Allgemeine Berichte | 17.05.2017

Die Englisch-AG der Rheinbreitbacher Grundschule lud wieder zu einem Musical ein

Eine Klassenfahrt entwickelt sich zu einer Irrfahrt bis nach Japan, Afrika und Indien

Mit Rucksäcken für den Wandertag in der Eifel trafen sieben Schüler i nicht in Mayen ein, sondern in ähnlich geschriebenen Orten in Japan, Griechenland, Afrika und Indien. Mit „Akropolis ade“, verabschiedeten sich die Weltreisenden in Athen von zwei Griechinnen.DL

Rheinbreitbach. Der Rheinbreitbacher Bürgersaals war am Freitagvormittag voll besetzt, als Klassen benachbarter Schulen die jüngste Musical-Aufführung der Englisch-AG an der Gebrüder-Grimm-Grundschule besuchten. Nach „Go West“ im Vorjahr hatte die AG-Leiterin Michaela Wolter ihre zwölfte Musik- und Tanzshow dieses Mal mit der Frage „Where’s my teacher?“ überschrieben. Und was bei dieser Suche so alles passierte, das wollten bei der dritten und letzten Aufführung am späten Nachmittag neben Rektorin Patricia Schon-Ohnesorge viele große und kleine Verwandte der jungen Musicalstars miterleben.

„Wir laden Sie ein, mit uns auf Klassenfahrt nach Mayen zu reisen, haben aber einige Überraschungen parat“, informierte Enrico Menge die Zuschauer, der sich wie in den zurückliegenden Jahren um Licht und Ton kümmerte und den Schülern eine richtige Profishow ermöglichte. Aber nicht nur das: Er hatte Michaela Wolter, die eigentlich ihre „Karriere als Musical-Writerin“ beenden wollte, im Vorjahr dazu überredet, ein weiteres Stück zu schreiben.

„Natürlich ist tosender Applaus die allerschönste Belohnung für Schauspieler. Leider hält die aber nicht allzu lang vor“, bedauerte Michaela Wolter. Deshalb hatte sie wieder ein rosa Sparschwein aufgestellt. „Wenn Ihnen die Aufführung gefallen hat, spenden Sie reichlich, damit die 30 Darsteller wie in den Vorjahren satt werden, wenn wir uns bei der Pizzaparty gemeinsam die DVD von ‚Where’s my teacher?‘ ansehen.

„Bitte zusammenbleiben“

Und schon zog die Musical-Truppe, passend zur Klassenfahrt nach Mayen „Das Wandern ist des Müllers Lust“ singend, in den Bürgersaal ein. „Bitte zusammenbleiben“, mahnte die Lehrerin noch eindringlich, da hatten sich einige Schüler auch schon abgesetzt und prompt den Bus bestiegen, der sie in die Eifel bringen sollte, hatten sie auf ihm doch den Hinweis „Ma-Yen“ gelesen. Allerdings fuhr der ohne den Rest der Klasse ab und steuerte auch den Flughafen an. „Das gibt Ärger“, war sich eine Schülerin sicher, während der Draufgänger der Truppe seinen Vater zitierte: „Fliegen ist billiger als Busfahren!“ Geld braucht man aber auf jeden Fall. Das verdienten sich die Schüler als Straßensänger und schon passierten sie den Security-Checkpoint zu „I like to move it, move it!“ Als sie dann aber im Flugzeug vom Chefpiloten begrüßt wurden, der ihnen eine „nice time on board“ während der nächsten „ten hours and twenty minutes“ wünschte, kam ihnen die ganze Sache doch spanisch vor.

Weit gefehlt: Nicht auf der iberischen Halbinsel, in Ma-Yen/Japan landete der Jet, wie den jungen Rheinbreitbachern zwei Budo-Kämpfer klarmachten. „Where are you coming from?“ wollten diese wissen. Mit „Neuer, Müller und Schweinsteiger“ sowie „Beethoven und Bach“, aber auch mit „Volkswagen und Porsche“ umschrieben die Schüler ihr Heimatland, bevor die jungen Japaner ihnen zum Disco-Song „Kung fu fighting“ einen rasanten Schaukampf vorführten.

