Kobern-Gondorf: Sprache als Schlüssel zur Bildung und Integration
Eine Investition in die Zukunft
Kobern-Gondorf.Sprache bildet das Fundament für Bildung und Integration, daher ist ihre Beherrschung essenziell. Innovative Ansätze und frische Wege sind dringend notwendig. Durch eine engagierte und fokussierte Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätte und Grundschule können Ängste gemindert und der Übergang in das Schulleben erleichtert werden. Insbesondere für Familien mit Migrationshintergrund bietet diese Kooperation eine Chance, Unsicherheiten zu reduzieren und Sorgen vor dem Schulstart zu mindern.
Aber was, wenn unzureichende sprachliche Fähigkeiten diesen entscheidenden Prozess behindern? Wie sollte man vorgehen, wenn die Maßnahmen, die von der Bildungspolitik ergriffen wurden, ungenügend sind oder die Umsetzung aufgrund von Personalmangel nach sorgfältiger Planung scheitert? An wen soll man sich wenden, wenn Verantwortlichkeiten verschoben werden? Leider muss man sich heute mit diesen Fragen befassen, wenn es um das grundlegende Erlernen der deutschen Sprache geht, insbesondere wenn die Bildungspolitik zwar den Bedarf erkennt, aber keine passenden Angebote bereitstellt.
Für alle ist es wichtig, den Bedarf der Kinder zu erkennen und die Teilhabe der Familien zu ermöglichen. Lokale, kreative Lösungen können in dieser Situation weiterhelfen. Dies war schnell der Konsens zwischen Monika Mattern, Direktorin der Grundschule an der Niederburg, und Michael Dötsch, Ortsbürgermeister von Kobern-Gondorf und Träger der beiden Kindertagesstätten.
Sprachkompetenz ist das Rückgrat der Bildung. Je mehr in den frühen Kinderjahren investiert wird, desto erfolgreicher sind Spracherwerb und schulisches Lernen. Daher unterstützt die Gemeinde Kobern-Gondorf über ihre Stiftung Hospital eine Sprachfördermaßnahme in der Grundschule an der Niederburg, die die Bildung der Kinder fördert und das aktive Gemeinschaftsleben im Ort unterstützt.
Der Gemeinderat erkennt ebenfalls den Wert und die Vorteile dieser Maßnahme und unterstützt sie einstimmig. So findet seit zwei Monaten jede Woche zweimal eine Sprachförderung in der Grundschule statt. Kinder der Vorschulgruppen der Kindertagesstätten sowie Erst- und Zweitklässler nehmen daran teil. In dieser altersgemischten Gruppe fällt es den jüngsten Kindern leichter, sich an die Regeln im Schulgebäude und beim Lernen zu gewöhnen. Sie besuchen regelmäßig den Sprachkurs und erweitern altersgerecht ihren Wortschatz.
Die Eltern sind sehr dankbar für diese Gelegenheit. Darüber hinaus können sie einen intensiven Kontakt zur Schulleiterin pflegen und so aufkommende Fragen schnell klären. Selbstverständlich ist, dass man sich gegenseitig bei Sommerfesten besucht und dort ins Gespräch kommt.
Grundschule und Gemeinde hoffen, den Sprachkurs auch nach den Sommerferien fortsetzen zu können. Diese Maßnahme ist eine Investition in die Zukunft.BA
