Cochemer Möhnenverein
Eine Obermöhn' geht in den Ruhestand
Cochem. Bereits am letzten, richtigen Weiberdonnerstag 2020, hat Ingrid Burg während ihrer traditionellen Rede auf dem Cochemer Marktplatz durchblicken lassen, dass für sie die Zeit gekommen ist, sich in den Ruhestand zu verabschieden. Das kann ihr keiner verübeln, denn an diesem Tag feierte sie ein besonderes Jubiläum.
2 x 11 Jahre Obermöhn' des Cochemer Möhnenvereins e.V.
In diesen 22 Jahren als Vorsitzende hat Ingrid viel für den Verein, da er für sie stets an erster Stelle stand, und besonders für die Pflege des heimischen Karnevals getan. So lag es ihr immer besonders am Herzen, einen karnevalistischen Nachmittag im Seniorenheim St. Hedwig zu organisieren. Auch ein Auftritt in der Bütt oder eine Tanzdarbietung während des sogenannten Mütterkaffees gehörte jährlich zu ihrem Programm.
Aber besonders wichtig war ihr der Möhnezuch am Weiberdonnerstag. Mit dem weißen Cabrio und Martin als Fahrer hat sie jedes Jahr aufs Neue Spaß und Freude in den Gassen von Cochem verbreitet.
Aber nicht nur der Karneval, sondern auch die Mägde gehören zum Cochemer Möhnenverein.
Ingrid hat es geschafft, die Mägde mit ihren weißen Häubchen so zu etablieren, dass sie auf Umzügen in ganz Rheinland-Pfalz als Vertreter der Stadt Cochem zu sehen sind. Über die Jahre hat sich so eine freundschaftliche Beziehung zu verschiedenen Vereinen und Ortschaften gebildet, die Ingrid sehr pflegte. Viele Wochenenden wurden für die Mägdeumzüge und Arbeitseinsätze geopfert, doch Ingrid war immer mit Herzblut dabei. Aufgrund dieser besonderen Verdienste für den Verein hat der Vorstand des Cochemer Möhnenvereins Ingrid für die Goldene Verdienstmedallie des RKK vorgeschlagen. Diese wurde ihr während der Jahreshauptversammlung am 14. Juli 2021 durch die Vizepräsidentin des RKK Gabriele Arnold-Kreck sowie der Schatzmeisterin des RKK Monika Wingen-Fuhrmann überreicht.
In ihrer Laudatio erwähnten sie, wie wichtig es ist, solche engagierte Frauen im Karneval zu haben. Besonders die Möhnenvereine sind die Vereine, welche durch das Vereinssterben am häufigsten betroffen sind. Doch mit so einer Obermöhn, die es immer wieder schaffte, alle zu motivieren und Jung und Alt unter einen Hut zu bringen, braucht sich dieser Verein keine Zukunftssorgen zu machen. Dennoch stand Ingrids Entschluss fest, und sie ließ sich an diesem Abend nach 2 x 11 Jahren plus einem Corona-Jahr nicht wieder zur Wahl der Obermöhn aufstellen. Der Vorstand bedankt sich im Namen aller Mitglieder für ihr stetiges Engagement. Sie hat diesen Verein mit ihrer herzlichen und fröhlichen Art zu dem gemacht hat, was er heute ist.
Pressemitteilung
Möhnenverein Cochem