Sirtaki und Savanne

Zurück auf dem Airport orientierten sich die Schüler an dem Flug, dessen Ziel fast wie Mayen aussah. Kein Wunder, ähnelt der griechische Buchstabe für „Psi“ doch sehr dem „Y“. Und so sahen sich die Flugreisenden nach der Landung auch nicht der Genovevaburg, sondern der Akropolis gegenüber. „Wenn das mal keinen Ärger gibt“ befürchtete der „Angsthase“, während ihr Klassenkamerad die Irrfahrt „einfach cool“ fand. Zumal zwei griechische Schönheiten sie mit einem Sirtaki begrüßten, zu dem weitere Tänzerinnen in einer Alexis-Sorbas-Polonaise durch den Saal zogen.

Weiter ging es, wobei dieses Mal der zweite Buchstabe des Zielortes übersehen wurde. „Welcome on board. Enjoy your time in Mba-Yen, begrüßte sie der Chefpilot. Und schon war der Schülerin klar: „Ich hab schon immer gewusst, dass es Ärger gibt“, worauf der „Cool-Man“ lakonisch riet: Erst mal relaxen!“ Damit war es dann aber nach der Landung in Afrika vorbei, wirbelten doch schwarz gekleideten Eingeborene beim „Löwentanz“ über die Bühnen-Savanne.

Nach diesem war die Irrfahrt der Schüler aber immer noch nicht zu Ende, stand doch auch noch ein Stopp in Mma-H-Yeen beim „Classtrip-around the world“ auf dem Programm, sodass den Zuschauern rot- und gelb gewandete Inderinnen einen Tanz vor dem Taj Mahal boten. „Wie cool ist das denn“, konnte das Publikum dem Draufgänger nur zustimmen und selbst dem Angsthäschen begann die Sache allmählich Spaß zu machen, waren die Leute doch überall einfach nur nett und cool.

Auf zurück nach Mayen

„Good night und sleep well“, wünschte der Chefpilot noch einmal den jungen Globetrottern, bevor die dann tatsächlich, doch noch in Mayen landeten. „Jetzt müssen wir nur noch unsere Klasse im Nitztal suchen und erklären, wo wir die ganze Zeit über waren“, so der Draufgänger. Diese Aufgabe überließen die Jungen gerne den Mädchen, denn die „fangen eh an zu heulen und so.“ Kein Wunder, dass der „Angsthase“ erklärte: „Das war doch klar, dass es Ärger gibt!“ Mit dieser Erkenntnis, die im tosenden Applaus der Zuschauer unterging, lag der junge Musicalstar aber völlig daneben, ließen die Zuschauer die Truppe doch nicht ohne jede Menge Zugaben von der Bühnen.

Höchst bedauerlich würden es die Eltern der nächsten Englisch-AG wohl finden, wenn sie ausgerechnet ihre Kinder nicht in einem Wolter-Musical auf der Bühne sehen würden. Und auch das Kollegium um Patricia Schon-Ohnesorge fände es höchst schade, wenn sich Michaela Wolter als Musical-Writerin und -Regisseurin nach einem Dutzend Aufführungen zur Ruhe setzen würde.

DL

Eine Klassenfahrt entwickelt sich zu einer Irrfahrt bis nach Japan, Afrika und Indien

Eine Klassenfahrt entwickelt sich zu einer Irrfahrt bis nach Japan, Afrika und Indien

Mit Rucksäcken für den Wandertag in der Eifel trafen sieben Schüler i nicht in Mayen ein, sondern in ähnlich geschriebenen Orten in Japan, Griechenland, Afrika und Indien. Mit „Akropolis ade“, verabschiedeten sich die Weltreisenden in Athen von zwei Griechinnen.Fotos: DL

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