Comedian Andy Ost begeisterte in der Rheinhalle Remagen
Eine Achterbahn der Gefühle
330 Zuhörer kamen bei dem Musik-Kabarettisten voll auf ihre Kosten
Remagen. Jede Menge Spaß, aber auch etwas Nachdenklichkeit: Das war es, was Comedian Andy Ost am vergangenen Freitag den 330 Besuchern in der Rheinhalle vermittelte. Da hatten Geschichten aus dem Leben ebenso ihren Platz wie kraftvolle Songs, Parodien auf bekannte als auch auf eigene Songs.
Rasch hatte der Mittdreißiger seine Fans hinter sich und die Lacher auf seiner Seite. So etwa, als er von Opa und dem Beipackzettel seiner „blauen“ Pillen erzählte. Der Beipackzettel beinhalte den wichtigen Tipp, dass, wenn die Pillen vier Stunden wirken, vielleicht doch ein Arzt aufgesucht werden sollte. Auch Tante Erika, einst Gewichtheberin im Olympiakader, stellte er trefflich vor: „Wenn die in den Zoo geht, dann stellt sich der Tiger tot.“ Auch ihre Selbstfindungs-Workshops wie „Blähungen als Botschaft“, „Rehrückenschule nach Petri Heil“ oder aus der „Veganer Schule“ weiß Ost zu erzählen, denn Tante Erika habe entdeckt: „Seele und Geist sind in Balance, jetzt muss der Körper her.“
Da passte der Veganer-Hit von Herbert Grönemeyer gut rein – und schon röhrte der hessische Komiker bestens los. Auch vor der Handy-Sucht machte Ost in seinem Programm „Kunstpark Ost“ keinen Halt. „Ein Kumpel hat sich in die Hand geschrieben, wenn du das hier lesen kannst, ist das Handy weg.“ Begleitet wurde der Comedian, der ebenso zur Gitarre griff wie in die Tasten des Piano, von Thomas Dill an der Gitarre und Andreas Seitz am Piano.
Schon mit elf Jahren hatte der Musiker und Comedian seine erste eigene Band gegründet. Und so lässt er in seinen Songs mit kraftvoller Musik und starken Texten die Fans teilhaben an der Achterbahn der Gefühle. So bietet der Musik-Kabarettist den Gästen wirklich einiges: Wortgewandtheit mit vielen Geschichten aus dem Leben sowie beste musikalische Unterhaltung, bei der er nicht nur die eigenen Songs gekonnt in Szene setzt, sondern auch den Songs von Musikstars wie Peter Maffay oder Udo Lindenberg seinen Stempel aufdrückt. Das Publikum wurde hervorragend unterhalten und spendete immer wieder spontan Applaus. AB
