Wallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Mendig nach Trier
Eine Wallfahrt, die in Erinnerung bleibt
Bischof Stephan Ackermann feierte mit über 300 Wallfahrern ein Pontifikalamt im hohen Dom zu Trier
Mendig/Trier. 39 Fußpilger der Pfarreiengemeinschaft Mendig wallfahrten kürzlich drei Tage lang nach Trier. Nachdem die Teilnehmer früh morgens ihr Gepäck in einem Begleitfahrzeug verstaut hatten, wurden sie gemeinsam mit Kaplan Peter Zillgen nach einer kurzen Meditation und einem Pilgersegen durch Pastor Ralf Birkenheier an der Matthiaskapelle in Mayen verabschiedet. Nun ging es Richtung Conder Höhe durch das schöne Elztal bis zur ersten Rast im Pfarrheim Düngenheim. Nachdem die Teilnehmer sich bei Kaffee und Brötchen gestärkt hatten, ging es weiter über Kaisersesch nach Maria Martental. Nach einer kurzen, von Kaplan Peter Zillgen zelebrierten Andacht gab es im Pilgerheim Maria Martental ein leckeres Mittagessen in Form von Erbsensuppe mit Würstchen. Bei bestem Pilgerwetter setzte die Gruppe sich nun in Richtung Lutzerath-Driesch in Bewegung. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Alflen wurde gegen spätem Nachmittag das erste Etappenziel mit Lutzerath-Driesch erreicht.
In der wunderschönen Wallfahrtskirche Mater Dolorosa feierten die Wallfahrer gemeinsam mit dem Lutzerather Diakon die Abschlussandacht. Anschließend wurden die Pilger per Bus in ihre Nachtquartiere nach Bad Bertrich gebracht. Beim gemeinsamen Abendessen waren schon bald die kleinen Blessuren und Anstrengungen des Tages vergessen und die Anwesenden ließen den Abend noch lange bei ein paar Gläsern Wein und Bier in geselliger Runde ausklingen.
Am zweien Tag stand die Strecke Hontheim nach Klausen auf dem Programm. Teilweise singend und betend, aber auch in Gespräche vertieft und mit viel Freude und Frohsinn zog die Pilgergruppe durch Fluren und Wälder über Bausendorf und Wengerohr, wo bis zum zweiten Etappenziel Klausen kurze Pausen eingelegt wurden. Nach kurzer Rast vor der Wallfahrtskirche Klausen nahm Pater Albert die Fußpilger in Empfang.
Singend durch die Heilige Pforte
Im größten Marienwallfahrtsort des Bistums Trier erwartete die Pilger in diesem Jahr eine Besonderheit, denn im „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ wurde am 30. April eine Heilige Pforte geöffnet. Die gesamte Pilgergemeinde versammelte sich mit Pater Albert im Altarraum und nach einer Andacht zogen sie singend durch die Heilige Pforte, um am Marienaltar den Abschlusssegen des zweiten Tages zu erhalten. Der Abend im Nachtquartier klang bei köstlichem Essen, erfrischenden Getränken sowie Gesang und Gitarrenklängen aus.
Die dritte Etappe führte die Pilger von Naurath nach Trier. An diesem Tag machte die Gemeinschaft sich schon sehr früh auf den Weg, da sie mit den Fußpilgern, welche nur die letzten zwölf Kilometer gehen wollten, in Trier-Ehrang verabredet war. Von hier aus nahmen die nunmehr etwa 200 Pilger, darunter viele Messdiener, Firmlinge und Kommunionkinder, gemeinsam mit Pastor Ralf Birkenheier und Kaplan Peter Zillgen die letzten zwölf Kilometer in Angriff. An der Porta Nigra traf die Pilgergemeinde nun auf die Buspilger, sodass nunmehr weit über 300 Pilger singend und betend durch die Trierer Fußgängerzone zogen. Bei dieser ergreifenden Prozession hatte nicht nur Pastor Birkenheier feuchte Augen. Bei ihrer Ankunft am Dom wurden die Wallfahrer von Bischof Stephan Ackermann und Bischof Josef Bode vom Bistum Osnabrück, der an diesem Tag zu Gast in Trier war, empfangen, wobei insbesondere Bischof Stephan Ackermann sich sowohl überrascht als auch äußerst erfreut über die Vielzahl der Pilger zeigte.
Gemeinsam zog die Gruppe durch die Heilige Pforte in den Dom ein, um dort gemeinsam mit dem Bischof die Heilige Messe zu feiern. Außer Pastor Birkenheier und Kaplan Zillgen durften auch einige Messdiener aktiv bei der Gestaltung der Messe mitwirken. Eine ganz besondere Einladung erhielten auch die Firmlinge. Sie wurden nämlich von Bischof Ackermann in die Sakristei eingeladen und dort per Handschlag von ihm begrüßt. Zum Andenken an diesen wunderbaren Tag wurde am Altar noch ein Foto mit allen Beteiligten gemacht. Der Bischof freut sich schon auf die im Herbst stattfindende Firmung in der Pfarreiengemeinschaft Mendig, um bei dieser Gelegenheit den Gedankenaustausch mit den Firmlingen zu vertiefen.
Ein unvergessliches Erlebnis
Während die Buspilger bereits die Fahrt in die Heimat angetreten hatten, statteten die Fußpilger der Matthias Basilika noch einen Besuch ab und beendeten die dreitägige Wallfahrt mit einem gemeinsamen Abendessen. Bei dieser Gelegenheit zeigten die Anwesenden sich mit je einem kleinen Geschenk bei dem Organisator der Wallfahrt, Joachim Plitzko und bei Fred Geilen, der die Gruppe mit dem Bus der Pfarreiengemeinschaft („Fridolin“) begleitet und die Pilger mit Getränken, Brötchen und Kuchen versorgt hatte, erkenntlich. Für alle mitgereisten Wallfahrer war es ein unvergessliches Erlebnis, das jedem Einzelnen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
SF
Der „Pilgerlindwurm“ auf dem Weg von Ehrang nach Trier.
