Blaulicht | 02.06.2026, 08:36 Uhr

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Vermisste Frau aus dem Kreis Ahrweiler ist Opfer eines Tötungsdelikts

Die vermisste Frau aus Wirft wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.

Wirft. Die am 28.05.2026 vermisst gemeldete und in der Nacht vom 29. auf den 30.06.2026 durch Polizeibeamte im Rahmen der Vermisstenfahndung in der Verbandsgemeinde Adenau in ihrem Pkw tot aufgefundene 29-jährige Deutsche aus dem Kreis Ahrweiler ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die Frau wies erkennbare Stich- bzw. Schnittverletzungen auf. Zur Klärung der genauen Todesursache ist eine Obduktion angeordnet worden.

Angehörige hatten die Frau vermisst gemeldet, nachdem diese am 28.05.2026 von dem von ihr geplanten Tagesablauf abgewichen war und auf Kontaktversuche nicht reagierte.

Der Tat dringend verdächtig ist der von ihr getrennt lebende Ehemann, ein 43-jähiger tunesischer Staatsangehöriger.

Der zuletzt in Nordrhein-Westfalen aufenthältige Tatverdächtige ist am 29.05.2026 auf einer Polizeidienststelle in Nordrhein-Westfalen erschienen, um den Sachstand bezüglich einer angeblichen körperlichen Auseinandersetzung mit Dritten zu erfragen, in die er verwickelt gewesen zu sein vorgab. Zu diesem Zeitpunkt, war die Leiche der Frau noch nicht gefunden worden. Aufgrund gegen ihn zu dieser Zeit bereits im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Frau bestehender Verdachtsmomente und erkennbarer Blutspuren an seinen Händen wurde ihm die vorläufige Festnahme erklärt.

Das Amtsgericht Koblenz hat am Samstag, den 30.05.2026, auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags und wegen bestehender Fluchtgefahr erlassen. Eine unverzügliche Untersuchung der an seinen Händen gesicherten Blutspuren hatte zuvor ergeben, dass es sich um das Blut der Getöteten handelt.

Tatverdächtiger und Opfer haben zwei gemeinsame Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren, die sich in der Obhut von engen Angehörigen befinden. Die Ermittlungen zur Klärung des genauen Tatablaufs und des Tatmotivs dauern an. Im Rahmen der Motivlage könnte die Trennung der Getöteten von dem Tatverdächtigen, gegen den in der Vergangenheit bereits eine mit einem Kontaktverbot verbundene Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz ergangen ist, eine tragende Rolle gespielt haben. In diesem Zusammenhang wird auch geprüft werden, ob die Tat als Mord zu qualifizieren ist.

Rechtliche Hinweise:

Wegen Totschlags macht sich strafbar, wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein.

Ein Haftbefehl wird vom Gericht erlassen, wenn gegen einen Beschuldigten ein dringender Tatverdacht besteht und ein Haftgrund vorliegt. Ein Haftbefehl dient der ordnungsgemäßen Durchführung des staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens sowie, sofern es zur Anklageerhebung kommt, des gerichtlichen Strafverfahrens.

Der Erlass eines Haftbefehls bedeutet nicht, dass gegen die verhaftete Person bereits der Tatnachweis erbracht ist. Vor einer rechtskräftigen Verurteilung gilt vielmehr die Unschuldsvermutung für den Beschuldigten.

Pressemitteilung Mannweiler, Leitender Oberstaatsanwalt

Die vermisste Frau aus Wirft wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Foto: WinklerTV

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Imageanzeige Werbeplan 2026
Kirmes in Bassenheim
Weinfest Altenahr
Kirmes Plaidt
Neubau Flowcraft
Kirmes Ettringen 2026
Titel-Anzeige
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
532

Kreis Ahrweiler. Im Kreis Ahrweiler sind aufgrund von Bränden im Hürtgenwald (Kreis Düren, NRW) und im Hohen Venn (Belgien) verstärkte Geruchsbelästigungen sowie mögliche Rauchentwicklungen in Bodennähe zu verzeichnen. Diese Informationen wurden von der Integrierten Leitstelle Koblenz bekannt gegeben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Baustelle der neuen Kurparkrandbebauung im Bad Neuenahr im Juli.
372

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Kurpark Bad Neuenahr, dem grünen Herzen und Veranstaltungszentrum der Kurstadt, finden derzeit äußerst umfangreiche Baumaßnahmen statt. Zum einen werden der flutgeschädigte Park selbst sowie das Kurparkterrassengebäude mit der Kleinen Bühne wiederhergestellt, zum anderen entsteht die neue Kurparkrandbebauung, die bereits vor der Flut im Sommer 2021 in Planung war. Sie umfasst...

Von Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
1117

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
478

Ritter: „Übernehme Verantwortung mit großem Respekt und hoher Motivation“

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Jan Ritter ist neuer Erster Beigeordneter

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen