Nach 30 Jahren gibt der „Siegfried Service“ sein Abschiedskonzert
Eine Ära geht zu Ende
Ahrweiler. „Hits aus 30 Jahren Rockmusik“,später dann „Hits aus 2 Jahrtausenden“ - mit diesem Slogan war der „Siegfried Service“, Coverband aus dem Kreis Ahrweiler angetreten und nun nach fast genau 30 Jahren wird die abwechslungsreiche Bandgeschichte mit einem großen Abschiedskonzert ihr Ende finden. Und welchen besseren Rahmen könnte es dafür geben, als das jährliche Hoffest des Winzervereins Ahrweiler am Samstag, 5. August. Der Platz vor dem Winzerverein bietet Platz für sehr viele Besucher, die bei freiem Eintritt und bei ein paar Gläsern Ahrwein noch einmal richtig abrocken können.
Die Geschichte
Angefangen hatte es einst im Herbst 87 noch unter ganz anderen Vorzeichen. Beim Rockfestival im Rahmen der Kreiskulturtage in der Bad Breisiger Jahnhalle bot die damals noch dreiköpfige Band mit melodischen Eigenkompositionen, Rock-Kabarett, Theater mit Kostümen und Masken bis hin zum Klamauk und gewürzt mit Schattenspiel, Blitzen, Feuerzauber und Lichteffekten eine unterhaltsame und vor allem ungewöhnliche Mischung für Augen und Ohren. Um für all das Platz auf der Bühne zu haben, ersetzten sie den Schlagzeuger durch einen Drum-Computer, ein damals noch ein absolutes Novum in der lokalen Musikszene. Höhepunkt dieses Konzeptes war ein Auftritt als Hauptgruppe beim Sommerfest der Uni Bonn. Viele erinnern sich aber auch gerne an ihre „Radio-Show“, Anfang der 90-Jahre als die Band ihr Rock-Programm in einen Mix aus selbstironischen Ansagen, Verkehrsfunk und Werbeeinblendungen verpackte, moderiert von Gregor Glöckner, der kurze Zeit später zum SWR 3 als Redakteur und Sprecher wechselte. Die übrigen drei Gründungsmitglieder Siggi Heubach, Ralf Steins und Hans-Joachim Markgraf wurden dann nach einem Jahr durch Bassist Karl-Heinz Ratschkowski und Drummer Harald Knieps verstärkt. Letztere Drei bilden auch heute noch das Gerüst der Gruppe. Fünf Jahre später folgte der aus Sinzig stammende Olaf Milbert (Keyboards und Saxophon). In den letzten Jahren nicht wegzudenken Frontmann, Gitarrist und Sänger Frank Hansen. Zwischenzeitlich mit von der Partie waren die Sängerinnen Nicole Jüngling, Claudia Krahe aus Löhndorf, Manfred Distelrath aus Dedenbach am Keyboard und der Lantershofener Sänger Christoph Bietz. So positiv die Resonanz allerorts auf dieses ursprüngliche Konzept und das ungewöhnliche Spektakel war, im Laufe der Jahre zeigte sich immer deutlicher, dass der Aufwand für die Bandmitglieder, den Rahmen eines Hobbys bei weitem überschritten hätte. So entdeckten die Hobby-Musiker nach und nach ihr Talent und ihren Spaß an der tanzbaren Covermusik. Ihr Konzept, die Hits von damals und gestern möglichst authentisch wieder aufleben zu lassen, machte sie alsbald zu einer gern gesehenen Unterhaltungsband, wie anlässlich der Deutschen Hochschulmeisterschaften im Hockey. Gespielt haben sie im Radius Aachen, Limburg, Mainz. 30 Jahre sind für eine reine Amateurband – um es frei nach Bap zu sagen - eine „verdammt“ lange Zeit und wie die Band findet, ein guter Zeitpunkt powervoll abzutreten. Unterstützt werden Sie bei Ihrem Abschied von Sängerin Nadine Haack aus Lantershofen.
Die heutige Besetzung mit HJM, Karl-Heinz Ratschkowski, Frank Hansen, Olaf Milbert und Harald Knieps.
