Elterninitiative Montessori-Kinderhaus Sonnenstrahl freut sich über neuen Kindergarten in Buschhoven
Eine Investition in die Zukunft der Kinder
Gemeinde Swisttal baut für 1,1 Millionen Euro einen zweigruppigen Kindergarten
Buschhoven. „Wir sind total happy, dass die Bauarbeiten früher losgehen als eigentlich geplant, denn das hilft unseren Erzieherinnen ebenso wie den Kindern und den Eltern“, freuen sich Daniela Hildebrand und Heike Göbel vom Vorstand der Elterninitiative Montessori-Kinderhaus Sonnenstrahl in Buschhoven. Zusammen mit Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und zwei Dutzend Kindergartenkindern machten diese den symbolischen Spatenstich für den Neubau eines zweigruppigen Kindergartens in der Straße „Am Fienacker“ in Buschhoven. Dort baut die Gemeinde Swisttal für 1,1 Millionen Euro ein zweistöckiges Gebäude mit insgesamt 400 Quadratmetern Nutzfläche, in dem künftig 44 Kinder in zwei Gruppen von der Elterninitiative als Trägerin betreut werden.
Seit 20 Jahren in Buschhoven aktiv
Schon seit etwa 20 Jahren gibt es in Buschhoven das Montessori-Kinderhaus Sonnenstrahl, das bislang als eingruppige Einrichtung mit 24 Kindern von der Elterninitiative in einem ehemaligen Wohnhaus im Wallfahrtsweg betrieben wird. Doch dort ist es mittlerweile zu eng geworden, zumal die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in der Gemeinde Swisttal ständig steigt. Derzeit gibt es einen Bedarf von fünf zusätzlichen Gruppen, den die Gemeinde nun nach und nach decken will. So seien auch die 20 Plätze in der zweiten Montessori-Gruppe schon jetzt komplett ausgebucht. Es bestehe sogar eine Warteliste, berichtet Kindergartenleiterin Yvonne Mißfeld. Die neue Gruppe bietet Platz für 14 Kinder über drei Jahre und für sechs Kinder unter drei Jahren. Man hoffe, schon im August den Neubau beziehen zu können. Bürgermeisterin Kalkbrenner freute sich, dass dank der Bereitschaft der Montessori-Elterninitiative, die Trägerschaft für den neuen Kindergarten zu übernehmen, die Eltern in Swisttal weiterhin aus einem breiten Spektrum an unterschiedlich ausgerichteten Kindertagesstätten, die für ihr Kind geeignete Einrichtung auswählen könnten. „Es ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder, unserer jungen Familien und in die Zukunft Swisttals“, freute sie sich über den zweiten symbolischen Spatenstich für einen Kindergarten innerhalb kurzer Zeit nach den „Kinderkursen“ in Heimerzheim. Noch in diesem Jahr soll auch in Odendorf der Startschuss für einen weiteren Kindergarten fallen, bei dem aber der Träger, die Kinderzentren Kunterbunt, auch als Bauherr auftritt.
Drei Bereiche mit unterschiedlichen Funktionen
Das zweigeschossige Gebäude in Buschhoven gliederte sich in drei Bereiche, die mit unterschiedlichen Funktionen belegt seien, so Kalkbrenner. Im Süden befinden sich die Gruppen- und Differenzierungsräume mit den zugehörigen Nebenräumen. Nach Norden orientiert sind Büro, Küche sowie Besucher- und Personal-WC nebst Mehrzweckräumen. In der Mitte liegt der Eingang mit einem Aufzug zur Gewährleistung der Barrierefreiheit, die Geschosstreppe sowie der Ausgang in den 1150 Quadratmeter großen Garten. Hier sollen den Kindern künftig weitere Spielmöglichkeiten geboten werden, die vorhandene Schutzhütte des früher als Bolzplatz genutzten Geländes soll ebenso erhalten werden wie die zehn großen Bäume auf dem Grundstück. „Das Gebäude ist so konzipiert, dass breite Spielzonen anstelle von engen Fluren entstehen, die den Kindern große Freiräume mit viel Bewegungsflächen bieten“, erläuterte Kalkbrenner die Idee dahinter. Die Fassade sowie die Innenräume sollen nach einem Farbkonzept gestaltet werden, wobei für die Innenräume als Grundstimmung das Spektrum der Frühlingsfarben mit ihrer Leichtigkeit und hellen Farbenfreude vorgesehen sei. Die Details würden noch mit dem Träger abgestimmt. Die Tiefbauarbeiten seien bereits abgeschlossen, und noch in dieser Woche sollen die Rohbauarbeiten beginnen. Auch die Dachdecker- und die Blitzschutzarbeiten seien bereits beauftragt. „Ich bin mir sicher, dass die Kinder in dieser Einrichtung die Anleitung erhalten und die Geduld vorfinden, um sich mutig auf ihrem eigenen Weg zu entwickeln“, sagte sie unter dem Beifall zahlreicher Gemeinderatsmitglieder und Eltern.
JOST
