Allgemeine Berichte | 24.02.2017

Masterstudenten der Hochschule Koblenz erarbeiteten Entwürfe

Eine Aussichtsplattform für den Winninger Uhlen

Prämierung der Besten im Evangelischen Gemeindezentrum Winningen

Die glücklichen Sieger heißen Charline Helf und Janis Berresheim, ihre Aussichtsplattform trägt den klangvollen Namen „Weinaromen“.  Foto EP

Winningen. Die Weinlage Uhlen liegt in den Gemeinden Winningen und Kobern-Gondorf. Sie gehört zu den steilsten an der Mosel. Einzigartig ist ihre an ein Amphitheater erinnernde Ausbildung. Für die Winzer hat der Uhlen einen großen wirtschaftlichen Wert. Deshalb ist jede Innovation zur Stärkung des Tourismus von großer Bedeutung. Schon seit geraumer Zeit wächst in der Gemeinde und in der Winzerschaft der Wunsch, mit einem Aussichtspunkt eine Attraktion für Touristen zu schaffen. Der Hotspot liegt an einem Abzweig des Moselwanderweges. Im Wintersemester 2016 starteten neun Teams von Masterstudenten aus dem Fachbereich Bauwesen mit Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen ein Projekt, in dem Entwürfe für eine Aussichtsplattform bzw. einen Skywalk erarbeitet wurden. Betreut wurden sie dabei von Professor Dipl.-Ing. (FH) M.A. Marc Immel und Professor Dr.-Ing. Andreas Laubach. Als Planungsgrundlage wurde die besondere Topographie der steilen Weinlage Uhlen durch zwei Drohnenflüge erkundet. Ohne Vorgabe zu Größe und Nutzung, hatten die Studierenden alle Freiheiten für die Gestaltung des Aussichtspunktes. Das führte zu einer breiten Auswahl von unterschiedlichsten Konzepten, bei denen die statische und konstruktive Machbarkeit, sowie die Herstellbarkeit nach zu weisen war. Das alles unter Berücksichtigung der besonderen Lage. Im Evangelischen Gemeindezentrum traf sich eine elfköpfige Jury, um die studentischen Arbeiten zu begutachten. Die drei besten Entwürfe wurden ausgezeichnet. Auch viele interessierte Bürger waren gekommen, sie hatten die Möglichkeit sich die Entwürfe an zu sehen und den Ausführungen bei der Vorstellung durch die Teams zu folgen. So konnte sich jeder eine eigene Meinung bilden. Ortsbürgermeister Eric Peiter stellte die Jury vor. Ihr gehörten an: die beiden Professoren der Hochschule Koblenz, Prof. Peter Lammert/SRL, die Gebietsweinprinzessin Mosel Anna-Maria Dehen, Sarah Löwenstein vom Weingut Heymann-Löwenstein, Hubert Friedrich/Leiter DLR Ländlicher Raum Mosel, Dipl. Ing. Thomas Metz / Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Matthias Nester/ Vorstand Sparkasse Koblenz und Geschäftsführer der WFG am Mittelrhein, Stefan Zindler / Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH, Eric Peiter und Frank Hoffbauer – Touristik Winningen. Eric Peiter begründete, warum die Inszenierung am Uhlen stattfinden soll. „Es ist das größte zusammenhängende Weinbaugebiet und von großem wirtschaftlichem Wert. Hinzu kommt, dass es auch ein großes Verbreitungsgebiet de Apollofalters ist“, sagte er unter anderem. Als Befürworter und Verfechter dieser Idee, sieht der Bürgermeister im Projekt die Möglichkeit, den Tourismus zu stärken. Die beiden Professoren Marc Immel und Andreas Laubach hatten schon lange Interesse an diesem Projekt. Da dies aus ihrer Sicht am Rhein wegen des Weltkulturerbe Status nicht möglich ist, lag es nahe, ein solches Projekt an der Mosel zu verwirklichen. Dabei trafen sie in Winningen auf offene Ohren für die Sache. Um ihr Uhlen-Projekt vor zu stellen, hatte jedes Team zehn Minuten Zeit. Danach zog sich die Jury zurück, um ihr Urteil zu fällen. Ausgezeichnet wurde der „Uhlensteg“ vom Team Alioscha Laux/Dominik Friedrich/Fabian Fenske/Florian Koll, sie belegten den dritten Platz. Das Team Larissa Deichmüller/Miriam Möller-Boldt/Sebastian Laux/Jascha Romanowski gab ihrem Vorschlag den Namen „Frame“ und erlangten damit Platz zwei. Den klangvollen Namen „Weinaromen“ trägt die Aussichtsplattform, die von Charline Helf und Janis Berresheim kreiert wurde. Damit überzeugten sie die Jury, die sie auf Platz eins kürte. Für die beiden Studenten standen die fossilen Ablagerungen in den Schieferschichten des Uhlen Pate für ihre Idee. „Wie ein Urtier erhebt sich die Plattform aus dem Uhlen. Aus dem Stein freigelegt gewinnt die Plattform an Höhenprofil und fällt dann wieder ab, um die vielfältigen und spannenden Ausblicke für den Besucher frei zu geben“, lautet ein Auszug aus ihrer Projektbeschreibung. Es wird interessant sein, die Umsetzung eines Aussichtspunktes im Weinbaugebiet Uhlen weiter zu verfolgen.   Eventuell ist es noch ein langer Weg, bis die ersten Besucher von dort ihre Blicke in die wundervolle Landschaft des Moseltals schweifen lassen können. EP

Bei der Vorstellung ihres Projektes ahnten die Studenten noch nicht, dass sie den ersten Platz erlangen würden. EP

Bei der Vorstellung ihres Projektes ahnten die Studenten noch nicht, dass sie den ersten Platz erlangen würden. Fotos: EP

Die elfköpfige Jury machte sich schon während der Präsentation Notizen zu den einzelnen Projekten.

Die elfköpfige Jury machte sich schon während der Präsentation Notizen zu den einzelnen Projekten.

Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tvReinschauen lohnt! Viel Spaß.

Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt! Viel Spaß.

Die glücklichen Sieger heißen Charline Helf und Janis Berresheim, ihre Aussichtsplattform trägt den klangvollen Namen „Weinaromen“.  Foto EP

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