„Tag der Feuerwehr“ bei der FFW Mülheim-Kärlich
Eindrucksvolle Vorführungen und Präsentation der technischen Ausstattung
Jugendfeuerwehr und Rettungshundestaffel Lahnstein zeigten bei Übungen ihr Können
Mülheim-Kärlich. Die Hunde gehen über die Sprossen einer waagerecht liegenden Leiter, kriechen durch ein dickes Schlauchrohr oder springen durch einen Reifen. Dies und noch mehr wurde beim Tag der Feuerwehr in Mülheim-Kärlich von der Rettungshundestaffel Lahnstein hunderten Zuschauern eindrucksvoll vorgeführt. Aber was hat das mit dem Löschzug Mülheim-Kärlich zu tun?
Jürgen Marhofer ist seit 1985 Mitglied der Feuerwehr Mülheim-Kärlich, bei der Berufsfeuerwehr Koblenz und seit 2003 bei der Rettungshundestaffel Lahnstein und dort seit 2003 Einheitsführer. „Mein Hobby ist Feuerwehr und das habe ich zum Beruf gemacht“, erklärte Marhofer gegenüber Blick aktuell. Sein Hund Tobi ist fünf Jahre alt und voll ausgebildeter Rettungshund, der beispielsweise eingesetzt wird um Personen zu suchen.
Dass er dies kann, zeigte Tobi bei der eindrucksvollen Vorführung in Mülheim-Kärlich. Aber auch die Jugendfeuerwehr Mülheim-Kärlich demonstrierte in einer technischen Hilfeleistung, was sie so drauf hat.
Die Wehrleute des Löschzugs hatten ein Szenario aufgebaut, bei dem ein Radfahrer – eine lebensechte Puppe – mit einem Auto kollidiert war und unter dem Fahrzeug lag. Schnell hatten die Nachwuchswehrleute Hebekissen unters Auto gebracht und den Wagen hochgehoben.
Den Verletzten vorsichtig unter dem Auto hervorziehen, auf die Trage legen und abtransportieren, waren dann die leichtesten Übungen für die Jugendfeuerwehrleute.
Die hatten außerdem für die Kinder ein Ballspiel mit der Wasserspritze und ein Löschspiel aufgebaut. Neben der Hüpfburg waren die kleinen Besucher ganz begeistert, dass sie in den großen Feuerwehrfahrzeugen sitzen durften.
Neun Fahrzeuge und technische Geräte ausgestellt
Schließlich präsentierte der Löschzug seine ganze Ausstattung mit neun Fahrzeugen, darunter zwei Tanklöschfahrzeuge und die Drehleiter. Auch Geräte wie Rettungsschere und Spreizer konnten die Besucher bewundern, aber auch selbst aktiv werden und mit Wasser aus dem Feuerlöscher eine lodernde Propangasflamme ausmachen.
„Jedes Jahr laden wir die Bevölkerung in die Feuerwache ein, um zu zeigen, was wir das ganze Jahr über für die Bürger vorhalten und wie fit wir sind“, erklärte Wehrführer Marco Ihrlich. Dazu gehörten dann auch Führungen durch die Feuerwache, wobei Funkzentrale und Atemschutz-Werkstatt am meisten beeindruckten.
Einen halben Tag lang hatten etwa 20 Mülheim-Kärlicher Wehrleute gebraucht, um diesen Tag der Feuerwehr mit Festzeltgarnituren und Pavillons vorzubereiten. Neben dem Bierbrunnen gab es u.a. Pommes und Würstchen sowie Kaffee und Kuchen, wofür etwa 30 Wehrleute im Einsatz waren.
Da die Einheit Mülheim-Kärlich zur Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm gehört, besuchten natürlich auch Wehrleute der anderen Löschzüge und aus der Nachbarschaft dieses Fest, das am späten Nachmittag endete. HEP
Jürgen Marhofers Rettungshund Tobi springt nicht nur problemlos durch einen Metallring.
Mit Wasser aus dem Feuerlöscher löschte dieser Junge die Propangasflamme.
Über die Sprossen einer Leiter zu gehen ist für einen Vierbeiner nicht einfach.
Durch den Einsatz von Hebekissen konnte die Jugendfeuerwehr den eingeklemmten Verunglückten befreien.
