Allgemeine Berichte | 23.09.2019

5-Tagesfahrt mit dem Förderkreis Abtei Sayn e.V.

Eine Reise zu UNESCO-Weltkulturerbestätten im Harz

Adventkaffee am 3. Dezember

Die Reisegruppe aus Bendorf-Sayn vor dem Dom in Fulda. Foto: G. Bomm

Bendorf. Für Mitglieder und Freunde des Förderkreises der Abtei Sayn hieß es „Einsteigen“ für eine Fahrt in den Harz. Die Reiseroute führte vorbei an Limburg, Gießen, Kassel nach Wernigerode, wo alle nachmittags wohlbehalten in einem großen örtlichen Hotel ihr Quartier bezogen. Nach der langen Busfahrt kam die Stadtführung in Wernigerode anschließend gerade recht, um sich „die Beine zu vertreten“. Zwei kundige Stadtführer zeigten den Besuchern die „Bunte Stadt am Harz“, den Stadtkern und das wohl schönste Rathaus Deutschlands.

Am darauffolgenden Tag stand eine Fahrt mit der dampflokbetriebenen Brockenbahn auf dem Plan. Leider spielte das Wetter nicht mit. Doch man ließ sich die gute Laune nicht verderben – bis - ja bis zu dem Zeitpunkt, als die Bahn nur noch an abgestorbenen Bäumen vorbeifuhr. Alle waren von dem katastrophalen Zustand des Waldes erschüttert. So schlimm hatte sich keiner das Waldsterben vorgestellt. Nach einer fast anderthalbstündigen Fahrt erreichte die Bahn die Endhaltestelle „Brocken“, der inzwischen in tiefe Nebelschwaden gehüllt war. Nur wenige wagten den Sparziergang über den ausgewiesenen Rundweg, der sicherlich bei herrlichem Wetter tolle Ausblicke beschert. Fazit: Tote Bäume, viele Steine, Aussicht keine! (frei nach Heinrich Heine). Also unterstützte man den Brockenwirt im gleichnamigen Gasthaus durch den Verzehr einer leckeren Brotzeit und fuhr mit der historischen Bahn wieder abwärts.

Der dritte Reisetag - von da ab schönstes Wetter - versprach mehrere interessante Ziele. Zunächst fuhr man nach Halberstadt, um die große gotische Kathedrale St. Stephanus zu bewundern. Das beeindruckende dreischiffige Gebäude, mit dessen Bau 1260 begonnen wurde und der Nachfolgebau von zwei älteren Kirchen ist, ist stark an das französische Kathedralschema angelehnt. Große Teile der Innenausstattung, unter anderem ein Lettner sowie viele der bunten Glasfenster; sind im Original erhalten. Quedlinburg mit seinen ungefähr 2000 Fachwerkhäusern und den verwinkelten, kopfsteingepflasterten Gassen war das Ziel zur Mittagszeit. Besonders eifrige Teilnehmer fanden den Anstieg zur Stiftskirche St. Servatius, einem hochromanischen Bauwerk, das in den letzten Jahren sehr aufwendig und detailgetreu restauriert worden war. Leider war die Zeit zu knapp bemessen, um aus den gepflegten Gartenanlagen den Ausblick über die Stadt genießen zu können. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der Besuch der romanischen Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode, wo die Gruppe von einer kompetenten Fremdenführerin durch Kirche und Kreuzgang geführt wurde; einem Kleinod romanischer Baukunst und fachgerecht mit leichtem Anklang an die byzantinische Kirchenkunst restauriert. Im kontrastreichen Programm wurde spätnachmittags der legendäre Hexentanzplatz bei Thale angefahren, dessen grenzwertige Bronzeplastiken zu Recht nicht jedermanns Zustimmung fanden. Die Landschaft hingegen war imposant und reizvoll.

Am nächsten Tag lockte die alte geschichtsträchtige Stadt Goslar mit ihrer Kaiserpfalz und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Eine Besonderheit an diesem Tag war dann noch die Fahrt nach Hahnenklee, einem Ortsteil von Goslar. Dort steht die berühmte Stabkirche, Nachbildung eines norwegischen, auch ganz aus Holz kunstvoll gestalteten Vorbildes, einmalig in Deutschland.

Der letzte Tag des Harzaufenthaltes war angebrochen. So wurde auf der Rückreise noch ein Zwischenstopp in Fulda eingelegt, um dem Hohen Dom zu Fulda mit dem Grab des Hl. Bonifatius, dem Apostel Deutschlands, einen Besuch abzustatten. Nach einer glücklichen Heimkehr in Sayn verabredete man sich zum Adventkaffee, der am 3. Dezember um 15 Uhr im Pfarrheim in Sayn stattfindet, wo Bilder von den diesjährigen Fahrten des Förderkreises gezeigt und Erinnerungen ausgetauscht werden können.

Die Reisegruppe aus Bendorf-Sayn vor dem Dom in Fulda. Foto: G. Bomm

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