Allgemeine Berichte | 30.05.2017

Puderbacher Landfrauen auf Spurensuche

Eine Zeitreise durch die Jahrmillionen

Im 50er-Jahre-Museum in Büdingen wurden bei manch einer der Landfrauen Erinnerungen an die eigene Jugend wach.  privat

Puderbach. Die Tageslehrfahrt wirbelte die Landfrauen durch die Zeit, zu drei Stationen innerhalb von 30 Millionen Jahren. Zunächst erreichten sie das 18. Jahrhundert, wanderten auf den Spuren Johann Wolfgang Goethes durch die Fachwerkstadt Wetzlar, die Stadt aus der Vorfahren des Dichterfürsten stammten. 1772 weilte Goethe hier als Hospitant am Reichskammergericht. Im heutigen „Lottehaus“ lernte er Charlotte Buff kennen und lieben. Eine unerfüllte Liebe, die er in „Die Leiden des jungen Werther“ verewigte. Das Goethe ein Landmann war, beweist sein Zitat über Wetzlar: „Die Stadt selbst ist unangenehm, dagegen ringsumher eine unaussprechliche Schönheit der Natur.“

Einen Zeitsprung nach vorne machten die Landfrauen im 50er-Jahre-Museum in Büdingen. Originalgetreu gestaltete Räume ließen die Kindheit und Jugendzeit vieler lebendig werden. Mutters Küche, das gestiftete Teenager-Zimmer von Conny, der alte Friseurladen und der detailgetreue Kaufmannsladen, Waschbrett und erste Technik für den Haushalt entführten einige in die eigene Vergangenheit: „Weißt du noch?“ Sogar eine Milchbar wie anno dazumal lud zum Verweilen ein. Die eine oder andere wäre gerne noch einmal mit dem Motorroller ins Kino gefahren. Die Stadt Büdingen bietet noch viele weitere Kleinode, für die ein Tag zu kurz ist. Entschlossen reisten die Landfrauen 30 Millionen Jahre zurück in die Zeit, als Ausläufer des großen Nordmeers durch das Gebiet der heutigen Wetterau brandeten, als Magma eines Vulkans den Vogelsberg auftürmte. Es entstand ein Wunder, das nur zweimal auf der Erde zu finden ist. Eine geologische Kostbarkeit, wie Museumsleiter Lothar Keil zu berichten weiß. Sogenannte Sandrosen sind Kristallgebilde in verschiedenen Farben, Formen und Größen, die in den Türmen des Jerusalem-Tors der Stadt Büdingen zu bestaunen sind. Wer bereit war, tief genug in diese Vergangenheit einzudringen, konnte mit etwas Glück mit einer Sandrose in die Gegenwart zurückreisen. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen, getauft mit hessischem Regenwasser, kehrten die Puderbacher Landfrauen ins Jahr 2017 heim.

Auch in Wetzlar machten die Landfrauen Station, wo das „Lottehaus“ an die erste Liebe Goethes erinnert.

Auch in Wetzlar machten die Landfrauen Station, wo das „Lottehaus“ an die erste Liebe Goethes erinnert.

Im 50er-Jahre-Museum in Büdingen wurden bei manch einer der Landfrauen Erinnerungen an die eigene Jugend wach. Fotos: privat

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